Monatsnachrichten der Comboni-Missionare vom Herzen Jesu

GENERALLEITUNG

ALLGEMEINE MITTEILUNGEN AUS DER 25.  Konsulta

(März-April)

Neuer Erzbischof von Gulu

Am 22. März 2024 ernannte der Heilige Vater unseren Mitbruder Mons. Raphael p'Mony Wokorach zum Metropolitan-Erzbischof von Gulu. Bischof Wokorach tritt die Nachfolge von Mons. John Baptist Odama an, der die Diözese seit 1999 geleitet hatte. Die Generalleitung und die Mitbrüder danken Bischof Odama für seinen langjährigen bischöflichen Dienst in der Diözese, die sehr eng mit unserer Missionsgeschichte verbunden ist. Wir versichern Erzbischof Wokorach und den Christen unser Gebet.

Arbeit von Kommissionen an zwei Kapitelsaufträgen

Lebensform

Die Kommission für die endgültige Fassung der Lebensform – dazu gehören Pater Fernando Domingues, Pater Victor Hugo Castillo Matarrita und Bruder Alberto Degan - traf sich vom 4. bis 8. März in Rom. Die Kommission verglich den Text der vom Kapitel genehmigten Änderungen mit den entsprechenden Protokollen und nahm eine erste grammatikalisch-sprachliche Überarbeitung vor. Anschließend hat sie alle vom Kapitel gebilligten terminologischen Änderungen vorgenommen (z.B. die Verwendung des Begriffs „Circoscrizione“ sowie die Ausdrücke „voto di consenso“ und „voto di parere“). Sie aktualisierte alle Anmerkungen, die sich auf die Briefe unseres Gründers beziehen, und ersetzte die Zitate aus den Büchern „Charta der Evangelisierung für Afrika“ und „Die Botschaft von Daniel Comboni“ durch solche aus den „Schriften“. Zudem gab sie Hinweise zur Aktualisierung und Bereicherung aller anderen Anmerkungen aus den jüngsten Verlautbarungen des Lehramtes und schlug einige neue vor. Am 8. März traf sich die Kommission mit dem Generalassistenten Pater Elias Sindjalim Essognimam, um die Arbeit vorzustellen und gemeinsam die nächsten Arbeitsschritte zu besprechen: die endgültige orthographische und grammatikalische Überarbeitung; die Auswahl präziser Zitate aus dem jüngsten Lehramt; die Überarbeitung und Auswahl von Zitaten aus den Schriften. Die Kommission wird sich vom 27. bis 29. Mai per Zoom wieder treffen. In dieser Sitzung wird der endgültige Text der Kommission erarbeitet werden, der dann vom externen Berater, Pater Fabio Baldan, überprüft werden wird. Es wird erwartet, dass die Kommission dem Generalrat bis spätestens Anfang September die endgültige Fassung der ‚neuen‘ Lebensform vorlegt. Zu diesem Zeitpunkt wird der Generalrat einen Kanonisten mit der Überprüfung der neuen Ausgabe beauftragen, bevor sie an das zuständige vatikanische Dikasterium zur Überprüfung weitergeleitet wird.

Verhaltenskodex

Die Mitglieder der Zentralkommission für den Verhaltenskodex, Pater Rafael González Ponce, Pater Jeremias dos Santos Martins und Pater Markus Lorenz Körber, trafen sich vom 4. bis 9. März 2024 in Rom, zum ersten Mal in Präsenz, während Pater Fidèle Katsan Fodagni auf elektronischem Weg aus Kinshasa zugeschaltet war. Am Dienstag, dem 5. März, wurde die Gruppe vom Generalrat empfangen, um Ideen, Erwartungen und Hinweise auf den Zeitplan und die zu leistende Arbeit auszutauschen. Die Kommission konzentrierte sich dann auf die Lektüre des aktuellen Textes, der am 10. Oktober 2019 in Kraft getreten war, und versuchte, ihn auf der Grundlage der jüngsten kirchlichen Dokumente zu aktualisieren, die da sind: (1) Motu proprio „Vos estis lux mundi“ vom 25. März 2023, (2) „Vademecum zum Umgang mit Missbrauchsfällen“ vom 5. Juni 2022 und (3) „Neues Buch VI des Codex des kanonischen Rechtes“ vom 1. Juni 2021. Die Kommission - die auf der Konsulta im Dezember 2023 gemäß dem Auftrag der Kapitelsdokumente Nr. 45.3 ernannt wurde – hat die Aufgabe, die aktuelle Fassung des Verhaltenskodex zu aktualisieren; einen „Leitfaden für den institutionellen Ansatz zum Schutz von Minderjährigen und schutzbedürftigen Erwachsenen“ auszuarbeiten; eine zusammenfassende Sicht über das praktische Vorgehen in den verschiedenen Missbrauchsfällen gemäß den neuen Normen vorzubereiten.

Auf der letzten Sitzung (9. März) legte die Gruppe in Anwesenheit des Generalvikars Pater David Costa Domingues den Termin für die nächste Sitzung (5. Juli 2024) fest, die online stattfinden wird.

Der Generalrat bittet alle, die Vorschläge und/oder Korrekturen zum Kodex, der derzeit überarbeitet wird, machen möchten, diese so schnell wie möglich an den Generalvikar zu schicken, der sie an die Kommission weiterleiten wird.

Comboni-Laien-Missionare

Die Comboni-Laienmissionare bereiten ihre VII. Generalversammlung vor, die vom 9. bis 15. Dezember 2024 in Maia (Portugal) stattfinden wird. Sie danken dem Provinzoberen von Portugal P. Fernando Domingues, der Provinz und der Gemeinschaft von Maia für die logistische Unterstützung und die gastfreundliche Aufnahme.

Dokumentation von Amtshandlungen und Verfahren mit kirchenrechtlichen Folgen

Der Generalrat erinnert alle Jurisdiktionsoberen an einige wichtige Punkte bezüglich der Dokumentation von Amtshandlungen im Allgemeinen und insbesondere von solchen mit kanonischen Folgen. Denn eine Handlung hat nur dann Gültigkeit, wenn sie ordnungsgemäß dokumentiert wird. Nur wörtliche Entscheidungen genügen nicht. Alle Handlungen - Erlaubnis, außerhalb der Gemeinschaft zu leben; Ermahnungen und andere Disziplinarmaßnahmen; Versetzungen in eine Gemeinschaft; Ernennungen, Zuweisung eines Amtes usw. - müssen immer schriftlich erfolgen. Darüber hinaus müssen Kopien dieser Dokumente ordnungsgemäß und sorgfältig in den Archiven der jeweiligen Provinz/Delegation aufbewahrt werden. Eine Kopie von Dokumenten, die kanonische Prozesse und Abwesenheiten betreffen, muss unverzüglich per E-Mail an den Generalvikar zur Information und Archivierung geschickt werden (Vgl. Vademecum des Provinzoberen - 2022, 137.2).

