Monatsnachrichten der Comboni-Missionare vom Herzen Jesu
GENERALLEITUNG
Ewige Profess
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Sch. Mercado Sandoval Diego Martín |
Manila/A |
02.02.2026 |
Priesterweihen
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Mwilu Nicholas Mbithi |
Kandisi/KE |
10.02.2026 |
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Romero Chajón David Eduardo |
Guatemala-Stadt |
07.02.2026 |
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Muhindo Kapanza Lwanzo |
Butembo/CN |
15.02.2026 |
Werk des Erlösers
März 01 – 07 CO 08. – 15 E 16 – 31 DSP
April 01 – 15 CN 16 – 30 EC
Gebetsmeinungen
März - Dass wir als Comboni-Familie jene suchen, die sich vom Glauben entfernt haben, und überall auf der Welt Werkzeuge der Begegnung mit dem Herrn Jesus und dem Evangelium des Lebens sein können. Lasst uns beten.
April - Dass wir als Comboni-Familie gut zusammenarbeiten und dadurch, gemäß dem Wunsch des heiligen Daniel Comboni, für eine synodale Kirche Zeugnis ablegen können, die den Ärmsten und Verlassensten nahe ist. Lasst uns beten.
Bedeutende Jahrestage
MÄRZ
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15. |
Geburt des hl. Daniel Comboni |
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17. |
Hl. Patrick, Bischof |
LP (London Province) |
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19. |
Heiliger Josef, |
Zentralafrika |
APRIL
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25. |
San Pedro de San José |
Provinz Zentralamerika (Costa Rica, Guatemala, |
ASIEN
Ewige Profess des Scholastikers Diego Mercado in Manila
Am 2. Februar, dem Gebetstag für das geweihte Leben, versammelten sich die Comboni-Missionare mit Freunden und Wohltätern in Manila, um die ewige Profess des Scholastikers Mercado Sandoval Diego Martín zu feiern. Seit fast einem Jahr tut er seinen Missionsdienst in unserer Delegation.
Wir danken Gott dafür, dass unser junger Mitbruder sein Leben für immer in den Dienst der Mission stellt.
In seiner Predigt betonte der Delegationsobere, Pater Víctor Manuel Aguilar Sánchez, dass die volle Hingabe an die Mission das Wesen unserer Berufung ist. Unsere Hauptaufgabe ist es, das Evangelium unter den ärmsten und verlassensten Menschen zu verkünden. Das durchbohrte Herz Jesu inspiriert uns, und eine tiefe, innige Verehrung gibt uns die Kraft dazu. Gestützt auf die Liebe dieses Herzens sind wir entschlossen, mit unseren verlassenen Brüdern und Schwestern, die am Rande der Gesellschaft leben, die „gute Nachricht” vom Reich Gottes zu teilen, um sie menschlich und religiös zu formen.
Pater Manuel erinnerte sowohl Diego als auch die Mitbrüder und alle Teilnehmer daran, dass unsere Weihe „für das ganze Leben” (ad vitam) gilt, über die Grenzen unserer Heimatländer hinausgeht (ad extra), dem Dienst an den Armen gewidmet ist (ad pauperes) und sich an alle Völker richtet, insbesondere an Nichtchristen (ad gentes). Er schloss mit den Worten: „Dies sind die grundlegenden Elemente, die unsere Berufung und unsere missionarische Identität ausmachen. Heute ist Diego Martín ein lebendiges Zeugnis unseres combonianischen Charismas”.
Pater Víctor Manuel Aguilar Sánchez, mccj
KONGO
Priesterweihe von Lwanzo Kapanza in Butembo
Am vergangenen 15. Februar erlebten die Diözese Butembo-Beni und die Pfarrei des Unbefleckten Herzens von Kitatumba ein Ereignis von großer religiöser Bedeutung: Die Priesterweihe unseres Mitbruders Muhindo Kapanza Lwanzo, gespendet vom Diözesanbischof Sikuli Paluku Melchisédech. Zusammen mit vierzehn weiteren Priesterkandidaten – dreizehn aus der Diözese und einem weiteren Ordensmann – hat Pater Lwanzo großzügig auf den Ruf des Herrn geantwortet. Die Feier war viel mehr als nur ein liturgischer Ritus, sie war ein Lichtblick in einem von Prüfungen geprägten Umfeld. Während die Provinz Nord-Kivu weiterhin unter dem grausamen Krieg leidet, hat sich die Ortskirche von ihrer schönsten Seite gezeigt: das Gesicht einer eifrigen, geeinten und solidarischen Gemeinde.
