Monatsnachrichten der Comboni-Missionare vom Herzen Jesu

GENERALLEITUNG

ALLGEMEINE MITTEILUNGEN

VON DER 24. (AUSSERORDENTLICHEN) KONSULTA

Comboni-Jahr der Weiterbildung (ACFP) 2024/25

Nach entsprechenden Überlegungen hat der Generalrat beschlossen, das Comboni-Jahr der Weiterbildung, wie üblich, im September 2024 zu beginnen. Die daran teilnehmenden Mitbrüder, die ein Visum für die Einreise nach Italien benötigen, sollen unverzüglich darum ansuchen, insbesondere jene, die einen Sprachkurs besuchen müssen.

Ewige Gelübde

Sc. Fernando Uribe Mendoza (M)

Xochimilco (M)

31.01.2024

Sc. Madalitso Castomo Supia (MO)

Elukwatini (RSA)

03.02.2024

 

Priesterweihen

P. Alule Deogratius (U - EGSD)

Mbuya/Kampala (U)

03.02.2024

P. Mukaaya Achireo Kiwanuka (U - T)

Mbuya/Kampala (U)

03.02.2024

P. Got Tob Emmanuel (KE)

Kitale (KE)

10.02.2024

P. Roger Alexander Cerritos Abarca (PCA)

Ilopango (San Salvador) (PCA)

24.02.2024

Werk des Erlösers

März                   01 - 07 CO         08 - 15 E             16 - 31 DSP

April                    01 - 15 CN          16 - 30 EC

Gebetsmeinungen

März - Dass die Frau in dieser von Kriegen, Gewalt und Ungerechtigkeit heimgesuchten Welt durch Akte der Liebe und der Versöhnung im Alltag und im persönlichen Umfeld zur Friedensstifterin wird. Lasset uns beten.

April – Dass die Missionare durch die Teilnahme am Ostergeheimnis Christi - dem Lebensgeheimnis, das stärker ist als der Tod - lernen, den alten Menschen abzulegen und die Gesinnung Christi anzuziehen, nämlich Zärtlichkeit, Güte, Demut, Sanftmut, Großmut und Nähe zu den Geringsten der Geschichte. Lasset uns beten.

Liturgischer Kalender der Comboni-Missionare

MÄRZ

17

Hl. Patrick, Bischof

London Prov.

19

Hl. Josef, Bräutigam der Jungfrau Maria

Zentralafrika

APRIL

25

Hl. Peter von Betancurt, Ordensmann

PCA- Zentralamerika

Veröffentlichungen

Kasereka Amini Wasingya, mccj, Le cri de la terre et le cri des pauvres, un appel au dialogue interreligieux sur la création, Afriquespoir, DRC 2024. Kard. Fridolin von Kinshasa stellt uns dieses neue Buch über den interreligiösen Dialog vor. Der Autor ruft nicht nur zum friedlichen Zusammenleben der Menschen auf, sondern auch und vor allem zur Mitverantwortung für den Schutz unseres Planeten, ganz im Sinne von Papst Franziskus und dem Lehramt der Kirche. „Als Gemeinschaften und Einzelpersonen“, schreibt Pater Kasereka, „müssen wir eine neue Denkweise, eine neue Politik zur Einbeziehung der Armen, ein neues Bildungsprogramm, einen Lebensstil und eine Spiritualität fördern, die sich dem ständigen Konsum dessen widersetzen, was wir nicht produzieren.“

HEILIGER STUHL

Ernennung des Heiligen Vaters

Papst Franziskus hat vier neue Mitglieder in den Rat der Sektion für die Beziehungen mit den Staaten und internationalen Organisationen des Staatssekretariats berufen. Die neuen Mitglieder sind: die Kardinäle Luis Antonio G. Tagle (Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung in der Sektion für die Erstevangelisierung und die neuen Teilkirchen), Michael Czerny (Präfekt des Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung der Menschen), Claudio Gugerotti (Präfekt des Dikasteriums für die orientalischen Kirchen) und Pater Giulio Albanese, mccj (Leiter des Amtes für soziale Kommunikation und des Amtes für missionarische Zusammenarbeit zwischen den Kirchen des Vikariats von Rom). Die Aufgabe des Rates ist es, eine „Denkfabrik“ zu sein im Dienst der vatikanischen Diplomatie.

Unsere herzlichsten Glückwünsche an Pater Giulio Albanese.