Migranten - menschliche Mobilität auf globaler Ebene

Der Generalrat begrüßte die Initiative der europäischen Provinzen, sich vom 27. Februar bis 2. März in Castel Volturno zu treffen, um die Migrantenpastoral in Europa als eine Priorität weiterzuentwickeln. Papst Franziskus betrachtet diese Pastoral als ein Zeichen der Zeit auf globaler Ebene und als eine Periferia esistenziale, die die Kirche im Aufbruch erreichen soll. Der Generalrat hofft, dass auch andere Kontinente solche Initiativen des Austauschs, der Reflexion und der Ausarbeitung von Leitlinien in die Wege leiten.

Reiseprogramm des Generalrates

P. Tesfaye Tadesse Gebresilasie

13. April - 14. Mai: kanonische Visitation

16. - 19. Mai: Italien - Verona, Arena di Pace

21. - 24. Mai: Italien - Rom, Versammlung der Generaloberen

P. David Costa Domingues

03. – 18. April: NAP: Provinzversammlung, Ausbildungsgemeinschaft und Erzdiözese Chicago

04. - 12. Mai: Mexiko, Treffen der Jurisdiktionsoberen

13. - 28. Mai: Kolumbien, kanonische Visitation

P. Elias Sindjalim Essognimam

10. – 19. April: Peru: Kontinentalversammlung der Ausbildung

21. April - 14. Mai: Togo/Ghana/Benin, kanonische Visitation

P. Luigi Fernando Codianni

08. - 16. April: Polen: Treffen der Provinzoberen Europas, Besuch

05. - 12. Mai: Kenia: Verwaltertreffen APDESAM.

16. - 19. Mai: Italien - Verona, Arena di Pace

25. - 30. Juni: Spanien - Madrid: Provinzversammlung

Br. Alberto Lamana Cónsola

29. April - 01. Mai: Italien - Verona, Treffen der Brüder von Europa

Nächste Konsulta

Die nächste Konsulta findet vom 03. bis 22. Juni 2024 statt.

Ewige Profess

Sch. Martin Jere (Z)

Lunzu (MZ)

09.02.2024

Priesterweihe

Dia. Atara Abebayehu Joseph (ET)

Haro Wato (ET)

16.03.2024

Werk des Erlösers

April     01 - 15 CN          16 - 30 EG

Mai       01 - 15 ET           16 - 31 I

Gebetsmeinungen

April – Dass die Missionare durch die Teilnahme am Ostergeheimnis Christi - dem Lebensgeheimnis, das stärker ist als der Tod - lernen, den alten Menschen abzulegen und die Gesinnung Christi anzuziehen, nämlich Zärtlichkeit, Güte, Demut, Sanftmut, Großmut und Nähe zu den Geringsten der Geschichte. Lasset uns beten.

Mai - Für die Opfer der vielen bewaffneten Konflikte in unseren Tagen, besonders für die betroffenen Kinder, Frauen und unschuldigen Familien. Möge der Herr des Friedens die Herzen derer berühren, die für solche Übel verantwortlich sind, und ihnen Einhalt gebieten. Lasset uns beten.

Liturgischer Kalender der Comboni-Familie

APRIL

25

Heiliger Pedro de San José de

Betancur, Ordensmann

PCA (Zentralamerika)

MAI

2

Heiliger Athanasius,

Bischof und Kirchenlehrer

Ägypten

27

Letzter Samstag im Monat: Heilige Jungfrau Maria, Unsere Liebe Frau vom Heiligsten Herzen

Gedächtnis

       

 

Veröffentlichungen

Igreja ministerial missionária, Nampula 2024, herausgegeben von der Kommission für Evangelisierung und Katechese der Erzdiözese Nampula. Es handelt sich, laut Information von Pater Davide de Guidi, um eine monatliche Ausbildungshilfe für die Katechisten der Diözese Nampula (Mosambik). Sie gilt für das ganze Jahr 2024. Die Noviziatsgemeinschaft von Nampula hat bei der Ausarbeitung mitgeholfen. Mit diesem Hilfsmittel wollte man die Vorschläge der 4. nationalen Pastoralversammlung, die im Mai 2023 in Nampula stattgefunden hatte, in die Tat umsetzen. Das Thema jener Versammlung war: „Reavivar o anuncio e o Testemunho da Palavra de Deus hoje“. In besonderer Weise sollten die Katechisten ins erste Thema, das auf der Versammlung vorgestellt wurde, eingeführt werden, nämlich: „Kirche im Aufbruch und ganz entschieden missionarisch sein“, unter Berücksichtigung der Leitlinien von Papst Franziskus.

Padre Tonino Falaguasta Nyabenda, mccj, Bibbia: una parola per noi. Breve introduzione alla Bibbia, Missionari Comboniani, Verona. Das Büchlein ist eine nützliche Hilfe beim Studium der Heiligen Schrift. „Jeder Christ“, schreibt Pater Eliseo Tacchella im Vorwort, „muss in das Lesen und die Betrachtung der Bibel eingeführt werden. Nur in dieser ‚Bibliothek‘ können wir Christus begegnen und den Weg zum Heil und zum Glück entdecken“.

Spezialisierungen

Pater Luis Enrique Ibarra Hernández, mccj, aus Mexiko, promovierte am 6. März 2024 an der Päpstlichen Lateranuniversität in Utroque Iure mit der Bestnote „Summa cum laude“. Seine Dissertation trägt den Titel: i diritti dei minori quale valore umano universale, tutelati e custoditi dalla Chiesa: punibilità del delitto di abuso contro la dignità del minore tra normativa canonica (cfr. 1398, §1-2) e statale messicana. In seiner Forschungsarbeit unterstreicht Pater Luis Enrique, ausgehend auch von seiner pastoralen Erfahrung, wie die Kirche und die jüngste kirchliche Gesetzgebung nach einem schmerzlichen Moment des Zögerns gehandelt haben, um dieses Thema mit Weisheit und Entschlossenheit anzugehen. Die Aufmerksamkeit der Kirche beschränkt sich im Übrigen nicht nur auf die Bestrafung von begangenen Verbrechen, sondern begleitet auch die Opfer auf ihrem Weg zur Heilung. Pater Luis Enrique hat sich in seiner Arbeit dafür entschieden, anhand einer konkreten Realität - der mexikanischen - eine systematische historische Analyse vorzunehmen, die eine aktuelle Betrachtung des Phänomens ermöglicht.

Pater Teddy Keyali Njaya, mccj, aus Kenia, verteidigte seine Masterarbeit an der Bundesuniversität von Roraima (Brasilien), Fachbereich Gesellschaft und Grenze - Vergleichende Studien zu den Kulturen Amazoniens. Der Titel der Arbeit lautete „Estudo do terricidio a partir dos saberes indígenas da etnoregião São Marcos em Roraima entre os anos 2000 a 2022“. Es handelt sich um eine hochkomplexe Studie über die Kultur der indigenen Macuxi-Völker im Amazonasgebiet. Die Studie analysiert die Reaktion der indigenen Völker auf die Herausforderungen der Zerstörung des Ökosystems (Terricide) aus der Perspektive der Erkenntnistheorie.

