Monatsnachrichten der Comboni-Missionare vom Herzen Jesu

GENERALLEITUNG

Ewige Gelübde

Sc. Dang Thanh Sang Dominic

Ho-Chi-Minh-Stadt/VN

20.04.2026

Sc. Ronaldo Mateus Mulima

Chitima/MO

26.04.2026


Priesterweihen

Diakon Olupot Christopher

Mukongoro/UG

06.04.2026


Werk des Erlösers

Mai: 01 –15 ET; 16 – 31 I
Juni: 01 – 07 ER          08 – 15 LP       16 – 30 P

Gebetsmeinungen

Mai – Dass die Medienmitarbeiter der Comboni-Familie, anlässlich der Feier des sechzigsten Welttags der Kommunikationsmittel im Mai, die Schönheiten der Welt aufzuzeigen vermögen, die aufbauen und Hoffnung schenken. Lasst uns beten.

Juni – Dass der Herr uns hilft, angesichts der zunehmenden sozialen und politischen Polarisierung der Konflikte und Kriege in unserer Welt, Brückenbauer und nicht Mauerbauer zu sein, damit die Liebe über die Barrieren siegt, die uns zu trennen suchen. Lasst uns beten.

Liturgischer Kalender der Comboni-Missionare

MAI

30.

Letzter Samstag des Monats: „Unsere Liebe Frau vom Heiligen Herzen“

Gedenktag


JUNI

12.

Heiligstes Herz Jesu,
Schutzpatron des Instituts

Hochfest

(Togo-Ghana-Benin)


Bedeutende Gedenktage

MAI

02.

Hl. Athanasius, Bischof und Kirchenlehrer

Ägypten

JUNI

01.

Gründungstag des Instituts

 

03.

Hl. Karl Lwanga und Gefährten,
Märtyrer

Uganda

05.

Hl. Bonifatius, Bischof und Märtyrer

Gedenktag DSP

(Südtirol, Österreich, Deutschland)

13.

Unbeflecktes Herz Mariä

Gedenktag

23.

Samstag vor Pfingsten

Maria, Königin der Apostel

Gedenktag


Veröffentlichungen

Jorge Carlos Naranjo Alcaide, Comboni’s Dream – The Educational Mission of the Comboni Missionaries in Sudan („Combonis Traum – Der Bildungsauftrag der Comboni-Missionare im Sudan”) ist der Titel eines kürzlich in Kairo vom Comboni College of Science and Technology veröffentlichten Buches, 2026, 253 Seiten.

Der Autor, ein spanischer Comboni-Missionar, beschreibt die Entwicklung eines Stils christlicher Mission – initiiert von Daniel Comboni im Sudan –, der dem interreligiösen Dialog Vorrang einräumt und sich in die Geschichte und Kultur eines mehrheitlich islamischen Landes einfügt.

Die Comboni-Schulen im Sudan entstanden zeitgleich mit der Einführung der modernen Bildung im Land. Ihre Entwicklung ist daher Teil der sudanesischen Bildungsgeschichte. Eine dieser Schulen, das Comboni College, nimmt einen einzigartigen Platz in der Geschichte der Comboni-Missionare und des Sudan ein.