AUSBILDUNGSSEKRETARIAT

Internationale Tagung über die Weiterbildung der Priester

Die Dikasterien für den Klerus und für die orientalischen Kirchen haben in Zusammenarbeit mit dem Dikasterium für die Evangelisierung, der Sektion für die Erstevangelisierung und die neuen Teilkirchen, vom 6. bis 10. Februar eine Internationale Tagung über die Weiterbildung der Priester veranstaltet. Das Thema lautete: „Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir zuteilgeworden ist (2Tm 1,6)“ mit Hinweis auf die Ratio Fundamentalis Institutionis Sacerdotalis: „Die Schönheit, heute Jünger zu sein. Eine einzigartige, integrale, gemeinschaftliche und missionarische Weiterbildung“ (vgl. RFIS, Einleitung. 3).

An die 800 Priester aus 60 Ländern nahmen an der Tagung teil. Jeder konnte seine eigenen Herausforderungen, Vorschläge und Erfahrungen in den verschiedenen Gruppenarbeiten einbringen, nach dem Vorbild der Synodenmethode. Auch vier Comboni-Missionare nahmen daran teil: Pater Fernando Domingues, Provinzial von Portugal und Berater des Dikasteriums für den Klerus; Pater Alberto de Oliveira Silva, Koordinator des Zentrums der Weiterbildung; Pater José de Jesús Villaseñor Gálvez, Generalsekretär der Formation, und Pater Luis Enrique Ibarra, der sich studienhalber in Rom aufhält. Auch Mons. António Manuel Bogaio Constantino mccj, Weihbischof von Beira, hat einen online Beitrag geschickt.

Die gewählte Methode, nach Art eines Workshops, hat eine modellhafte Erfahrung der Weiterbildung geboten, die heute immer mehr in partizipatorischer und synodaler Weise verlaufen soll. Besonders hervorgehoben wurde der Austausch über das Gute und Schöne in der aktuellen pastoralen Praxis, über Stärken, Dringlichkeiten und Herausforderungen in jedem einzelnen Kontext. Als Hintergrund der Konferenz diente die von Papst Franziskus stammende Definition von Weiterbildung: „Eine Erfahrung ständiger Nachfolge, die sich Christus annähert und es möglich macht, sich ihm immer mehr anzupassen“.

Alle haben eingesehen, dass die Ausbildung als ein „Kontinuum“ zu betrachten ist, d.h. als ein Weg, der mit der Grundausbildung beginnt und sich durch die verschiedenen Lebens- und Dienstphasen des Priesters zieht. Es muss eine „integrale“ Ausbildung sein, die imstande ist, die menschliche Dimension (die ihre Grundlage ist) und ihre spirituellen, intellektuellen und pastoralen Entfaltungen harmonisch miteinander zu verbinden.

Überrascht hat – da die Teilnehmer ja Diözesanpriester waren – dass die „gemeinschaftliche Dimension der Weiterbildung“ stark betont wurde, und der Bischof als der Hauptverantwortliche angesehen wird. Die „priesterliche Brüderlichkeit“ wurde als „gute Medizin“ für den Alltag des Priesters definiert, um sich nicht isoliert zu fühlen, und als „Stütze“ in den kritischsten Phasen seines pastoralen Dienstes.

Als Herausforderungen wurden genannt: die Vielschichtigkeit der Gegenwart, das weit verbreitete Gefühl der Einsamkeit; der zahlenmäßige Rückgang des Personals und die Arbeitslast der Priester; ein bestimmtes Priesterbild, das ihn fast „körperlos“, „geschlechtslos“ und „gefühllos“ sehen möchte, immer bereit, auf alles und auf jeden zu reagieren.

Vorgeschlagene Lösungen, diese Situation zu überwinden, sind: auf das persönliche Gleichgewicht achten; einer tiefgreifenden spirituellen Ausrichtung des persönlichen Lebens und Dienstes Raum und Zeit geben, mit einer klaren kontemplativen Ausrichtung; mit den eigenen Empfindungen, Emotionen und Beziehungen in der pastoralen Tätigkeit in reifer Weise umgehen lernen, einschließlich der eigenen Sexualität, die in der Ausbildung kein Tabu mehr sein darf; die spirituelle Begleitung wiederentdecken und wichtig nehmen; die Nähe der Bischöfe zu ihren Priestern spüren; kluge Nutzung der sozialen Netzwerke.