Die Freude war greifbar. Gesänge und Gebete und die begeisterte Teilnahme der Gläubigen zeugten von einem lebendigen Glauben, der sich von Schwierigkeiten nicht unterkriegen lässt. Auch inmitten von Widrigkeiten ruft Gott junge Menschen, die mit Ja antworten. Diese Weihen haben eine starke Botschaft verkündet: Hoffnung ist stärker als Angst.
Pater Lwanzo hat sich mit dem Charisma des heiligen Daniel Comboni identifiziert, das auf die Evangelisierung und den Dienst an den Schwächsten ausgerichtet ist. Mission ist nicht nur ein geografischer Begriff, sondern schließt die volle persönliche Hingabe für die Verkündigung des Evangeliums und den Aufbau einer brüderlicheren Gesellschaft ein.
Am Tag nach seiner Weihe feierte Pater Lwanzo seine erste heilige Messe in seiner Heimatgemeinde, umgeben von seiner Familie und von Comboni-Missionaren, die mit großem Eifer in der Diözese arbeiten. Es war ein Moment tiefer Gemeinschaft und Dankbarkeit. Die christliche Gemeinde empfing ihren Sohn, der zum Priester der Weltkirche geweiht wurde, mit Stolz und Dankbarkeit.
Diese „ersten Früchte” waren auch ein wichtiger Moment der missionarischen und berufungsfördernden Bewusstseinsbildung. Durch sein Zeugnis ermutigte Pater Lwanzo die Jugendlichen, ohne Angst ihr Leben Christus und seiner Kirche zu schenken. Sein Leben wird zu einem lebendigen Zeichen dafür, dass Gott auch in schwierigem Umfeld junge Menschen beruft und Friedensstifter hervorbringt.
Beten wir zum Herrn, dass diese Weihe für die Diözese Butembo-Beni und für die Comboni-Familie zu einer Erneuerung des Glaubens und des missionarischen Einsatzes führt, die Frohe Botschaft zu verkünden und alles anzuprangern, was die Würde des Menschen und der gesamten Schöpfung verletzt.
Pater Mumbere Kahongya Mapenzi, mccj
ITALIEN
Europäische Gruppe der theologischen Reflexion:
„Die Herausforderungen von heute verstehen”
Die Europäische Gruppe der theologischen Reflexion (GERT) hat sich im neuen Jahr bereits einmal getroffen. Das Treffen (Verona 2.-4. Februar) befasste sich mit einer Reihe von Themen, die mit den sozialen und religiösen Veränderungen in Europa zusammenhängen. Aus verschiedenen Gründen konnten nur wenige Mitglieder persönlich anwesend sein, um die Ergebnisse ihrer Überlegungen vorzustellen.
Pater Moses Otii, Pfarrer und Begleiter der Ausbildungsgemeinschaft in Graz, stellte seine Forschungsergebnisse zu den Ursprüngen der Gewalt in unserer Gesellschaft vor. Pater Paolo Latorre legte seine Interpretation des sozialen Paradigmenwechsels dar, wobei er auf seine früheren Überlegungen und die Aufforderung von Papst Franziskus zurückgriff, die Bedeutung dieses Wandels in unserer Zeit zu erkennen. Pater Justino Martínez Pérez schlug eine Auslegung und pastorale Verwendung der Bibel vor, insbesondere was die pastorale Präsenz in Europa betrifft, die jene erreichen will, die noch nicht Teil der Glaubensgemeinschaft sind.