STUDIUM COMBONIANUM

Comboni überrascht immer wieder

Die Entdeckung eines neuen Briefes von Daniel Comboni, der am 15. Januar 1858 in der brescianischen Zeitung L'Alba veröffentlicht wurde, ist aus vielen Gründen außergewöhnlich, vor allem, weil er 166 Jahre lang der Comboni-Forschung unbekannt geblieben ist, obwohl es sein erster veröffentlichter Brief war, soweit wir wissen. Außergewöhnlich ist auch das Datum, an dem er geschrieben wurde. In den letzten 30 Jahren wurden mehrere unbekannte Briefe Combonis entdeckt (viele von ihnen wurden in der letzten Ausgabe des Archivio Comboniano, Jahrgang LIV, 2024, veröffentlicht), aber keiner aus der Zeit seiner ersten Missionserfahrung. Was diesen neuen Brief jedoch noch außergewöhnlicher macht, ist sein Adressat: Don Filippo Rovetta, Pfarrer von Limone sul Garda vom 3. Januar 1841 bis zum 18. September 1849.

Don Rovetta war also Pfarrer von Limone während der ersten „Verona-Periode“ von Comboni. Er war sein Pfarrer, als er in das Mazza-Institut eintrat, seine missionarische Berufung entdeckte, sein Bruder Virgilio starb und er schwor, sein Leben der afrikanischen Mission zu weihen, alles sehr wichtige Ereignisse in seinem Leben.

Die Comboni-Geschichtsschreibung hat den Beziehungen Combonis zu seiner Heimat und zu den Pfarrern von Limone stets Aufmerksamkeit geschenkt, da sie für die Entwicklung seiner Berufung von Bedeutung waren. In den uns bekannten Schriften erwähnt Comboni nur in einem Brief Pfarrer Rovetta, den er am 19. Oktober 1857 in Kairo an seinen Vater Luigi Comboni geschrieben hatte. In der kritischen Ausgabe dieses Briefes in der 3. Nummer des Archivio Comboniano gibt es keine weiteren Hinweise auf den Pfarrer.

Aus Combonis neuem Brief erfahren wir, dass seine Verbindung zu Don Filippo auch nach dessen Weggang von Limone weiterbestanden hat, dass sich die beiden häufig schrieben (Comboni erwähnte einen früheren Brief, den er seinem ehemaligen Pfarrer zwei Monate zuvor geschrieben hatte), und sich diese Beziehung auch auf Don Filippos Cousin ausgedehnt hatte, der Combonis Wohltäter wurde, obwohl er ihn persönlich nicht kannte.

KONGO

Besuch der Provinz Kongo

Vom 7. bis 17. März 2024 besuchten Pater Tesfaye Tadesse und Pater Luigi Codianni die Provinz Kongo. Während der zehn Tage haben sie alle Mitbruder und die Gemeinschaften der Gebiete von Kisangani und Kinshasa getroffen und besucht und deren Arbeiten besichtigt. Sie nahmen auch an einem Teil der Provinzratssitzung teil.

Fünf Monate vorher hatte Pater Elias Sindjalim, Generalassistent für das frankophone Afrika, die Provinz besucht, um die Mitbrüder bei der Wahl des Provinzoberen zu begleiten.

Pater Tesfaye und Pater Codianni dankten den Mitbrüdern für ihr missionarisches Zeugnis und ihre aufopferungsvolle Arbeit in der Evangelisierung, der Ausbildung, der missionarischen Bewusstseinsbildung und der Bewahrung der Schöpfung... trotz der schwierigen personellen und wirtschaftlichen Situation, in der sich die Provinz befindet.

Als eine der größten Herausforderungen nannten die Mitbrüder die übermäßige „Nationalisierung“ der Provinz (82 Kongolesen unter den 105 Mitgliedern) und Schwierigkeiten bei der Leitung der Provinz. Der Generalobere versprach, sein Möglichstes tun zu wollen, um die Provinz mehr zu internationalisieren. Er fügte jedoch hinzu: „Die hohe Zahl an kongolesischen Mitbrüdern sollte nicht als Problem empfunden werden. Die multiethnische Wirklichkeit soll als wahrer Segen begrüßt werden. Es liegt an euch, damit gut umzugehen, alle offen aufzunehmen und mit allen zusammenzuarbeiten, unabhängig von der nationalen oder ethnischen Herkunft“.

Pater Tesfaye forderte die Mitbrüder dann auf, ihr geistliches und gemeinschaftliches Leben zu vertiefen, sich zu öffnen und bei Schwierigkeiten Unterstützung zu suchen, um mit Freude der Missionsarbeit nachgehen zu können.

Die Provinz Kongo (DR Kongo), die in diesem Jahr die 60-jährige Präsenz der Comboni-Missionare feiert, ist die zweitgrößte des Instituts, was die Zahl der radikalen Mitglieder angeht (132; die zweitgrößte nach Italien). Sie besteht aus zwölf Gemeinschaften, in zum Teil in sehr abgelegenen Gebieten.

Pater Tesfaye räumte ein, dass zehn Tage nicht ausreichten, die Realität der Provinz richtig kennenzulernen. Er versprach daher, einen längeren Besuch zu planen, um alle Gemeinschaften, auch die weitentlegenen in der Savanne, besuchen zu können.

Die Mitbrüder dankten Pater Tesfaye und Pater Codianni herzlich für ihr Interesse an der Provinz und für die ermutigenden Worte.

ÄGYPTEN-SUDAN

Sakakini: 25 Jahre Pfadfinder

Am 8. März feierte die Pfadfindergruppe „Abu el-Houl“ ihr 25-jähriges Bestehen. Hunderte von Sympathisanten nahmen an der Feier teil, die anhand von Fotos und persönlichen Zeugnissen die Geschichte der Gruppe schilderte, die von Pater Cosimo Spadavecchia aufgebaut wurde, der sie 1999 nach Sakakini eingeladen hatte. Die Pfadfindergruppe fördert den Dialog zwischen jungen Ägyptern, Sudanesen und Südsudanesen in einem kritischen Augenblick der Geschichte, denn die Präsenz von mindestens einer halben Million Flüchtlingen aus dem Sudan wird von der Mehrheit der ägyptischen Gesellschaft nicht ohne weiteres begrüßt. Die Gruppe hat auch das Verdienst, Christen und Muslime zusammenzubringen, und so den Dialog im Leben und Handeln zu praktizieren. Besonders rührend war das Zeugnis einiger Eltern, die persönlich den Verantwortlichen der Pfadfinder für ihre erzieherische Rolle dankten. Die Feier wurde durch Lieder, Tänze, Aufführungen und eine Tombola aufgelockert.

Omdurman: Anzeichen einer Rückkehr zur Normalität

Im vergangenen Monat wurde berichtet, dass sich der Alltag in der Stadt Omdurman teilweise wieder normalisiert hat. Während die Lage in Khartum nach wie vor angespannt ist und es sogar in Nord-Khartum zu heftigen Zusammenstößen gekommen sein soll, gibt es Berichte über die Wiedereröffnung von Banken und die Wiederaufnahme des Marktbetriebs in Omdurman. Das Unterrichtsministerium hat zudem mitgeteilt, dass die Schüler der Sekundarstufe, die im vergangenen Jahr nicht zu Prüfungen antreten konnten, diese bald ablegen werden. Diese Nachricht kommt zur Zeit des Ramadan, der seit jeher als eine Zeit des Friedens gilt, in der die Konflikte ruhen. Wir beten weiter für die Rückkehr des Friedens und für unsere Rückkehr nach Khartum und Omdurman am Jahresende, in sha Allah.