Kardinal Lazarus You Heung-sik, Präfekt des Dikasteriums für den Klerus, hofft, dass diese Tagung den Weg für weitere Überlegungen, für den Austausch und für neue Vorschläge geöffnet hat. Die Initiative soll fortgesetzt werden, auch durch die neue Dialog-Plattform.

Pater José de Jesús Villaseñor Gálvez, mccj

BRASILIEN

Weiterbildung

Am 27. und 28. Januar 2024 fanden in São Paulo zwei Treffen der Weiterbildung statt: eines für Mitbrüder mit bis zu zehn Jahren ewiger Profess (zehn Teilnehmer), das andere für Mitbrüder über sechzig Jahre (siebzehn Teilnehmer). Die Treffen wurden von Frau Georgia Moura, Psychologin und Beraterin des Findway-Instituts, geleitet. Dieses Institut unterstützt Diözesen und Ordensgemeinschaften, indem es einen „Weg der Ganzheit“ vorschlägt, eine Methode der Integration und der Suche nach dem Wesentlichen, um die Einheit des Seins zu erreichen, als Antwort auf die persönliche und soziale Fragmentierung. Alle Teilnehmer haben die Erfahrung der Brüderlichkeit und des Austauschs geschätzt.

Jahresexerzitien der Mitbrüder

Vom 29. Januar bis 2. Februar 2024 fanden im Haus Emmaus in Itapecerica da Serra, São Paulo, die Provinzexerzitien unter der Leitung von Pater Arlindo Pereira Dias SVD statt, dem Gründer von Rede Rua. Das Thema der Besinnungstage war: Verwurzelt in Christus und Comboni. Im ersten Teil behandelte er Themen der Kapitelsdokumente und der Lebensform; im zweiten beleuchtete er anhand eines biblischen Textes das behandelte Thema.

Zusätzlich zum persönlichen und gemeinschaftlichen Gebet versammelten sich die Teilnehmer nachmittags zu gegenseitigem Austausch, was alle sehr bereichert hat. Ein Tag wurde als Bußtag gestaltet.

Alle waren sehr angetan vom Ort der Exerzitien wegen der Gastfreundschaft und der großen Grünfläche, die das persönliche Gebet erleichterten. Der Prediger kam sehr gut an dank seines persönlichen Zeugnisses, seines pastoralen Dienstes, seiner Einstellung zur Kirche und zum Lehramt von Papst Franziskus und wegen seiner reichhaltigen Überlegungen, wenn auch einige ziemlich lang waren.

Provinzversammlung

Am 3. und 4. Februar 2024 folgte die Provinzversammlung, die ebenfalls im Haus Emmaus abgehalten wurde. 44 Priester und Brüder und zwei Scholastiker nahmen daran teil. Am ersten Tag berichteten der Provinzobere, die einzelnen Provinzsekretariate und die Kommissionen über ihre Tätigkeiten im Lauf des Jahres.

Anschließend stellte der Provinzobere den neuen Sechsjahresplan 2023-2028 vor, an dessen Ausarbeitung alle Mitbrüder mitgewirkt hatten.

Unter der Anleitung von P. Saverio Paolillo wurde der Plan für die Jahre 2024-2025 konkretisiert. Die in Arbeitsgruppen erarbeiteten Vorschläge wurden dem Plenum vorgestellt, von ihm bewertet und dann genehmigt.

Die Versammlung endete mit der Feier der Heiligen Messe unter dem Vorsitz von Pater John Bosco Mugerwa, der erst vor kurzem in der Provinz angekommen war. Die Versammlung wurde sehr positiv bewertet. Einige Teilnehmer wünschten sich mehr Zeit für Austausch und Diskussionen.

ÄGYPTEN-SUDAN

Sudan - Ohne Telefon und Internet

Am 4. Februar war der gesamte Sudan ohne Telefon- und Internetanschluss. Während wir schreiben, haben nur wenige Telefongesellschaften den Betrieb teilweise wieder aufgenommen, allerdings nur in Port Sudan. Wir können uns also weder mit unseren Gemeinschaften in Kosti und El-Obeid noch mit den Pfarreien in den beiden Diözesen in Verbindung setzen. Das könnte zu Problemen bei der Versorgung mit Lebensmitteln führen. Wir beten weiterhin um Frieden. Der Krieg ist vor 300 Tagen ausgebrochen.