Unter den Vorschlägen, die von den Teilnehmern geprüft wurden, findet sich ein Studienprogramm zum Thema Interkulturalität, an dem auch die jungen Mitbrüder in Ausbildung in Europa teilnehmen werden. Interkulturalität ist eine große Herausforderung für unsere immer vielfältiger werdenden Gesellschaften, aber auch für die Comboni-Missionare selbst. Das Comboni-Institut wird nämlich immer internationaler, mit einer wachsenden Präsenz von Mitbrüdern aus Afrika und einigen asiatischen Ländern. Zusammenarbeiten, gemeinsam den Glauben bezeugen und sich für die Umgestaltung unserer Gemeinschaften einsetzen, in Harmonie und Einigkeit, ist daher eine wichtige Aufgabe.
Im Verlauf des Jahres wird es weitere Treffen geben, darunter das Symposium in Limone im kommenden Juni.
Pater Giuseppe Caramazza, mccj
Im Zeichen von Laudato si' – Grenzen akzeptieren – „Lebensmittel und deren Verschwendung”
Am Freitag, den 6. Februar, fand in unserem Haus in Padua die erste Abendveranstaltung des dritten Kurses „Im Zeichen von Laudato si’ ” statt, zum Thema „Die Grenzen akzeptieren”.
Die Veranstaltung (drei weitere werden folgen – siehe unten) befasste sich mit dem Thema „Lebensmittel und deren Verschwendung im Zeitalter des Klimawandels”.
Drei Überlegungen wurden bei dem Treffen vorgetragen. Universitätsprofessor Davide Pettenella sprach über Produktion, Logistik und Konsum von Lebensmitteln: Verschwendung und bewährte Praktiken. Massimiliano Monterosso sprach über die Schaffung und Unterstützung von Kreisläufen zur Rückgewinnung und Wiederverwendung von Lebensmittelüberschüssen. Professorin Francesca Marin schloss mit dem Beitrag „Die Begrenzung von Verschwendung ist ein Akt der Fürsorge und eine ethische Frage”.
Eine zahlreiche Zuhörerschaft verfolgte mit großer Aufmerksamkeit die guten Vorträge der drei Referenten. Inspirationsquelle für diesen Weg ist die Enzyklika Laudato si' von Papst Franziskus.
Inspirierend für den Abend war ein weiterer bedeutungsvoller Satz von Papst Franziskus von 2015: „Es gibt Nahrung für alle, aber nicht alle können essen […]. Wenn wir also wirklich Probleme lösen und uns nicht in Sophistereien verlieren wollen, müssen wir die Wurzel allen Übels beseitigen, nämlich die Ungleichheit […]. Um dies zu erreichen, müssen einige vorrangige Entscheidungen getroffen werden: Wir müssen auf die absolute Autonomie der Märkte und der Finanzspekulation verzichten und vor allem gegen die strukturellen Ursachen der Ungleichheit vorgehen“. Diesen wirkungsvollen Neologismus [inequità = „ungerechte Ungleichheit“], hat Papst Franziskus geprägt, um die Wurzel des Elends in einer Wirtschaft zu beschreiben, die viele Menschen tötet und getötet hat.
Es ist daher notwendig, „die Grenzen anzunehmen”, wenn man auch bei der Produktion, Verwaltung, dem Verbrauch und der Verschwendung von Lebensmitteln eine gerechte Gleichheit anstreben will.
Programm der nächsten Treffen
Pater Gaetano Montresor, mccj,
und Il Colibrì – Ich leiste meinen Beitrag
KENIA
Vier wichtige „Premieren”
In diesem Jahr hat die Provinz Kenia bereits vier bedeutungsvolle Ereignisse erlebt. Jedes hatte auf seine Weise den Charakter einer „Premiere”: die ewigen Gelübde in einem Grenzgebiet; eine Diakonatsweihe im äußersten Norden des Landes; silberne Priesterjubiläen; eine Priesterweihe in einem Vorort. Sehr unterschiedliche Ereignisse, die aber in einer einzigen Erfahrung von Gnade und missionarischer Erneuerung zusammengelaufen sind.