ÄTHIOPIEN

Priesterweihe von Pater Abebayehu Tefera Atara

Die katholische Gemeinde von Haro Wato im Apostolischen Vikariat Hawassa (Südäthiopien) hat dem Comboni-Institut ihren ersten Priester geschenkt. Der Diakon Abebayehu Tefera Atara wurde am 16. März 2024 in der Pfarrei Haro Wato zum Priester geweiht. Bischof Seyoum Fransua, Apostolischer Vikar von Hosanna, stand der Eucharistiefeier vor und spendete die Priesterweihe in der Guji-Sprache.

Eine große Menschenmenge trotzte der starken Sonne und versammelte sich auf dem Fußballplatz der Mission, um im Schatten der nahen Bäume der ersten Priesterweihe in der Gemeinde beizuwohnen. Die Feier dauerte über drei Stunden.

Zwei Dutzend Priester konzelebrierten, darunter Comboni-Missionare, Mitglieder des Ortsklerus und der Missionsinstitute. Ebenfalls anwesend waren zahlreiche Comboni-Schwestern und Schwestern von anderen Kongregationen. Der große Pfarrchor sorgte für eine feierliche Stimmung und belebte jeden Augenblick.

In seiner Predigt würdigte Bischof Seyoum die Arbeit der Comboni-Missionare in den vergangenen 29 Jahren in Haro Wato. Er fügte hinzu: „Die Weihe von Abebayehu ist eine der ersten Früchte dieser Missionsarbeit.“ Tiefe Freude und lang anhaltender Jubel begleiteten den Ritus der „Übergabe“ von Abebayehu durch seine Eltern Tefera und Alemitu Gedeccho, die ihn zum Altar führten.

Am Ende der Eucharistiefeier dankte Pater Asfaha Yohannes, Provinzoberer von Äthiopien, allen Anwesenden und gab bekannt, dass der Neugeweihte bald zu seinem ersten Missionseinsatz nach Mosambik ausreisen werde. Die Feier endete mit einem Essen für alle.

Pater Abebayehu ist 36 Jahre alt. Er ist der Älteste von neun Geschwistern: sechs Buben und drei Mädchen. Er hat sein Noviziat in Namugongo (Uganda) absolviert und seine theologische Ausbildung in Nairobi (Kenia) abgeschlossen. Nach seiner Diakonatsweihe am 28. August 2023 wirkte er in seiner Heimatgemeinde als Diakon.

Pater Abebayehu sagte: „Priester zu sein ist eine heilige und komplexe Berufung, die ein starkes soziales Verantwortungsbewusstsein, ein ständiges Engagement für die eigene spirituelle Entwicklung und die uneingeschränkte Bereitschaft erfordert, Liebe und Mitgefühl ohne Vorbehalt zu schenken.“

Bruder Desu Yisrashe, Beauftragter der Berufungspastoral in der Provinz, hatte die erste Priesterweihe in Haro Wato eine Woche lang vorbereitet.

Pater José Vieira, mccj

Provinzversammlung

Vom 26. bis 29. März versammelten sich die in Äthiopien tätigen Comboni-Missionare in Hawassa zu ihrer jährlichen Versammlung. Achtzehn Mitbrüder aus acht Gemeinschaften nahmen daran teil. Anhand vom „Sechs-Jahres-Plan“ (2022-2028), der Leitlinien und den Zeitvorgaben für die Umsetzung nahmen die Teilnehmer acht Beschlüsse an, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen.

Die von der Versammlung angenommenen Beschlüsse betreffen das Comboni-Jugendzentrum in Hawassa, den Einsatz im Bildungsbereich, die Renovierung und Sanierung des Provinzhauses in Addis Abeba, die finanzielle Nachhaltigkeit, eine stärkere Präsenz der Provinz in der digitalen Welt, die Zusammenarbeit mit der Comboni-Familie, die Liturgien bei der Ablegung der ewigen Gelübde, bei den Priesterweihen sowie in der Weiterbildung.

Pater Nicolino Di Iorio berichtete im Namen des Apostolischen Administrators des Vikariats Hawassa, Pater Juan Núñez, der an der Vollversammlung der Bischofskonferenz teilnahm, über die Situation der katholischen Kirche unter den ethnischen Gruppen der Sidama, Guji, Borana und Amara sowie über andere das Vikariat betreffende Fragen.

Schwester Weynshet Tadesse Haile, Verantwortliche der Comboni-Missionsschwestern (CMS) in Äthiopien, stellte den Prozess der Neugestaltung der Provinzen ihres Instituts und die Situation der CMS im Land vor. Sie sprach auch über die Zusammenarbeit mit den Comboni-Missionaren in den Bereichen Weiterbildung, missionarischer Bewusstseinsbildung und Berufungspastoral.

Am 28. März endeten die Arbeiten mit einem „geselligen Abend“, zu dem auch die Comboni-Schwestern der Gemeinschaft von Hawassa eingeladen worden waren. Pater Asfaha Yohannes Weldeghiorghis, Provinzoberer, stand der Abschlussmesse vor.

EUROPA

Treffen der Medienbeauftragten Europas

Vom 26. bis 29. Februar 2024 trafen sich die Medienbeauftragten der Jurisdiktionsbereiche Europas in Sunningdale. Zwei wichtige Punkte standen auf der Tagesordnung: der Austausch über die neuesten Nachrichten aus unserem europäischen Medienbereich und Vorschläge für ein europäisches Medienzentrum, die den Provinzoberen Europas, die sich vom 8. bis 13. April in Portugal treffen werden, vorgelegt werden sollen.

Am Vormittag des 27. Februar berichteten die Redakteure der einzelnen Provinzen über die Neuigkeiten der verschiedenen Redaktionen: Verona (Italien), Madrid (Spanien), London (Londoner Provinz), Deutschsprachige Provinz (DSP) und Generalat (Rom).

Laut einiger Teilnehmer ist es dringend notwendig, die Verwendung von Fotos durch unsere Zeitschriften und Websites klar zu regeln, um Urheberrechtsverletzungen und Geldbußen oder Strafen zu vermeiden. Es wurde darauf hingewiesen, dass sich das Bewusstsein für diese Problematik in den letzten Jahren verdoppelt hat und daher auch wir vorsichtiger umgehen müssen. In diesem Zusammenhang wurde auf den im MCCJ-Bulletin Nr. 290, Januar 2022, S. 57-60, veröffentlichten Artikel „Legal Considerations on the Use and Publication of Images“ (Rechtliche Erwägungen zur Verwendung und Veröffentlichung von Bildern) hingewiesen, der den Medienbeauftragten hilfreich sein kann.

Es wurde auch erwähnt, dass wir seit Jahren über die Notwendigkeit sprechen, ein digitales Fotoarchiv - mit exklusivem Copyright der Comboni-Missionare - einzurichten, das allen unseren Redaktionen zugänglich ist. Eine gemeinsame Fotothek für alle unsere Medien - möglicherweise auch unter Einbeziehung der Generalleitung – sollte zum Europäischen Medienzentrum gehören.