Ägypten: Kairo - Comboni Shabaab (die Comboni Jugend)

Am 25. Januar haben sich an die fünfzig Jugendliche aus unseren Pfarreien in Kairo zum ersten Mal als Shabaab Comboni getroffen. Wir wollen diese jungen Menschen bei ihrer Suche nach dem Willen Gottes begleiten, Comboni und sein Charisma unter ihnen bekannt machen und in ihnen ein missionarisches und berufsbezogenes Bewusstsein wecken. Zu diesem Zweck wurde ein Programm für zwei Treffen pro Monat erstellt, das biblische Katechesen zum Markusevangelium, Zeugnisse aus dem Missionsleben und Austausch mit verschiedenen Personen und Realitäten vorsieht. Die Begegnungen werden mit einem Missionslager im Sommer 2024 enden.

Pater Diego Dalle Carbonare, mccj

SPANIEN

MBB-Workshop

Vom 13. bis 15. Februar trafen sich die MBB-Verantwortlichen der spanischen Provinz in Madrid zu einem Workshop. Dabei wurden zwei Ziele verfolgt: die neuen Mitglieder der Provinz in diesen missionarischen Dienst einzuführen, der immer als vorrangig angesehen worden ist, und gemeinsam neue Wege für die Verbreitung unserer Zeitschriften Mundo Negro und Aguiluchos zu finden und die Zahl der Abonnenten zu erhöhen.

Acht Mitbrüder aus den Gemeinschaften von Palencia, Palas de Rey, Moncada und Madrid nahmen am Workshop teil. Aus Rom war Pater Fernando González Galarza, Generalsekretär der Mission, und aus England Vize-Provinzial Pater Javier Alvarado, MBB-Koordinator für Europa, angereist.

Nach einer Reflexion über den Einsatz des heiligen Daniel Comboni in der MBB Europas gab Herr Jaime Álvarez Nistal, stellvertretender Verwalter von Mundo Negro, einen Überblick über die kritische Situation unserer beiden Zeitschriften in Bezug auf Auflage und Abonnenten. Anschließend wurden die Mechanismen und Aktionsformen der „Werbekampagnen“ für Zeitschriftenabonnenten, die Teilnahme an den verschiedenen Buchmessen sowie die Vertrautheit mit und die Verbreitung von unseren sozialen Netzwerken eingehend unter die Lupe genommen.

Besondere Aufmerksamkeit wurde unserer Teilnahme an den Buchmessen in ganz Spanien gewidmet, die sich als wertvolle Gelegenheiten erweisen, unsere Produkte zu präsentieren und uns bekannt zu machen. Im vergangenen Jahr haben wir an neun Buchmessen teilgenommen, mit sehr positiven Ergebnissen.

Zum Abschluss des dreitägigen Workshops haben wir ein Programm für den Verkauf unserer Produkte besprochen und ausgearbeitet.

Die abschließende Bewertung des Treffens war positiv. Wir werden uns in Zukunft wieder treffen, um die Arbeiten der nächsten MBB-Versammlung, die vom 22. bis 26. April in Rom abgehalten werden wird, aufmerksam zu verfolgen.

Pater Jaume Calvera Pi, mccj

EUROPA

GERT: Treffen in Milland/Brixen

Zu dieser Gruppe (GERT - Gruppo Europeo di Riflessione Teologica) gehören mehrere Comboni-Missionare aus den Provinzen Portugal, Spanien, DSP, London Provinz, Italien, der Generalleitung sowie Mitbrüder, die persönlich an theologischen und pastoralen Fragen interessiert sind. Sie hatten sich vom 12. bis 16. Februar in Milland/Brixen getroffen.

Die Reflexion begann mit einem biblischen Blick auf die Schöpfung. Wir beschäftigten uns mit den verschiedenen „Schöpfungsberichten“ der Bibel und betonten, dass uns diese nicht eine Chronologie oder eine historische Lesart von vergangenen Ereignissen vermitteln, sondern vielmehr die Aspekte der Beziehung zwischen Gott und der Schöpfung und damit auch der Beziehungen zwischen den Geschöpfen hervorheben. Diese Erkenntnis wirkt sich auf unseren missionarischen Dienst in Europa aus, wenn es darum geht, Wege der Gemeinschaftserneuerung und Konfliktlösungen zu unterstützen, um Gottes eigene schöpferische Fähigkeit in unserem Alltag nachzuahmen.