Am 15. Januar 2026 legte unser Mitbruder Wanyama Musungu Mark in der Kathedrale von Marsabit seine ewigen Gelübde ab. Für die vielen anwesenden Gläubigen war es das erste Mal, dass sie eine solche Feier miterlebt haben. Es waren Momente tiefer Ergriffenheit und intensiver religiöser Andacht.
Nur zwei Tage, nachdem er sein Leben für immer Gott und dem Charisma der Comboni-Missionare geweiht hatte, den „Ärmsten und Verlassensten” zu dienen, wurde Mark am 17. Januar 2026 durch Handauflegung von Mons. Peter Kihara, Bischof der Diözese Marsabit, zum Diakon geweiht.
Die Präsenz der Comboni-Missionare in dieser Region begann 1973. Die Feier war daher ein beredtes Zeichen für die Treue und Kontinuität unseres Zeugnisses an dieser nördlichen Grenze. Sie hat in allen das Bewusstsein für die gemeinsame Berufung gestärkt, missionarische Diener an den Peripherien und Grenzen der Geschichte zu sein.
Am 7. Februar wurden unsere Mitbrüder Pater Andrew Wanjohi und Pater Percy Carbonero, die kürzlich ihr silbernes Priesterjubiläum gefeiert hatten, von Mons. Philip Anyolo, Erzbischof von Nairobi, anlässlich des Tages des geweihten Lebens, in der Basilika der Heiligen Familie mit einer Urkunde ausgezeichnet. Diese Feier war eine „Premiere”, nicht nur ein starkes gemeinsames Zeichen, sondern auch ein Ausdruck der Wertschätzung der Comboni-Missionare.
Am 14. Februar wurde im Herzen der katholischen Diözese Ngong ein neues Kapitel geschrieben: In der Kirche St. Johannes der Evangelist in Erankau fand die erste Priesterweihe statt. Erst vor wenigen Jahren haben die Comboni-Missionare das Gebiet von Erankau übernommen, das traditionell vom Volk der Massai bewohnt wird. In einer von tiefem Glauben und lebendiger kultureller Vielfalt geprägten Feier wurde der Comboni-Diakon Nicholas Mbithi Mwilu zum Priester geweiht und wurde damit zu einem Zeichen der Hoffnung für die christliche Gemeinde und für die gesamte Comboni-Familie.
Die Priesterweihe markierte einen symbolischen Wandel: Erankau hat sich von einer einfachen Außenstation zu einer missionarischen Gemeinde entwickelt. Der Bischof sprach den Comboni-Missionaren seine Anerkennung aus und erinnerte daran, dass der Same des Glaubens, den sie vor vielen Jahren in der Pfarrei Santa Maria in Ongata Rongai gesät hatten, Früchte getragen und sie zahlreiche weitere Pfarreien in der Diözese aufgebaut haben. Pater Nicholas bereitet sich nun darauf vor, den Geist von Ngong über die Landesgrenzen hinaus nach Mexiko zu tragen.
Wir beten, dass dieses historische Ereignis den Beginn eines neuen Kapitels für die Gläubigen von Erankau bedeutet und zu einem glaubwürdigen und prophetischen Zeichen wird.
Pater Wanjohi Thumbi Andrew mccj
MOSAMBIK
Mons. Constantino Bischof die neue Diözese Caia
Am 25. Februar wurde in Mosambik die neue Diözese Caia errichtet. Ihr erster Bischof ist Mons. António Manuel Bogaio Constantino mccj. Mons. Cláudio Dalla Zuanna, Erzbischof von Beira, stand der Amtseinführung vor. Er erinnerte an die Geschichte der Evangelisierung im Sambesi-Tal. Der Apostolische Nuntius, Mons. Luís Miguel Muñoz Cárdaba, ließ die Gründungsurkunde von Papst Leo XIV. und das Ernennungsdekret des Bischofs verlesen.
In seiner Predigt betonte Mons. Bogaio die Bedeutung der Einheit: „Tinaphata basa pabodzi” („wir werden zusammenarbeiten”) und erinnerte daran, dass Gott zuerst Bekehrung, Heiligkeit und Einheit verlangt. Er äußerte den Wunsch, die Menschen der Diözese kennenzulernen, Priester und Katecheten zu unterstützen, junge Menschen zu begeistern und Familien zu begleiten, inspiriert vom hl. Daniel Comboni: „Ndabwera kakhala pakati pano” („Ich bin gekommen, um unter euch zu bleiben”).