Der Autor verfolgt die Entwicklung dieses Laboratoriums des interreligiösen Zusammenlebens, der Evangelisierung und der Förderung nachhaltiger Entwicklung. Ab Kapitel 5 wechselt er von der dritten zur ersten Person. Pater Jorge Carlos wird zum direkten Zeugen und Protagonisten der Ereignisse. Der Pädagoge findet in dem Buch Denkanstöße zu den Auswirkungen, die der Kontext auf die pädagogische Praxis und auf das Verständnis des Bildungskonzepts selbst haben kann, das sich in einer dialektischen Spannung zwischen den Werten eines islamisierenden und arabisierenden Modells und denen, die auf der christlichen Tradition beruhen, befindet. Diese Spannung wirft eine Frage auf: Was muss das Ziel der pädagogischen Praxis einer katholischen Schule sein? Der Student der Erziehungswissenschaften findet in dem Buch eine konkrete, interkulturelle Erfahrung der Integration kultureller, sozialer und ethnischer Vielfalt. Der Historiker hingegen findet darin ein Zeugnis von Ereignissen, die die Geschichte des Sudan tiefgreifend geprägt haben. Der Missiologe wird mit einer konkreten Erfahrung der Verkündigung des Evangeliums in einem mehrheitlich islamischen Kontext konfrontiert. Der Gläubige schließlich erfährt von einem Zeugnis der Hingabe und Liebe zahlreicher Missionare und vieler Menschen, die im Laufe von fast einem Jahrhundert ihr Leben der Erziehung von Generationen junger Menschen gewidmet haben, und zwar in einem Kontext, der von ständiger Instabilität und starkem politischem Druck geprägt ist, einschließlich des bis heute andauernden Bürgerkrieges.

Pater José Javier Parlade, El Pan Compartido, herausgegeben von AMSUDAN, zweite Auflage, Februar 2026, S. 152.

Pater José Javier Parladé, ein aus Sevilla (Spanien) stammender Comboni-Missionar, hat sein ganzes Leben damit verbracht, das Evangelium in Gebiete mit hoher religiöser Verfolgung wie den Sudan und den Südsudan zu tragen, aus denen er nie zurückkehren wollte. Erst der Ausbruch des Krieges im Sudan und sein fortgeschrittenes Alter zwangen ihn zur Abreise in die spanische Heimat. Im April 2023, als der Konflikt begann, der nun schon fast drei Jahre andauert, wurde er mit anderen Spaniern per Flugzeug evakuiert.

Das Buch fasst die wichtigsten Etappen seines Lebens zusammen, das ganz der Mission in Gebieten gewidmet war, die schwer von Kriegskonflikten, Hungersnöten und religiöser Verfolgung betroffen waren. Er kam 1972 dorthin und blieb 52 Jahre lang.

Mit einer flüssigen Erzählweise, reich an bewegenden Anekdoten, lädt uns Pater José ein, ihn auf seinem Weg zu begleiten: von den ersten Schritten in unbekannten Gefilden bis hin zu den großen Errungenschaften, die nur durch selbstlose Hingabe erreicht werden können. Jede Seite ist ein Appell an die Kraft der Solidarität. Der Erlös dieses Buches kommt vollständig den Missionen im Sudan zugute und unterstützt die Bedürftigsten durch die Arbeit der katholisch inspirierten NGO Amsudan.

ASIEN

Ewige Profess des Scholastikers Dang Thanh Sang Dominic

Der 20. April war ein Freudentag für unsere Delegation Asien: Der zweite vietnamesische Scholastiker, Dang Thanh Sang Dominic, legte seine ewigen Gelübde ab und weihte sich für immer Gott und der Mission. Die Feier fand in der Gemeinschaft des seligen Andreas von Phú Yên in Ho-Chi-Minh-Stadt statt. Dominics Familie und Verwandte waren aus seiner Heimatprovinz im Mekong-Delta angereist, zusammen mit seinem Pfarrer und anderen befreundeten Priestern, um unsere Freude zu teilen. Die Feier fand in vietnamesischer Sprache statt und wurde von Pater Dang Khoa Nguyen Van Tien (Peter) geleitet, dem ersten vietnamesischen Comboni-Priester, der am 14. März dieses Jahres geweiht wurde. Pater Rocco Bettoli, der Obere der Gemeinschaft, war beauftragt, die Gelübde entgegenzunehmen.

Die ersten Früchte unserer Präsenz in Vietnam zeigen sich, und alle hoffen, dass sie die Mission ad gentes unseres Instituts bereichern mögen. Nun erwarten wir mit Freude die Diakonatsweihe von Dominic Sang!