Es wurde auch auf die Schwierigkeit hingewiesen, Personen - Mitbrüder und Laien – als Mitarbeiter zu finden, die regelmäßig aus den Provinzen und Ländern, in denen wir präsent sind, Berichte schicken.

Was die sinkende Auflage unserer Zeitschriften betrifft, so wurde festgestellt, dass der Rückgang der Printmedien physiologisch und Teil eines breiteren Prozesses der Leseunlust ist, der über die Grenzen des Verlagswesens hinausgeht. Dennoch war man sich einig, dass die Situation verbessert werden kann.

Außerdem hat das Generalsekretariat der Mission in Vorbereitung auf die Versammlung der missionarischen Bewusstseinsbildung, die vom 22. bis 26. April 2024 in Rom stattfinden wird, einen Fragebogen an die Teilnehmer verschickt. Die Antworten sollen dazu dienen, einen Überblick über die Comboni-Mission unter dem Gesichtspunkt der missionarischen Bewusstseinsbildung, einschließlich der Medien, zu erstellen. Ein zweiter Text, der den Teilnehmern vorgeschlagen wurde, ist die Studie „Der Gesundheitszustand der Kommunikation der Comboni-Missionare“, die im MCCJ-Bulletin Nr. 293, Oktober 2022, S. 20-36, erschienen ist.

Pater Carmine Curci gab einen historischen Rückblick auf den zurückgelegten Weg des Europäischen Medienzentrums, über das erstmals 2012 auf der Europäischen Versammlung für missionarische Bewusstseinsbildung in Pesaro (Italien) gesprochen wurde.

Am Mittwoch, dem 28. Februar, wurde das Hauptthema behandelt: das Europäische Medienzentrum. Dabei wurden verschiedene Ziele besprochen: die praktische Ausbildung im Journalismus von Mitbrüdern, die Vernetzung, der Austausch von Material zwischen unseren Medien und die Nachhaltigkeit der verschiedenen Initiativen.

Das erarbeitete Dokument ist die Synthese von mehreren Vorschlägen, das den europäischen Provinzoberen vorgelegt werden wird. Es wurde von den anwesenden Redakteuren unterzeichnet und schlägt folgenden Namen für das Zentrum vor: Comboni European Media Centre (CEMEC), mit Sitz in Dawson Place (London). Die versammelten Mitbrüder baten um einen Termin für die offizielle Eröffnung des CEMEC und um die offizielle Ernennung seines Direktors.

Der Tag endete mit einer positiven Bewertung des Treffens. Die Teilnehmer freuten sich, dass der Wille, zu einem konkreten Vorschlag zu kommen, über die Meinungsverschiedenheiten gesiegt hatte. Mit dem Gebet der Laudes und der Feier der heiligen Messe endete am Morgen des 29. Februar das Treffen.

Am Treffen teilgenommen haben Br. Tomasz Basiński, Medienbeauftragter der Jurisdiktionsbereiche Europas; P. Rubén Padilla Rocha, Provinzial der London Provinz (27./28. Februar); P. Enrique Bayo, Direktor von Mundo Negro (Spanien); P. Giuseppe Cavallini, Direktor von Nigrizia (Italien); Herr Brando Ricci, Redakteur von Nigrizia (Italien); P. Günther Hofmann, Vertreter der deutschsprachigen Provinz (DSP); P. John Downey, Vertreter der London Provinz (Comboni Mission); P. Carmine Curci, Vertreter der London Provinz (Southworld und LP-Websites); P. Arlindo Pinto, Vertreter der Generalleitung (Kommunikationsbüro). Abwesend waren (begründet): der Vertreter aus Portugal (Redaktion Além-Mar) und aus Polen (Misjonarze Kombonianie).

Verwaltertagung der europäischen Provinzen

Das Verwaltertreffen der europäischen Provinzen fand vom 19. bis zum 23. Februar 2024 in Madrid statt. Die Veranstaltung war Teil einer Reihe von Treffen, die auf allen Kontinenten nach dem Generalkapitel 2022 stattfinden.

Die Teilnehmer zeigten zunächst auf, wie die in den Kapitelsdokumenten enthaltenen Hinweise für den Wirtschaftsbereich von den verschiedenen Provinzen aufgegriffen und als Entscheidungen und Richtlinien in die Sechsjahrespläne, die gerade erst erstellt wurden, eingearbeitet wurden. Besonderes Augenmerk wurde der Nachhaltigkeit geschenkt.

Besonders aktuell ist in den europäischen Provinzen die Pflege der älteren, nicht mehr selbständigen und/oder kranken Mitbrüder.

Die Debatte und der Meinungsaustausch über diese Anliegen beschränkten sich nicht nur auf den europäischen Kontinent, sondern erstreckten sich auf das gesamte Institut. Auch die Notwendigkeit, einen „Nachhaltigkeitsfonds“ und einen „Seniorenfonds“ einzurichten, wurde besprochen.

Weitere Themen waren: die wirtschaftliche Lage des Instituts insgesamt; die Ausarbeitung der Rechenschaftsberichte; der Verhaltenskodex, die wirtschaftlichen Missbräuche und deren Verhütung mit entsprechendem Erfahrungsaustausch; die Arbeit der einzelnen Verwalter sowie die kontinentale Zusammenarbeit.

Während des Tagung wurde eines deutlich: Die Verwalter des „alten Kontinents“ fühlen sich stark dafür verantwortlich, das in diesem Bereich erworbene Wissen an die neuen Generationen weiterzugeben. Sie halten es für äußerst wichtig, diesen für das Leben des Instituts so wesentlichen Bereich in unser Ausbildungsprogramm aufzunehmen, die neuen Mitarbeiter zu begleiten und sie schrittweise in die Praxis des täglichen Lebens einzuführen.

ITALIEN

Versammlung: Migranten und JPIC-Kommissionen Europas

Die Versammlung der Kommissionen Migrantes und GFBS Europas ging am 2. März 2024 in Castel Volturno, Provinz Caserta, zu Ende. Etwa dreißig Teilnehmer der Comboni-Familie vertieften sich vier Tage lang, vom 28. Februar bis 2. März, in den Alltag von Castel Volturno, wo die Comboni-Missionare seit fast dreißig Jahren präsent sind, um unsere Migrantenbrüder und -schwestern zu begleiten.

Während der Versammlung herrschte eine gute, geschwisterliche Atmosphäre, so dass die globalen Herausforderungen der Migration erörtert werden konnten, die eng mit den Hauptfaktoren der weltweiten Instabilität, wie dem Klimawandel, den planetarischen Ungleichheiten und den Konflikten, verknüpft sind. Einige Redner boten Interpretationsschlüssel, um die Komplexität der menschlichen Mobilität zu verstehen.