Außerdem schlug er eine neue dezentralisierte Verwaltungsstruktur vor, um Gerechtigkeit und Dienstleistungen näher an die Menschen heranzubringen, und erinnerte an die Hinterlassenschaft der alten Missionare. An der Feier nahmen kirchliche und politische Würdenträger, Gläubige und Geistliche aus Caia und Beira teil. Monsignore Constantino war bisher Weihbischof von Beira. Die neue Diözese umfasst die Bezirke Caia, Chemba, Cheringoma, Chinde, Doa, Luabo, Maringue, Marromeu, Mopeia, Morrumbala, Mutarara und Tambara.
Pater Sérgio M. Vilanculo, mccj
PERU
Marcelino, erster ständiger Diakon aus dem Stamm der
Nomatsiguenga: „Wir amazonisieren die Kirche”
Der Traum von Comboni erfüllt sich weiter: „Dass die Einheimischen Protagonisten der Evangelisierung ihrer eigenen Brüder und Schwestern werden“. Dieser Ansatz zur Erneuerung der Völker, der in Afrika begann, hat nun Amerika erreicht, und zwar die indigene Nomatsiguenga-Gemeinde in Pangoa, im peruanischen Amazonasgebiet. Marcelino Shuente Chumpate wurde am 21. November 2025 von Mons. Gerardo Zerdín, Bischof des Vikariats San Ramón, zum ständigen Diakon geweiht.
Marcelino Shuente Chumpate wurde am 1. November 1987 in der indigenen Gemeinschaft von Alto Anapati geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in seinem Heimatdorf zog er nach Mazaronquiari, um dort die Oberschule zu besuchen und abzuschließen. Er erzählt: „Trotz der Schwierigkeiten, die in unseren Gemeinden herrschen, habe ich es mit Ausdauer geschafft, die Schule zu beenden, wobei ich immer auf Gottes Hilfe vertraut habe.“
Nach dem Schulabschluss kehrte er nicht nach Anapati zurück, sondern blieb in Mazaronquiari. Er verliebte sich in eine Klassenkameradin, Amanda Vergas Piori, die er heiratete. Heute hat das Paar fünf Kinder.
Marcellino ist Landwirt: Er baut Kaffee an, um seine Familie zu ernähren, sowie Maniok und Bananen für den Eigenbedarf. Er ist Gott für seine Familie dankbar: „Gott hat mich gesegnet. Ich lebe glücklich mit meiner Familie und meinen Brüdern. Ich bin Gott für dieses große Geschenk dankbar.“
Marcelino kommt aus einer evangelischen Familie. Seine Eltern hatten die evangelischen Pastoren, die in Anapati lebten, aufgenommen. „Ich kenne seinen Vater: ein großherziger Mann, der mir immer ein traditionelles Getränk (Masato) anbot, wenn ich ihn besuchte. Seine Mutter schenkte mir oft Maniok für unsere Gemeinschaft. Ich danke Gott, dass ich dieser Familie begegnet bin“.
Sein Pfarrer, der mexikanische Comboni-Missionar Pater Oscar Gámez, schreibt: „Ich habe mit Marcelino zusammengearbeitet und kann deshalb bezeugen, dass er ein tiefgläubiger Mann ist: Er hat eine echte Begegnung mit Christus erlebt. Ich erinnere mich an ein Interview, das wir mit dem spanischen Fernsehen geführt hatten. Der Journalist fragte Macheko (so wird er allgemein genannt): „Wie bist du Christ geworden?“ Er antwortete: „Jesus hat mein Herz berührt. Ich lebe glücklich mit Gott, er hat mein Leben verändert“.
Marcelino lernte die Comboni-Missionare durch Pater Oscar Gámez kennen, der die indigenen Nomatsiguenga-Gemeinden besuchte und ihn als Dolmetscher einsetzte. „Mit der Ankunft der Comboni-Missionare wurde mein Glaube gestärkt. Einer von ihnen gab mir die Möglichkeit, die Evangelien in die Sprache der Nomatsiguenga zu übersetzen.“ Bald berief ihn Gott vom Übersetzer zum Verkünder des Evangeliums.