Pater Aguilar Sánchez Víctor Manuel, mccj

EUROPA

Treffen der Medienverantwortlichen Europas

Am 27. und 28. April trafen sich die Leiter der Comboni-Medien in Europa im Generalat in Rom.

Spanien war vertreten durch die Patres Bayo Mata Enrique und Armada Díez de Rivera Rafael (Mundo Negro und Aguiluchos); Portugal durch Bruder Bernardino Dias Frutuoso (Além Mar, Audácia, Família Comboniana); Polen durch Bruder Pomykacz Jacek Andrzej (Misjonarze Kombonianie und MINI Kombonianie); die London Province durch Pater Carmine Curci (Southworld); die Deutschsprachige Provinz durch Pater Markus Lorenz Körber (Kontinente und solidarisch); Italien durch die Patres Giuseppe Cavallini (Nigrizia) und Aurelio Boscaini (Il Piccolo Missionario und Azione Missionaria/Missionari comboniani); die Generalleitung durch Pater Arlindo Ferreira Pinto (Leiter des Kommunikationsbüros).

Entschuldigt abwesend waren Pater John McGuire Downey (Comboni Mission) von der London Province; Bruder Alberto Lamana von der Generalleitung sowie Pater José Antonio Mendes Rebelo, Provinzial von Portugal und europäischer Verantwortlicher für den Medienbereich.

Der Vormittag des 27. April begann mit einer Fortbildung. Per
Videokonferenz nahm Marco Damilano teil, Journalist der Tageszeitung Domani und seit einigen Jahren Moderator der Sendung „Il Cavallo e la Torre“ – „Die Politik, die Mächte, die Menschen unserer Zeit“ – auf Rai 3 zur Hauptsendezeit. Marco war gebeten worden, über „Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf die Zukunft der Presse“ zu sprechen. KI stellt eine Chance dar, birgt aber auch das Risiko einer neuen Form der Kolonialisierung, da sie sich überwiegend auf Inhalte stützt, die im globalen Norden generiert werden. Daher ist es wichtig, dass Nachrichten von Zeugen erzählt werden, die im Süden der Welt leben, wie beispielsweise die Missionare.

Der zweite Teil des Vormittags wurde von Pater Angelo Giorgetti zum Thema Nachhaltigkeit als alltäglicher Horizont jeder Planung geleitet. Pater Angelo bezog sich auf die Nr. 35 und 36 der Kapitels-
dokumente 2022: „Die Nachhaltigkeit des Instituts hängt von der Fähigkeit eines jeden ab, alles zu teilen, was er ist und hat, auch wenn es scheinbar unbedeutend ist. Das Herzstück eines Nachhaltigkeitsplans besteht darin, das Beste von sich selbst zu geben, das eigene Leben und die eigene Arbeit als Frucht einer tiefen Bekehrung“ (35); „Wir träumen von einem Institut, das dank der Vorsehung und eines wirksamen Nachhaltigkeitsplans in wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Hinsicht nachhaltig ist“ (36). Nachhaltigkeit ist nur dann möglich, wenn sich jedes Mitglied des Instituts als Missionar versteht und lebt, der wie in der frühen christlichen Gemeinschaft alles in die Gemeinschaft einbringt.

Die Debatte im Anschluss an den Beitrag von Pater Angelo hat die finanziellen Schwierigkeiten aufgezeigt, mit denen alle Zeitschriften zu kämpfen haben – Schwierigkeiten, die auch mit dem stetigen Rückgang der Printabonnements zusammenhängen –, aber sie hat auch die Bedeutung der gedruckten Zeitschrift unterstrichen, die den Leser bindet und wirtschaftliche Ressourcen sichert. Daraus ergibt sich ein erneutes Engagement, nach alternativen Finanzierungsquellen zu suchen, stets im Hinblick auf die Nachhaltigkeit.