Anschließend haben wir uns mit der Frage der kulturellen Vielfalt und deren offensichtlichen Auswirkungen auf unsere Präsenz als Ordensleute in unseren Ortskirchen befasst. Auch dieser Bereich erfordert unsere Aufmerksamkeit und unseren wichtigen Beitrag. Die Erfahrungen, die wir in anderen Ländern gemacht haben - wo wir Gäste anderer Kulturen waren -, verlangen von uns, dass wir mit den europäischen Ortskirchen die Notwendigkeit der Begegnung, des Dialogs, des Willkommens und der Reflexion über unseren Glauben teilen.

Zum Abschluss unserer Arbeiten haben wir über die „Klimakrise“ und deren Auswirkungen auf die Evangelisierung nachgedacht. Es geht darum, das Entstehen einer neuen Kultur und einer „anderen“ Sicht der Welt zu unterstützen. Der Aufbau des Reiches Gottes kann heute nur durch eine neue Mentalität erfolgen, die die Natur achtet und Gottes Plan für den Kosmos respektiert. Dabei lassen wir uns vom Lehramt der Kirche leiten, insbesondere vom Magisterium des Papstes.

Die Diskussion über die verschiedenen Texte, die der Gruppe vorgelegt wurden, hat alle bereichert. Nun können die verschiedenen Autoren - bestärkt durch die erhaltenen Anregungen - die endgültige Fassung ihrer Beiträge vorbereiten und sie mit der Comboni-Familie in Europa teilen.

Bruder Alberto Parise, mccj

MEXIKO

Ewige Gelübde und Diakonat

Am 31. Januar 2024 legte der Scholastiker Fernando Uribe Mendoza nach Abschluss seiner Ausbildung und seines missionarischen Dienstes in Sahuayo die ewigen Gelübde ab. Die Feier fand im Comboni-Seminar in Sahuayo statt. Die Teilnehmer waren tief ergriffen, als Fernando seinen Entschluss kundtat, alles zu verlassen, um dem Herrn zu dienen, und als er den Segen seiner Mutter und seiner Schwester empfing, um ihn in diesem wichtigen Moment seines Lebens zu begleiten und zu unterstützen.

Drei Tage später, am 3. Februar, weihte Weihbischof Francisco Figueroa von Zamora (Mexiko) Fernando im Heiligtum des Schutzpatrons Jakobus in Sahuayo zum Diakon.

Fernando wird seinen missionarischen Dienst in Sahuayo bis zu seiner Priesterweihe fortsetzen, die in einigen Monaten erfolgen wird.

Pater Ismael Piñón, mccj

PROVINZ ZENTRALAMERIKA

Priesterweihe

Die kleine Pfarrei Santa María Niña in San Salvador öffnete ihre Tore, um einen ihrer Söhne, den 1980 in der Nähe der Kirche geborenen Diakon Roger Alexander Cerritos Abarca, als Weihekandidaten zu empfangen.

Roger empfing die Priesterweihe aus den Händen des Erzbischofas von San Salvador José Luis Escobar Alas. Die Gemeinde hatte sich mit Hilfe der Comboni-Missionare eine Woche lang auf dieses Event vorbereitet und konnte so mehr über unser Missionscharisma erfahren.

In seiner Predigt in der vollbesetzten Kirche am Samstag, dem 24. Februar, betonte Bischof José Luis, dass ein junger Mann nur durch Gottes Gnade zum Priestertum gelangt, nach einem langen Weg des Gebets und der Vorbereitung.

Er bedankte sich bei allen Comboni-Missionaren, die in der Erzdiözese gewirkt haben, und erinnerte insbesondere an die nicht mehr unter uns weilenden Patres Giacomo Piccinelli († 2022) und Orlando Borghi († 2024).

Roger, der seine Ausbildung in Costa Rica, Mexiko und Kenia erhalten hat, dankte allen Anwesenden und betonte, dass er sich nie allein gefühlt habe, sondern immer liebevoll begleitet wurde vom Institut, den Mitbrüdern, von Freunden, Wohltätern und vielen Menschen guten Willens. Eine Gemeinde, die in ihrer Armut einen Missionspriester in die Welt schickt, ist eine Einladung an junge Menschen, über das Geschenk der missionarischen Berufung nachzudenken, und ein Aufruf an alle, diese Gelegenheit als Glaubensgeschenk zu leben.

