P. Ayele wurde am 13. Juli 1955 in Woki, in der Nähe von Asmara (Eritrea), geboren. Er legte am 3. Mai 1978 die zeitlichen und am 3. Mai 1981 die ewigen Gelübde ab. Von 1979 bis 1982 studierte er Theologie in Kampala (Uganda). Am 16. Mai 1982 wurde er zum Priester geweiht. Von 1982 bis 1989 arbeitete er in Uganda unter den Langi; dann in der Provinz Äthiopien-Eritrea von 1989 bis 1998, um dann wieder nach Uganda zurückzukehren. Von 2004 bis 2011 war er wieder in Eritrea. Dann zog er wieder nach Uganda.
P. Ayele war ein geselliger Mensch. Er liebte es, unter Menschen und Mitbrüdern zu sein. Er war aufgeweckt und hatte einen großartigen Sinn für Humor, so dass sich die Leute bei ihm wohlfühlten. Er war großzügig und wohltätig gegenüber den Armen und Bedürftigen. Er hatte Führungsqualitäten und war voller Initiativen. Er war sehr intelligent, fähig, Menschen, besonders Jugendliche, zu organisieren und zu begeistern. Er hatte eine freundliche und einfache Art von Nonkonformismus.
Sowohl in Ngeta, in der Diözese Lira, als auch in Dongora, in der Diözese Hawassa, leitete er kompetent mehrere katechetische Zentren.
Er hatte journalistische Fähigkeiten, obwohl er nie einen entsprechenden Kurs belegt hatte. Für einige Jahre war er Redakteur der Zeitschrift Leadership und schrieb Artikel für Lobo Mewa. Er hatte den Mut, einige LRA-Führer und Diktatoren der Nachbarländer wegen Menschenrechtsverletzungen anzuprangern.
Zu Beginn der Covid-Pandemie hat er seine Mutter und in diesem Jahr seine Schwester verloren. Er hat schwer unter diesem Verlust gelitten, zumal er nicht an deren Beerdigung teilnehmen konnte.
Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod am 16. Dezember in Nairobi war ein großer Schock für uns alle.
Pater Tesfaghiorghis Haile, mccj