Von Bedeutung für den Ablauf des Treffens war die Anwesenheit vom Generaloberen Pater Luigi Codianni, der am Dienstagmorgen, dem 28., von der Provinzversammlung der DR Kongo zurückgekehrt war. Pater Luigi betonte die Bedeutung der Arbeit, die Zeitschriften leisten können, um den vom Generalkapitel 2022 geforderten Übergang zur Bildung von Makroregionen und einer neuen combonianischen Identität auf der Grundlage des Dienstes zu unterstützen, in der die Dimension des Charismas (Engagement ad gentes und ad pauperes) durch Zeugnisse des missionarischen Lebens vermittelt wird.

Das Treffen bot den Medienleuten auch die Gelegenheit, ihre Erfahrungen auszutauschen, eine Bestandsaufnahme dessen zu machen, was in den verschiedenen Provinzen umgesetzt wird, und die Bedeutung eines regelmäßigen Austauschs von Informationen und Projekten, der Zusammenarbeit und der Verfolgung einer gemeinsamen Linie unserer Zeitschriften und anderer digitaler Plattformen, auf denen wir als Comboni-Missionare tätig sind, hervorzuheben. Nach dem Vorbild des Gründers bedeutet dies sowohl die Anprangerung des Bösen (zum Beispiel des Waffensystems) als auch – und vor allem – das Engagement für die Werte des Reiches Gottes (Gerechtigkeit, Frieden, die Option für die Ärmsten…), die seit jeher der Präsenz der Comboni-Missionare in der Kirche Sinn verleihen.

Pater Elio Boscaini, mccj

DR KONGO

Exerzitien in Kisangani

Vom 13. bis 18. April trafen sich etwa dreißig Comboni-Missionare aus verschiedenen Gemeinschaften der Provinz Kongo in Kisangani zu einer „Atempause“. Für die Mitbrüder, die an den intensiven Rhythmus des Apostolats gewöhnt sind, waren die sechs Tage Exerzitien weit mehr als nur eine einfache Ruhepause: Sie waren eine echte Rückkehr zu den Quellen. Es handelte sich dabei um das erste Treffen dieser Art seit der Versammlung im Februar 2023 in Kinshasa.

In der besinnlichen Atmosphäre des Hauses „Saint Joseph“ schien die Zeit stillzustehen: Wunden wurden geheilt, der zurückgelegte Weg neu betrachtet und die Herzen durch die heilende Kraft des Wortes Gottes neu gestärkt. Begleitet von der Weisheit von Pater Ntima Nkanza, einem kongolesischen Jesuiten, wurden wir in das Gebet des Psalmisten eingeführt: „Lehre uns, unsere Tage zu zählen“ (Psalm 90,12a).

Pater Ntima gelang es, uns mit einfachen und prägnanten Worten anzusprechen. Seine Überlegungen, die sich auf die Metapher des Gesangs konzentrierte, hinterließen einen tiefen Eindruck. „Unser Leben ist ein Gesang“, betonte er: „ein mehrstimmiger Gesang, in dem Gott der erste Solist ist, der die Melodie unseres Daseins anstimmt. Wir singen für uns selbst. Aber auch die anderen singen für uns, durch ihre Anwesenheit, ihre Unterstützung und ihr Zeugnis.“

Der Jesuit bot auch einen realistischen Blick und erinnerte daran, dass die Mission nicht immer ein leichter Weg ist: „Manchmal singen die anderen falsch und bringen uns damit in Verruf, kritisieren uns oder haben Vorurteile.“ Diese Misstöne sind keineswegs ein Scheitern, sondern werden zu einer Herausforderung für die Nächstenliebe. Die Einladung an jeden Einzelnen lautete, den Gesang des eigenen Lebens zu harmonisieren, um ihm die richtige Melodie zurückzugeben. Diese Lehre wirkte wie Balsam auf die vielen angesammelten Mühen und erinnerte uns daran, dass Frieden nicht aus der Abwesenheit von Konflikten entsteht, sondern aus der Fähigkeit, das eigene Herz mit dem Herzen Christi in Einklang zu bringen.