Roger feierte seine erste heilige Messe in der St. Daniel Comboni Pfarrei Ilopango.

Beten wir, dass unser Neupriester bei Tag und bei Nacht, bei Sonne und Regen immer bereit ist, seinem Volk zu dienen und ein treues „Ja“ zu seiner Berufung zu sagen, die ein Geschenk Gottes ist.

Pater Juan Diego Calderón Vargas, mccj

SÜDAFRIKA

Ewige Gelübde und Diakonatsweihe

Am Samstag, den 3. Februar, legte Madalitso Castomo Supia in der kleinen Kirche der Benediktinerinnen von Elukwatini (Südafrika) vor dem Provinzoberen Pater John Baptist Keraryo Opargiw seine ewigen Gelübde ab. Der Eucharistiefeier stand der Bischof von Witbank, Mons. Thaddaeus Xolelo Kumalo, vor. Mehrere Mitbrüder und einige Diözesanriester konzelebrierten mit dem Bischof. Gleichzeitig feierten wir den Tag des geweihten Lebens, den wir um einen Tag verschoben hatten, um mehr Leuten die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben.

In seiner Predigt dankte der Bischof den Ordensleuten, die ihren Dienst in der Diözese mit Hingabe verrichten, und den vielen Comboni-Missionaren, vor allem jenen, die uns vorausgegangen sind und ihre Familien und Heimatländer verlassen hatten, um auf südafrikanischem Boden das Evangelium zu verkünden.

Nach der Kommunion hob Schwester Antoinette, eine südafrikanische Benediktinerin, mit emotionalen Worten die Schönheit und Bedeutung des Ordenslebens hervor und lud die zahlreich erschienenen Jugendlichen auf, über die Möglichkeit nachzudenken, dem Ruf Gottes zu folgen und nach den evangelischen Räten zu leben.

Ein herzlicher Dank ging an die Benediktinerinnen von Elukwatini, die die Comboni-Missionare und die anderen Gäste sehr gastfreundlich aufgenommen hatten.

Am Sonntag, dem 4. Mai, wurde Madalitso in der Pfarrkirche Sacred Heart in Mashishing (Lydenburg) während des Sonntagsgottesdienstes von Bischof Thaddaeus zum Diakon geweiht. Zahlreiche begeisterte Gläubige zeigten ihre Zuneigung und Unterstützung für Madalitso, der seinen missionarischen Dienst, nach Abschluss seines Theologiestudiums in Pietermaritzburg, in dieser Pfarrei erfüllt hatte.

Der Bischof ermutigte den frisch geweihten Diakon, seinen Weg mit Treue und Freude fortzusetzen, und lud andere Jugendliche ein, seinem Beispiel zu folgen.

Am Ende der Eucharistiefeier dankte der Provinzobere Pater John Baptist Keraryo Opargiw seinem Mitbruder Pater Charlemagne Dossavi Sitou, Pfarrer der Herz-Jesu-Gemeinde, für die Begleitung des jungen Diakons bei der Vorbereitung auf seine Diakonatsweihe. Anschließend ließ es sich Pater John Baptist nicht nehmen, die in der Kirche anwesenden jungen Frauen daran zu erinnern, dass Madalitso sich ganz Gott für die Mission geweiht hat. Sie sollten sich von nun an als seine Schwestern betrachten und er sich als ihren Bruder... und nicht anders! Worte, die, dem Lachen und dem Applaus nach zu urteilen, der in der ganzen Kirche zu hören war, ins Schwarze getroffen hatten.

Pater Efrem Tresoldi, mccj

Hundertjahrfeier

Einigkeit in der Vielfalt war das Thema der Hundertjahrfeier der Präsenz der Comboni-Missionare in Südafrika, die am 17. Februar 2024 in der Pfarrkirche von Silverton, Pretoria, begangen wurde. Das Thema spiegelt die Zusammensetzung der lokalen christlichen Gemeinde wider, die bis Anfang der 1990er Jahre fast ausschließlich aus Weißen bestand, während heute die Mehrheit der Mitglieder aus verschiedenen afrikanischen Ländern kommt.