Lorenzo Prencipe, Präsident des Centro Studi sulle Migrazioni dei Missionari Scalabriniani, präsentierte einen interessanten historischen Exkurs über Migrationen und den Einsatz der Kirche gemäß dem neuen Paradigma von Papst Franziskus, sich mit dem „Zeichen der Zeit“ der Migrationen auseinanderzusetzen. Hillary Sedu, eine afro-italienische Anwältin vom Amtsgericht Neapel, erläuterte die rechtlichen Aspekte und die Ablehnungskultur und das Misstrauen gegenüber Migranten, die das Zusammenleben im Ankunftsland so oft behindern. Der Mitbruder Pater Giulio Albanese stellte den weiten Horizont des Zusammenhangs zwischen Konflikten und Migrationen im europäischen Kontext dar, mit besonderem Augenmerk auf die Beziehungen zum afrikanischen Kontinent. Er moderierte am Donnerstagabend, 29. Februar, in Capua die Konferenz mit dem Titel „Europa, wohin gehst du?“ in Anwesenheit des Bischofs von Palermo, Corrado Lorefice, von Pater Alex Zanotelli und Filippo Miraglia, Koordinator del Tavolo Immigrazione e Asilo.

Der Oscar-nominierte Film Io Capitano von Matteo Garrone, der am Mittwochabend, dem 29. Februar, gezeigt wurde, ermöglichte es der Versammlung und dem Publikum, den legitimen Traum so vieler junger Menschen, die ihr Land verlassen, zu verstehen und zu würdigen, aber auch die immensen Hindernisse und Barrieren zu sehen, die ihren Weg entlang der Wüste Sahara und des Mittelmeers bedrohen.

Die Versammlung wurde von sehr eindringlichen Zeugnissen begleitet, die das Gewissen erschütterten. Luca Casarini, von der NGO Mediterranea Saving Humans, erzählte von seinem Aufruf, seinem inneren Schrei „Wir müssen aufs Meer hinausfahren, um Leben zu retten!“ Am Freitag, dem 1. März, lauschten wir während der Via Crucis dei Popoli mit den Migrantengemeinschaften mit Ergriffenheit der Stimme von Appiah Kwasi, einem jungen ghanaischen Kulturvermittler unserer Black & White Association, der von seiner Reise durch die Wüste erzählte, sowie den Worten von Joy Owen, einem jungen nigerianischen Opfer des Menschenhandels, und von Mariangela, einem jungen ukrainischen Mädchen in Italien.

Jetzt wird der Ball an uns als Comboni-Familie weitergegeben. Es geht nun darum, die Herausforderungen, die wir angehört haben, die erhaltenen Informationen und die Vorschläge in konkrete Aktionen und Zeichen umzusetzen, die den Traum Jesu, den Luca Casarini so gut illustriert hat, vom „Abbau der Grenzen“ wieder aufleben lassen, um einer Menschheit ohne Schranken neuen Schwung zu geben.

P. Filippo Ivardi Ganapini, mccj

Eine Ausstellung, zwei Kreuzwege und eine Tagung in Erinnerung an Pater Ezechiele Ramin

„Das Leben ist schön, und ich bin glücklich, es hinzugeben“, schrieb P. Ezechiele Ramin, heute ein Diener Gottes, in einem seiner Briefe. Er wurde am 24. Juli 1985 in Amazonien ermordet, weil er sich für die Rechte der Surui-Indianer und landlosen Bauern eingesetzt hatte.

Wenige Tage vor dem 32. Gedächtnistag der Märtyrer-Missionare (24. März 2024) wurden in den Diözesen Rom und Porto-Santa Rufina zahlreiche Veranstaltungen organisiert, um des Mitbruders P. Ezechiele, genannt Lele, und all jener zu gedenken, die in der Mission als Märtyrer für das gemeinsame Haus gestorben sind.

Der Missionskreuzweg „Märtyrer der Erde“ begann am Freitag, den 15. März, in verschiedenen Sprachen und fand im Laudato Si'-Garten der Barmherzigen Schwestern von St. Jeanne Antida Thouret (auf dem Aventin in Rom) statt. Die Initiative wurde unterstützt von den Kommissionen der Generaloberen und für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, dem Büro für missionarische Zusammenarbeit zwischen den Kirchen der Diözese Rom, Terra e Missione und der Laudato Si'-Bewegung. Bei jeder Kreuzwegstation wurde eines lateinamerikanischen Märtyrers gedacht und an ein in Amazonien an Menschen als auch an der Umwelt verübtes Unrecht erinnert, wie z.B. die Abholzung der Wälder und die Ausbeutung des Erdöls.

Bei dieser Gelegenheit wurde in Anwesenheit der beiden Exekutiv-Ko-Sekretäre der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Generaloberen und Generaloberinnen, Sr. Maamalifar M. Poreku und Pater Roy Thomas, die Ausstellung „Passione Amazzonia“ mit Zeichnungen des Missionars eröffnet, die von Terra e Missione, der Familie Ramin und der Comboni-Familie vorbereitet worden war. Auf zwölf Tafeln wurden abwechselnd Bilder der Passion Christi und Szenen aus dem Leben der Amazonasvölker gezeigt. Es war eine Einladung, sich in dieser menschlichen Schwäche zu erkennen und mit Jesus zum Kalvarienberg aufzusteigen, ausgehend von der Realität der indigenen Völker, dargestellt mit den Augen von Pater Ezechiele.

Die Ausstellung wurde dann in die Diözese Porto-Santa Rufina gebracht, wo am Freitag, den 22. März, um 19.30 Uhr der Kreuzweg „Märtyrer der Erde“ im Laudato Si'-Garten der römischen Pfarrei Mariä Geburt gebetet wurde. An der von der Diözese in Zusammenarbeit mit Terra e Missione, der Laudato Si'-Bewegung und den Comboni-Missionaren organisierten Gebetsstunde nahmen die Brüder von Ezechiele Ramin und Sr. Giovanna Dugo, sfma, teil, an die Pater Lele während seiner Missionsjahre in Amazonien mehrere Briefe geschrieben hatte. Pater Federico Tartaglia, der Leiter des Missionszentrums Porto-Santa Rufina, gestaltete die Feier.

Am Samstag, den 23. März, fand von 9.00 bis 13.00 Uhr in der Päpstlichen Fakultät für Bildung „Auxilium“ die Konferenz „Hüter des Gartens2 statt, die sich mit dem Thema „Märtyrer der Umweltgerechtigkeit und der Ausbeutung der Ressourcen“ befasste. An der Konferenz nahmen teil Mons. Gianrico Ruzza, Bischof der Diözesen Porto-Santa Rufina und Civitavecchia-Tarquinia; Sr. Piera Ruffinatto, vom Institut der Töchter Marias, der Helferin der Christen (fma), Dekanin der Fakultät „Auxilium“; Pater Adelson Araújo dos Santos, sj, Theologe und Professor für Spiritualität an der Päpstlichen Universität Gregoriana; Pater Giulio Albanese, mccj, Leiter des Büros für soziale Kommunikation und des Missionsbüros der Diözese Rom; die Journalisten Gianni Beretta, Lucia Capuzzi und Toni Mira; die Brüder von Ezechiele Ramin. Die Teilnahme an dem Treffen, das von der Caritas von Rom und dem Kulturverein Greenaccord gefördert wurde, ermöglichte es den Journalisten, vier Credits für ihre berufliche Weiterbildung zu erwerben.