Zwischen Lehren, geistlichem Austausch und persönlichem Gebet haben die Exerzitien die Einheit der Gemeinschaft mit Gott und unter den Mitbrüdern wiederhergestellt. Die Teilnehmer haben neu entdeckt, dass inmitten der Turbulenzen und Herausforderungen der Provinz der Demokratischen Republik Kongo das Lied ihres Lebens wertvoll bleibt. Und sie sind aus diesen sechs Tagen nicht nur mit einigen „guten Vorsätzen“ hervorgegangen, sondern auch mit einer tief verwurzelten Gewissheit: Wenn Gott der Komponist der Geschichte jedes Einzelnen und des Instituts ist, dann liegt es an jedem, in Demut und Beharrlichkeit dessen treuester Interpret zu sein. Die sechs Tage dienten nicht nur dazu, neue Kraft zu schöpfen; sie waren auch eine Vorbereitungsphase für die Provinzversammlung, um die wichtigsten Themen der Provinz zu behandeln.

Die gesamte Gruppe fühlte sich mit dem gesamten Institut verbunden, auch dank der Anwesenheit von Pater Luigi Codianni, dem Generaloberen, und Pater Elias Sindjalim, dem für das französischsprachige Afrika zuständigen Generalassistenten.

Pater Romain Tollet, mccj

Provinzversammlung – Mit Klarheit und Hoffnung den Herausforderungen begegnen

„Eure Präsenz in den verschiedenen Diözesen der DR Kongo ist ein lebendiges Kapitel der Heilsgeschichte unserer Ortskirche und ein Zeugnis der Treue zur missionarischen Intuition des heiligen Daniel Comboni: ‚Afrika mit Afrika retten‘“, erklärte Mons. Marcel Utembi, Metropolit von Kisangani, am 20. April 2026 anlässlich der Eröffnung der Provinzversammlung im Haus „Saint Joseph“ in Kisangani.

Im Namen der Bischöfe der Diözesen, in denen wir tätig sind, dankte uns Mons. Utembi für unseren Einsatz und unser Engagement, insbesondere in den Randgebieten: „In vielen Fällen wart ihr die Pioniere der Evangelisierung in schwer erreichbaren Gebieten … Mit eurem apostolischen Eifer habt ihr Christus mit Ausdauer und Mut verkündet; ihr habt lebendige christliche Gemeinden ins Leben gerufen und den Glauben in die lokalen Gegebenheiten eingebettet.“

Der Erzbischof lud uns ein, stolz auf den Reichtum des Comboni-Charismas zu sein, das uns dazu antreibt, uns für die Ausbildung von Katechisten, Diözesanpriestern, Ordensleuten und Laien einzusetzen sowie das kongolesische Volk in den Bereichen Gesundheit, Bildung, ökologische Seelsorge usw. zu unterstützen.

Mons. Utembi hat uns daher ermahnt, die aktuellen Herausforderungen mit Offenheit zu betrachten und sie in Zusammenarbeit mit dem Ortsklerus mit Hoffnung anzugehen. Darüber hinaus lud er uns ein, „Handwerker der Synodalität“ zu sein, in eine vertiefte Ausbildung zu investieren (mit besonderem pastoralem Augenmerk auf die Jugend), die Präsenz in den Peripherien zu stärken, Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zu fördern und ein authentisches Gemeinschaftsleben zu führen.

Abschließend wünschte uns Mons. Marcel eine fruchtbare Provinzversammlung, gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen, gemeinsam den zurückgelegten Weg zu reflektieren, gemeinsam zu unterscheiden und neue Perspektiven für die missionarische Tätigkeit zu eröffnen.