In seiner Eröffnungsansprache unterstrich Pater John Baptist Keraryo Opargiw, Provinzoberer von Südafrika, die Bedeutung des Charismas des heiligen Daniel Comboni in der Welt von heute und insbesondere in Afrika. Nach ihm erzählte der emeritierte Erzbischof von Pretoria, George Francis Daniel, der die Diözese mehr als dreißig Jahre lang geleitet hatte, aus seiner persönlichen Geschichte – als anglikanischer Priester schloss er sich der katholischen Kirche an, wurde Priester und Bischof von Pretoria - und von Begegnungen mit Mitbrüdern in unserer Pfarrei Silverton.

Nach ihm ergriff ein anderer emeritierter Erzbischof, der Franziskaner William Slattery, das Wort. Er erinnerte namentlich an mehrere Mitbrüder, mit denen er zusammengearbeitet hatte, zunächst in der Diözese Kokstad und dann in der Diözese Pretoria. Er erzählte von verschiedenen pastoralen Erfahrungen, die er mit einigen Mitbrüdern teilte, und die den Glaubensweg der christlichen Gemeinde geprägt hatten.

Der Eucharistiefeier zu Ehren des heiligen Daniel Comboni stand der derzeitige Erzbischof von Pretoria, Dabula Anthony Mpako, vor. Mit ihm konzelebrierten drei Bischöfe und mehrere Mitbrüder. In seiner Predigt hob der Erzbischof die Bedeutung der Botschaft unseres Gründers hervor, der in prophetischer Weise die Verkündigung des Evangeliums in Afrika mit der sozialen und wirtschaftlichen Umgestaltung der Lebensbedingungen der afrikanischen Völker verband.

Am Ende der Messe wurden anhand einer Power-Point-Präsentation, vorbereitet von Pater Rafael Armada und Pater Efrem Tresoldi, nicht weniger als 28 Mitbrüder gezeigt, die die Pfarrei von 1969, dem Beginn unserer Präsenz in Silverton, bis heute geleitet haben.

Anschließend ergriff der junge Weihbischof von Pretoria, Masilo John Selemela, das Wort und hob Combonis Engagement als Seelsorger hervor, der mitten unter den Menschen lebt und ihnen zuhört.

Schließlich durfte auch das Zeugnis von Gemeindemitgliedern nicht fehlen. Zwei Frauen erzählten mit Rührung, wie ihr Glaubensweg in ihren verschiedenen Lebensphasen von den Comboni-Missionaren begleitet und unterstützt wurde.

Der ereignisreiche Vormittag endete mit einem üppigen Mittagessen für die Teilnehmer, das Freiwillige der Pfarrgemeinde sorgfältig zubereitet hatten.

In den Diözesen Johannesburg, Durban und Witbank werden ähnliche Jubiläumsfeiern stattfinden.

Pater Efrem Tresoldi, mccj

TCHAD

Entführt und wieder freigelassen

Am Freitag, den 9. Februar, kurz vor Mittag, überfielen vier bewaffnete Männer das von der Caritas geleitete Saint-Michel-Krankenhaus in Dono Manga, Provinz Tandjilé, 400 Kilometer südöstlich der Hauptstadt N'Djaména, und entführten den Comboni-Bruder Dr. Carlos Salgado Ortiz und Dr. Aleksandra Kuligowska, eine polnische Freiwillige, die erst Mitte Dezember 2023 in Dono Manga angekommen war. Die wachhabenden Soldaten waren vorübergehend abwesend, weil sie sich zum Freitagsgebet in die nahe gelegene Moschee begeben hatten.

Die Polizei konnte die Entführten zum Glück bald befreien. Wir danken dem Herrn, dass der Bruder, die Freiwillige und alle, die dabei involviert waren, nicht zu Schaden gekommen sind. Wir bekunden unsere Solidarität mit dem Krankenhauspersonal, den Mitbrüdern und Schwestern der Delegation und den Familien von Dr. Carlos und den Freiwilligen. Wir beten, dass dieser Überfall ein Einzelfall bleibt und sich nie mehr wiederholt.

TOGO

Wichtige Treffen der Provinzen

Zwischen Januar und Februar fanden in der Provinz wichtige Treffen statt.

Das erste Treffen, vom 13. bis 20. Januar, unter der Leitung des Generalverwalters Pater Angelo Giorgetti, wurde im Scholastikat von Cape Coast (Ghana) abgehalten. Er führte die Scholastiker in den Gemeinsamen Fonds (FCT) ein, in die Vermögensverwaltung, in die Ökonomie und in die transparente Buchhaltung. Die Scholastiker folgten den Einführungen mit großem Interesse.