Familientreffen der Comboni-Missionare von Padua

Am Sonntag, den 10. März 2024, fand in Padua der jährliche Familientag der Comboni-Missionare aus dem größten Teil der Region Veneto statt. Unter den Teilnehmern herrschte große Zufriedenheit über die geschwisterliche Begegnung und über die Inhalte und Überlegungen. Pater Fabio Baldan, Provinzial von Italien, nahm am Treffen teil.

Unter den Teilnehmern befanden sich Familienmitglieder von 25 Mitbrüdern, von denen die meisten noch in Afrika als Missionare wirken. Sie erzählten von ihren Söhnen und Brüdern in der Mission. Manche berichteten von schwierigen und sogar gefährlichen Erlebnissen aufgrund der politischen Situation in einigen afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern.

Drei Mütter - von Pater Diego Dalle Carbonare, Pater Lorenzo Baccin und Pater Alessandro Bedin - erzählten von ihren Kindern im Sudan, wo seit einem Jahr ein absurder Krieg geführt wird, für den es im Moment keinen Schimmer einer friedlichen Lösung gibt. Sie begleiten ihre Söhne mit Sorge, sind aber gleichzeitig auch stolz auf sie und bewundern ihren Mut und den Einsatz ihres Lebens zum Wohl des leidenden Volkes.

Mit tiefer Ergriffenheit sprachen die Brüder und Schwestern von Pater Roberto Ardini und von den Patres Lorenzo, Elio und Vittorio Farronato, die im Kongo arbeiten. Kongo ist ein reiches Land, wird aber von den westlichen Industriestaaten ausgebeutet, die Tod und Elend hinterlassen.

Voller Zuversicht und Hoffnung berichteten die Eltern von Bischof Christian Carlassare über die Arbeit ihres Sohnes im Südsudan und über sein Bemühen, gemeinsam mit seinem Volk, um echte Versöhnung und dauerhaften Frieden. „Jene verwundeten Beine gehen immer noch, stärker als zuvor, um Frieden zu schaffen“.

Im Beisein von Verwandten sprach auch Pater Gino Pastore mit großer Betroffenheit über die schwierige, komplizierte und traurige Situation in Mosambik. Die Verwandten von Pater Lino Morosinotto forderten alle auf, Uganda nicht zu vergessen, wo Pater Lino bereits jahrzehntelang lebt und arbeitet.

Die Mission von Ecuador „war vertreten“ durch die Familien vom Provinzoberen Pater Ottorino Poletto (der auch bei der Feier anwesend war), von Pater Stefano Zuin und von Bruder Umberto Martinuzzo, der sich für kurze Zeit in Italien aufhielt.

Unter den Teilnehmern waren auch Verwandte von Pater Daniele Zarantonello (Kolumbien), die Mutter von Bruder Simone Bauce (Brasilien) und von Pater Vittorio Moretto (Mexiko). Frau Gabriella erinnerte an ihren Bruder Pater Giuseppe Santi, der 1979 in Uganda ermordet wurde. Ihre Worte bewegten die Gemüter aller Anwesenden.

Anwesend waren auch Angehörige von sechs Mitbrüdern, die jetzt in Italien leben und arbeiten: Pater Vittorio Barin, Pater Girolamo Miante, Pater Vincenzo Todesco, Pater Franco Noventa, Pater Giorgio Padovan und Pater Fabio Baldan (der sich freute, seine Mutter bei der Feier zu treffen).

Pater Fabio war der Ehrengast und gab den Gästen einen Überblick über das Comboni-Institut in der Welt und hob den großen Wandel hervor, der sich aufgrund der Herkunft der Mitglieder vollzieht. Die Zahl der italienischen Comboni-Missionare nimmt ständig ab, der afrikanischen hingegen, die den jungen Teil des Instituts bilden, nimmt zu. Auch der Einsatz der kleineren und zunehmend älteren Gruppe der europäischen Comboni-Missionare ändert sich. Sogar die Strukturen müssen geändert werden: einige Häuser werden verkauft, andere gemeinsam genutzt werden, indem einige Räume für Menschen in Wohnungsnot, sowohl aus Italien als auch aus anderen Ländern, zur Verfügung gestellt werden.

Eine große Veränderung steht auch für das Comboni-Haus und die Gemeinschaft in Padua an. Der von den Mitbrüdern bewohnte Teil wird reduziert und in die frei gewordenen Räume werden Universitätsstudenten einziehen.

Die Rede von Pater Fabio wurde wegen der vielen präzisen Informationen von den Zuhörern sehr gut aufgenommen.

Der Tag wurde mit einer Eucharistiefeier und einem brüderlichen Beisammensein fortgesetzt. Der Kommentar vieler Familienmitglieder war: „Wir fühlen uns hier zu Hause. Wir nehmen sehr gerne an dieser Feier teil.“

Pater Gaetano Montresor, mccj

Verona: Reliquienübergabe

Am 27. März, dem 32. Todestag des seligen Giuseppe Ambrosoli, wurde eine Knochenreliquie in der Comboni-Kapelle des Mutterhauses in Verona im Beisein aller Mitbrüder der Gemeinschaft, einiger Comboni-Schwestern und Comboni-Laien sowie einer großen Gruppe von Freunden deponiert. Der Ritus der Übertragung der kostbaren Reliquie begann mit einer Prozession von der Kapelle Buon Pastore (im ersten Stock) zur historischen Comboni-Kapelle, in der sich die Urne mit einigen Knochenresten des Gründers befindet. Pater Eliseo Tacchella stand der Eucharistiefeier vor, und Pater Tonino Falaguasta erläuterte in seiner Predigt das missionarische, geistliche und berufliche Zeugnis des seligen Arztes aus Kalongo (Uganda). Nach der Kommunion tauschten einige Mitbrüder und einige Comboni-Schwestern Erinnerungen an den seligen Josef aus.

Nach dem Schlusssegen legte Pater Eliseo die Reliquie in die Urne, die auf einer Säule im Presbyterium aufbewahrt wird. Während der Feier wurde die Hoffnung ausgesprochen, dass noch mehr Säulen in Zukunft Reliquien neuer Seliger und Heiliger der Comboni-Familie aufnehmen können und diese Kapelle immer mehr zu einem „Combonianischen Heiligtum“ wird.

Pater Romeo Ballan, mccj

MOsAMBIk

Weitere Terroranschläge im Norden des Landes

Wegen der erneuten Terroranschläge in der Grenzregion der Provinzen Nampula und Cabo Delgado haben seit dem 20. Februar Tausende von Menschen in der südlichen Region von Cabo Delgado ihre Häuser verlassen und sich zu Fuß auf die Suche nach einem sicheren Ort aufgemacht. Die Städte Chiúre (südlich von Cabo Delgado) und Namapa (nördlich von Nampula) haben die größte Zahl von Flüchtlingen aufgenommen. „In weniger als vier Tagen sind 33.000 Vertriebene in Namapa angekommen. Davon sind mehr als 20.000 unter 14 Jahre alt. Viele sind unterernährt, erschöpft und krank“.

Die Karmelitinnen und die Comboni-Missionare Pater Benjamin Avoga und Pater Gino Pastore unterstützen über das Ernährungszentrum täglich über hundert Mütter und Kinder.