„Als ich zum ersten Mal nach Pangoa kam, bat ich ihn, mich zum Gottesdienst in die Gemeinden zu begleiten. Nach meiner Predigt lud ich ihn immer ein, einige Gedanken hinzuzufügen. Bald überließ ich ihm die gesamte Predigt. Ich erkannte sofort, dass er zu mehr berufen war. Ich bereitete ein Programm für liturgische Feiern in den Gemeinden vor. Sonntags kümmerten sich alle pastoralen Mitarbeite um zwei Gemeinden. Unter der Woche hatte jeder vier Feiern zu leiten“.
Marcelino sagt: „Man vertraute mir die Aufgabe an, jede Woche oder alle zwei Wochen eine Wortgottesfeier zu gestalten. Meine Mission ist es, zu evangelisieren und dem Volk Gottes zu dienen, insbesondere in den einheimischen Gemeinden.“
Marcelino besuchte die Schule für Evangelisierung (ESCA), eine Einrichtung zur Ausbildung von Pastoralkräften und Katechisten des Vikariats San Ramón. Diese Ausbildung dauerte drei Jahre. Marcelino zeigte einen starken Opfergeist, da er sich um seine Familie kümmern und sich gleichzeitig seinem Studium widmen musste. Nach Abschluss der Ausbildung nahm das Vikariat seine Bewerbung zum ständigen Diakon an.
Marcelino ist begeistert vom Charisma des hl. Daniel Comboni: „Ich danke allen Comboni-Missionaren für ihre Unterstützung und die schönen gemeinsamen Momente. Meine Berufung wurde durch sie gestärkt: Sie gaben mir die Möglichkeit, meine Evangelisierungsarbeit in den einheimischen Gemeinden von San Pablo de Mazaronquiari, Alto Anapati, Cubantía, Menkoriari, Chuquibambilla, Jerusalén de Miñaro und Santa Teresita fortzusetzen.“
Ich glaube wirklich, dass das ständige Diakonat von Marcelino Combonis Charisma verwirklicht. Der Christ ist nicht nur zum Missionar seiner Brüder und Schwestern berufen, sondern auch zur Verwirklichung des Traumes der Weltkirche, die, nach den Worten von Papst Franziskus, das Antlitz des Amazonas haben soll (vgl. das Dokument Querida Amazonía). Ab heute können wir sagen, dass wir die Kirche „amazonisieren”.
Pater David Nyinga Dunga, mccj
Provinzversammlung 2026
Vom 26. bis 30. Januar versammelten wir uns in Monterrico zur jährlichen Provinzversammlung. Das Thema lautete: „Das Feuer der Mission neu entfachen”. Fast alle Mitbrüder nahmen daran teil. Es herrschte eine Atmosphäre tiefer Reflexion und wahrer Brüderlichkeit.
Als Grundlage unserer Überlegungen diente uns der Brief des Generalrats zur heutigen Comboni-Mission „Andare oltre” (Weiter gehen). Mit Hilfe des synodalen Ansatzes und unter dem Beistand des Heiligen Geistes haben wir zu erkennen versucht, wo wir stehen und wohin wir gehen wollen. Diesen Prozess haben wir in Gemeinschaft mit der Ortskirche erlebt, die das 300-jährige Jubiläum der Heiligsprechung des großen Missionars von Peru, Santo Toribio de Mogrovejo, feiert.
Die Versammlung wurde mit dem Vortrag eines jungen Diözesanpriesters, Don Yadir Candela, Erzdiözese Lima, zum Thema „Leidenschaft für die Mission im Licht des 300-jährigen Jubiläums der Heiligsprechung von Santo Toribio de Mogrovejo” eingeleitet. Sein Vortrag über den heiligen Turibio (1538–1606) war äußerst interessant. Als unermüdlicher Missionar legte Turibio Tausende von Kilometern zu Fuß durch sein riesiges Erzbistum zurück, predigte in den indigenen Sprachen und förderte die Integration der Indigenen, der Afro-Nachfahren und der Mestizen. Für die Bevölkerung Perus war er ein liebevoller Seelenhirte, ein Vater für die lateinamerikanische Kirche und ein Vorbild an Geduld und Nächstenliebe.