In der zweiten Woche, vom 22. bis zum 27. Januar, nahm P. Giorgetti zusammen mit dem Generalassistenten Pater Luigi Codianni an der Versammlung der Provinzverwalter des frankophonen Afrika in Lomé teil. Am ersten Tag beantwortete er Fragen der Verwalter und Fragen zum Gemeinsamen Fonds.

Das zweite Ereignis war die Provinzversammlung der Provinzoberen des frankophonen Afrika, die vom 29. bis 31. Januar in Lomé stattfand. Generalassistenten Pater Elias Sindjalim Essognimam vertrat die Generalleitung.

Das dritte Ereignis war die jährliche Provinzversammlung vom 5. bis 10. Februar. Das Hauptthema war unser Gemeinschaftsleben im Lichte des 19. Generalkapitels.

Der erste Tag wurde von Pater Jacques Agbesi, einem Jesuiten und beninischen Psychologen, geleitet. Er half uns, die brüderliche Zurechtweisung zu nutzen, um mögliche Konflikte in der Gemeinschaft zu vermeiden.

Am zweiten Tag berichteten die Hausoberen der 13 Gemeinschaften kurz über ihr Gemeinschafsleben im Lichte von Joh 15,5: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“, und beantworteten die Frage: Auf welche Weise fühlt sich jeder in seiner Gemeinschaft mit Jesus Christus und den Mitbrüdern in wahrer Nächstenliebe verbunden?

Am dritten Tag wurden die Berichte der verschiedenen Sekretariate vorgestellt. Als erster sprach der Provinzökonom. Dann folgte ein Austausch über folgende Themen: Verwendung der gemeinsamen Güter, Transparenz in der Buchhaltung, Wichtigkeit der finanziellen Selbständigkeit, Umgang mit sozialen Projekten und der Provinz, wie z.B. die Planung eines Zentrums für ältere Mitbrüder. Nachdem die ausländische Unterstützung nachlässt, werden solche Überlegungen immer wichtiger.

Bruder Pierre Ayih Teko Fafa, Provinzprokurator, hatte voriges Jahr eine Reise nach Europa unternommen, um Kontakte zu Wohltätern und humanitären Einrichtungen zu knüpfen. Er berichtete über seine Reise und die konkreten Ergebnisse für die Finanzen der Provinz. Es folgten dann die Berichte der Sekretariate der Mission und der Formation.

Am vierten Tag stellte der Provinzobere Pater Timothée Hounaké Kouassi seinen Provinzbericht vor. Anschließend gab es reichlich Raum für persönliche Interventionen, Fragen, Klarstellungen, Reaktionen und Kommentare.

Die Provinz feiert dieses Jahr den 60. Jahrestag der Ankunft der ersten acht Comboni-Missionare in Lomé/Togo (1964), Ghana und Benin den 50. Jahrestag (1974).

Diese Jubiläen sind eine gute Gelegenheit für missionarische und berufliche Initiativen. Die Frage ist mit welchen. Darüber wurde nach dem Bericht des Provinzoberen intensiv diskutiert.

Die Versammlung endete am 10. Februar mit einer Eucharistiefeier. Der Provinzobere dankte allen für ihre Teilnahme und Beiträge.

45 Mitbrüder nahmen an der Versammlung teil, einige waren verhindert. Es ist bemerkenswert, dass an den vier letzten Tagen der Versammlung vier 2023 geweihte Mitbrüder der Eucharistie vorgestanden sind.

Pater Sandro Cadei, mccj

WIR BETEN FÜR UNSERE VERSTORBENEN

DIE MUTTER

Clemenza, von Pater Ottorino Bonvini (BR).

DEN BRUDER

Dennis Edwin, von Pater David William Bohnsack (LP); Deo Byamugisa, von Pater John Mungereza (NAP).

DIE SCHWESTER

Sr. Nicella, von Pater Alois Weiss (PE).

DIE COMBONI-MISSIONSSCHESTERN

Sr. M. Luigina Marzinotto; Sr. M. Vittoria Cibien; Sr. Luisa Cecilia Suez Ibrahim Abdallah.

 

Übersetzung: Pater Alois Eder

Layout: Andrea Fuchs

Druck und Versand: Hannelore Schuster