Die Diözesancaritas von Nacala und die in der Region tätigen Ordensinstitute appellierten an die Solidarität aller Pfarreien und Institute und baten, das „Fastenopfer“ für diesen Zweck verwenden zu dürfen, um mehr Vertriebenen, insbesondere Kindern, helfen zu können.

Lokalen Medienberichten zufolge haben in den letzten Tagen verschiedene bewaffnete Gruppen, die seit 2017 in Cabo Delgado wüten, mehrere Ortschaften im Bezirk Quissanga, der etwa 100 Kilometer von der Stadt Pemba, der Hauptstadt der Provinz Cabo Delgado, entfernt liegt, und die Insel Quirimba, die größte des Quirimba-Archipels, vor der mosambikanischen Küste im Indischen Ozean, angegriffen und besetzt. Die drei nördlichen Provinzen Mosambiks - Nampula, Niassa und Cabo Delgado - leiden unter einer anderen Plage: einer Epidemie von viraler Bindehautentzündung.

SÜDAFRIKA

Hundert Jahre Präsenz der Comboni-Missionare

Die zweite Jubiläumsfeier fand am 16. März in der Orange Farm Mission statt, einer dicht besiedelten Township südlich von Johannesburg, in der gleichnamigen Diözese. Die zahlreich erschienenen Gläubigen wollten unseren Mitbrüdern, insbesondere Pater Kifle Kirba und Pater Francis Manana, die seit 2015 die uns anvertraute Pfarrei leiten, ihre Zuneigung und Dankbarkeit ausdrücken.

Die Feierlichkeiten begannen um 9 Uhr mit einer Theateraufführung. Eine Gruppe von Schülern präsentierte das Leben des Heiligen Daniel Comboni und seine Liebe zu Afrika.

Pater John Baptist Keraryo Opargiw, Provinzoberer, schilderte mit eindringlichen Worten Combonis Originalität. Comboni verstand es, Evangelisierung und menschliche Förderung - das Hauptthema der Feier in Orange Farm - in seinem Einsatz für die Erneuerung Afrikas zu vereinen und damit der Zeit vorauszueilen. Die Katholizität seines Werkes, seine Nähe zu den Unterdrückten, sein Kampf gegen die Sklaverei (die in modernen Formen wie dem wirtschaftlichen Neokolonialismus immer noch präsent ist, wie Pater John Baptist betonte) und sein Vertrauen in die Afrikaner... waren einige Punkte der Überlegungen des Provinzoberen. Die Teilnehmer hörten wohl zum ersten Mal in solch klaren Worten vom Reichtum des Comboni-Charismas sprechen.

Die von Pater Rafael Armada und Pater Efrem Tresoldi vorbereitete PowerPoint-Präsentation veranschaulichte die wichtigsten Etappen und Orte unseres „jahrhundertlangen“ Dienstes in Südafrika und den Einsatz für die menschliche Förderung in der Orange Farm Pfarrei, die seit Jahren eine technische Schule und ein außerschulisches Projekt für über hundert Kinder mit Lernschwierigkeiten unterhält.

In seinem Zeugnis forderte ein Gemeindemitglied, das für seine Arbeit in den Bereichen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung bekannt ist, die christliche Gemeinschaft auf, nach dem Beispiel des heiligen Daniel Comboni, dem Vorkämpfer für die geschwisterliche Gemeinschaft, jede Art von Diskriminierung zu beenden, in erster Linie die Gewohnheit, zwischen Südafrikanern und afrikanischen Einwanderern zu unterscheiden.

Der Vikar für das geweihte Leben der Erzdiözese Johannesburg feierte mit fünfzehn Konzelebranten die Eucharistie. Neben unseren Mitbrüdern nahmen auch Franziskaner und Afrika-Missionare, die Gründer der Pfarrei, an der Feier teil. Der Pfarrchor belebte die Messe und begeisterte die Anwesenden mit seinen Liedern, die von Trommelklängen begleitet wurden.

Das Mittagessen, das der Katholische Frauenverein für alle Gemeindemitglieder zubereitet hatte, bildete den Abschluss des Festtages.

Pater Efrem Tresoldi, mccj

TCHAD

Pater Elias Sindjalim: Delegationsbesuch

Zuhören, kennenlernen und begleiten. Dies sind die drei Verben, die Pater Elias Sindjalim Essognimam bei seinem ersten offiziellen Besuch der Tschad-Delegation, vom 1. bis 28. Februar 2024, als Generalassistent für das frankophone Afrika inspirierten.

Pater Elias konnte alle Gemeinschaften und Mitbrüder besuchen und auch die Bischöfe, die Comboni-Schwestern, die Sektorenleiter, die Katechisten treffen und das „Volk Gottes, mit dem sie die tägliche Mission teilen“.

Zuhören – „Ich bin vor allem gekommen“, schrieb er in seinem Abschlussbericht, „um euch, meinen Mitbrüdern, zuzuhören, um eure Geschichte, eure Erlebnisse, eure Schwierigkeiten und all das, was ihr dem Generalrat und dem Institut mitteilen wollt, zu erfahren.“

Kennenlernen - Pater Elias konnte die Mitbrüder in ihrem persönlichen Umfeld und in ihren Gemeinschaften kennenlernen: „Eine Sache ist es, die Protokolle zu lesen, und eine andere, mit der konkreten Mission, mit eurer interessanten Realität und eurer sehr fruchtbaren Präsenz in Berührung zu kommen. Ich konnte feststellen, dass die jungen Mitbrüder mit großem missionarischem Eifer und trotz der Hitze und der Entfernungen treu ihre Missionsarbeit erfüllen“.

Begleiten – „Ich bin gekommen, um euch zu ermutigen und euch zu sagen, dass ihr nicht allein seid und der Generalrat sich um unsere Comboni-Mission im Tschad sorgt. Deshalb ist es wichtig, darüber nachzudenken, wie wir als Generalrat euch und eure Mission begleiten können“.

Die Mitbrüder der Delegation drückten ihre tiefe Dankbarkeit für die Nähe des Generalrats aus, die durch die Anwesenheit von Pater Elias zum Ausdruck kam. Der Besuch war für alle ein Moment des Rückblicks und der Reflexion, der den gemeinsamen Wunsch verstärkte, mit neuem missionarischem Eifer weiterzuarbeiten, im Bewusstsein, dass uns die ganze Comboni-Familie „begleitet“.

WIR BETEN FÜR UNSERE VERSTORBENEN

DIE MUTTER

Weronika, vom Sch. Miroslaw Kalinowski (†); Margareth, von P. Patrick Burns (†).

DEN BRUDER

Gregory, von Pater Kenneth John James Gerth (NAP).

DIE SCHWESTER

Rita, von Pater Josef Gerner (DSP).

DIE COMBONI-MISSIONSSCHWESTERN

Sr. Tsewaehab Hagos Ghebrewold, Sr. Maria de las Mercedes Montero Pérez, Sr. M. Francesca Galbiati, Sr. Virginia Soso, Sr. M. Primina De Guidi.

Übersetzung: Pater Alois Eder

Layout: Andrea Fuchs

Druck und Versand: Hannelore Schuster