Es folgte ein zweiter Vortrag über die „Leidenschaft für die Mission im Licht des hl. Daniel Comboni“, mit Blick auf die Lage von Zentralafrika im XIX. Jahrhundert, die gekennzeichnet war durch Erkundigungen, Kolonialismus, Sklavenhandel, Krankheiten, Armut und hohe Sterblichkeit.
Sowohl für Turibio als auch für Daniel Comboni war die Mission ein Angebot ganzheitlicher Würde. Aus den beiden Beiträgen ergab sich eine klare Frage an alle Teilnehmer: Was begeistert uns heute, und welches sind die Herausforderungen unserer Mission heute?
Unsere Antwort: volle Hingabe an Gott und die Mission ist notwendig. Als Missionare sind wir berufen, unversehrte Keuschheit zu leben, Glauben, Demut, Selbstverleugnung, großzügige Hingabe, Nächstenliebe und ein lebendiges Gottesbewusstsein zu pflegen (Schriften, 2484, 2887). Ohne diese Grundlage entstehen Leere und Trostlosigkeit. Ein Missionar muss von Gottesliebe und apostolischer Nächstenliebe beseelt sein und Entbehrungen als „süß“ empfinden. Die Liebe zu Jesus Christus und zu den Ärmsten und Verlassensten sind untrennbar miteinander verbunden und stehen über den menschlichen Zuneigungen. Unverzichtbar sind auch uneingeschränkte Bereitschaft und das Vertrauen, d. h. zu allem bereit zu sein, in Freude und Trauer, im Leben und im Tod, im Vertrauen auf das Kreuz und auf die Herzen Jesu und Mariä.
Der erste Tag endete mit einem Gottesdienst, dem Pater Nelson Mitchell vorstand, der den Beginn der zweiten dreijährigen Amtszeit (2026–2028) seines Dienstes als Provinzial unterstrich. Während der Feier erneuerte er sein Glaubensbekenntnis und seinen Treueeid. Es wurde auch an zwei große Missionare in Peru erinnert, die kürzlich verstorben sind: Pater Albin Grunser und Pater Josef Schmidpeter.
Am zweiten Tag behandelte Pater Edison López das Thema „Unsere Diözesen und Synodalität“. Er erläuterte die Umsetzung des synodalen Weges als Praxis der Unterscheidung und schlug einige Wege für die Ortskirchen vor. Als Hauptpunkte dieses Ansatzes nannte er die Umgestaltung der Pastoral, das aufmerksame Zuhören, die Erneuerung der Strukturen, die kirchliche Überprüfung, die theologische und spirituelle Integration und die Aufmerksamkeit den Frauen, Jugendlichen und Armen gegenüber.
Der Rest des zweiten Tages und der gesamte dritte Tag waren verschiedenen Berichten gewidmet. Als erster legte der Provinzial seinen Bericht über die Situation der Provinz vor. Anschließend bewerteten die Sekretariate und Hausgemeinschaften den Sechsjahresplan und fragten sich „Wo stehen wir? Was bleibt noch zu tun? Welchen Weg sollen wir einschlagen“? Die Leitlinien des Generalrates dienten uns als Orientierung für den Umstrukturierungsprozess des Instituts, anhand der Methode des „Gesprächs im Geist“. Mit Aufmerksamkeit folgten wir auch den Berichten der Comboni-Missionsschwestern, der Comboni-Laienmissionarinnen und des Zentrums Laudato Si'.
Der vierte Tag galt der Erholung und der Gemeinschaft, mit einem gemeinsamen Ausflug. Am fünften Tag wurde über die Anträge abgestimmt und der Schlussgottesdient gefeiert.
Mit großer Freude haben wir die Ablegung der ewigen Gelübde des Scholastikers Mathew Mwaba erlebt, der sein endgültiges „Ja” zur Mission gegeben hat. Unmittelbar danach folgte ein köstliches und festliches Mittagessen.
Am 7. Februar versammelten wir uns erneut um Mathew, der in der Pfarrei San Martín de Pangoa durch die Handauflegung von Mons. Luis Alberto Barrera Pacheco mccj, Bischof von Callao, zum Diakon geweiht wurde. Es war eine sehr schöne, freudige und zutiefst missionarische Feier, die von der Pfarrgemeinde und dem Colegio San Daniel Comboni gestaltet wurde. Ihnen gebührt unser aufrichtiger Dank.
Pater Nelson Mitchell, mccj
UGANDA
Übergang der Gemeinde Palorinya von der Provinz Südsudan zur Provinz Uganda
Am 1. Januar 2026 wurde die Gemeinschaft von Palorinya (Südsudan) offiziell der Provinz Uganda angeschlossen. Der Übergang fand am Sonntag, 25. Januar, während einer feierlichen Eucharistie des Diözesanpriesters Onzima Moses statt, der vom Bischof zum Pfarrer der Unterpfarrei Palorinya ernannt worden war und die Diözese vertrat. Konzelebranten waren Pater Gregor Schmidt (Provinzial vom Südsudan), Pater Kibira Anthony Kimbowa (Provinzial von Uganda), Pater Abraham Hailu, Vertreter der Comboni-Gemeinschaft von Parolinya, und Pater Ngbo Fufunga Justin (von der Gemeinde Lomin). Anwesend waren auch die beiden anderen Mitglieder der Comboni-Gemeinschaft von Parolinya: Bruder Erich Fischnaller und Bruder Okello Lawrence. Die Ortsgemeinde der Unterpfarrei Palorinya war ebenfalls stark vertreten.
Die Präsenz und Arbeit der Comboni-Missionare in Palorinya hängt mit der Ankunft von Flüchtlingen aus dem Südsudan zusammen. Die Mitbrüder, besonders die von der Mission Lomin (Diözese Yei), beschlossen 1987, gemeinsam mit den Leuten nach Palorinya zu ziehen. Die Comboni-Missionare übernahmen die Seelsorge und richteten Werkstätten ein, um der Bevölkerung eine Berufsausbildung anzubieten. Sowohl die Seelsorge als auch das Ausbildungszentrum sind ein großer Segen für die Flüchtlinge. Die Seelsorge wird in 17 Kapellen des großen Flüchtlingslagers fortgesetzt.
Die beiden Provinzoberen, Pater Gregor und Pater Anthony, besuchten Mons. Sabino Ocan Odoki, Bischof von Arua. Im Verlauf des Treffens wurde der Einsatz der Comboni-Missionare lobend hervorgehoben. Auch einige Aspekte der pastoralen Zusammenarbeit mit der Diözese wurden geklärt.
Wir sind dem Herrn und dem gesamten Institut dankbar für diese Gelegenheit, unseren Brüdern und Schwestern im Flüchtlingslager nahe zu sein, die wirklich zu den konkretesten Gesichtern der Ärmsten und Verlassensten unserer Zeit gehören.
Möge unsere Präsenz und unsere Bereitschaft, mit den Letzten der Gesellschaft zu gehen, ihnen neue Hoffnung geben.
Pater Kibira Anthony Kimbowa, mccj
WIR BETEN FÜR UNSERE VERSTORBENEN
DIE MUTTER: Lucinda, von Bruder João Paulo da Rocha Martins (PT)
DIE SCHWESTER: Ines, von Pater Pino Mariani (I); Flora, von Pater Musaka Zoé (E); Giuliana, von Pater Stonfer Norberto (I)
DIE COMBONI-MISSIONSSCHWESTERN: Sr. Canali M. Antonietta (I); Sr. Sánchez Aragón María de la Luz (E); Sr. Bicego Agnese (I); Sr. Storato Maria Bertilla (EG/I); Sr. Papi Irma Maria (I); Sr. Gardini Angela (I); Sr. Rasia M. Agnese (I)
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Übersetzung: Pater Alois Eder