Während der Versammlung, die am Freitag, dem 24. April, zu Ende ging, wurden die Comboni-Missionare der DR Kongo von Pater Luigi Codianni, dem Generaloberen, und Pater Elias Sindjalim, dem für das französischsprachige Afrika zuständigen Generalassistenten, begleitet. Ihre Anwesenheit war ein Zeichen der Einheit und der Gemeinschaft mit uns allen und zugleich eine Ermutigung für unsere gemeinsame Mission: den Ärmsten das Evangelium zu verkünden, inspiriert vom Charisma des heiligen Daniel Comboni.

Bruder Kakule Silusawa Lwanga, mccj

ÄGYPTEN/SUDAN

Feier der Mystagogie nach der Taufe an den Gräbern der Märtyrer in Alexandria (Ägypten)

Freitag, 17. April – nach dem orientalischen Kalender fiel die Feier in die Osterwochebegaben sich die über 150 sudanesischen Erwachsenen, die am Karsamstag in verschiedenen Pfarreien Kairos die Taufe empfangen hatten, auf eine Pilgerreise nach Alexandria. Angeführt wurden sie von Mons. Claudio Lurati, dem Apostolischen Vikar von Alexandria, dem einzigen Bischof des lateinischen Ritus in Ägypten.

Während der Pilgerreise legte jeder Neugetaufte das bei der Taufe empfangene weiße Gewand auf den Altar der Märtyrerin Santa Sabina in der Kirche Santa Caterina, um anschließend vom Bischof den Auftrag zu erhalten, seinen Glaubensweg mit Freude und Großzügigkeit nach dem Vorbild der Märtyrer fortzusetzen.

In einer Zeit, in der Migranten auf ihrem Integrationsweg mit enormen Schwierigkeiten konfrontiert sind, war diese 200 km lange Pilgerreise außerhalb von Kairo ein wichtiger Moment der Ermutigung.

Wie die Jünger von Emmaus wissen wir, dass wir auf unserem Weg nicht allein sind.

Libanon – Gelübdeerneuerung der Scholastiker

Unter Ausnutzung des vorübergehenden Waffenstillstands haben die sieben Scholastiker der Gemeinschaft von Beirut am 25. April, dem Fest des Evangelisten Markus, in Anwesenheit des Provinzials von Ägypten-Sudan, Pater Diego Dalle Carbonare, ihre Gelübde erneuert.

Das Leben im Libanon scheint nach Wochen der Anspannung wieder in Gang zu kommen, mit der Verhängung einer Ausgangssperre, die – so hoffen wir – ein Ende der Bombardierungen bringen möge, die vor allem im Süden der Hauptstadt und des Landes sehr schwerwiegend waren.

Fünf der sieben Scholastiker, die ihre Gelübde erneuert haben, stehen kurz vor dem Abschluss ihres Theologiestudiums. Wir begleiten sie mit unserem Gebet und unserer Freundschaft, während sich einige auf den missionarischen Dienst vorbereiten, andere auf die ewigen Gelübde. Der Herr segne ihre bevorstehenden missionarischen Ein-sätze mit Frieden und mache sie zu Boten des Friedens und der Versöhnung in der Provinz Ägypten-Sudan und in der ganzen Welt.

ÄTHIOPIEN

Provinzversammlung

Vom 21. bis 24. April kamen die in Äthiopien tätigen Comboni-Missionare zu ihrer Provinzversammlung in Hawassa zusammen. Anwesend waren 21 Mitbrüder aus den acht Gemeinschaften, aus denen sich die Provinz zusammensetzt: Gilgel Beles und Gublak (bei den Gumuz), Addis Abeba (Provinzsitz und Postulat), Hawassa (Zentrum der missionarischen Bewusstseinsbildung und der Berufungspastoral), Daye (unter den Sidama) sowie Qillenso und Haro Wato (im Gebiet der Guji). Nur zwei waren abwesend.

Zwei besondere „Gäste“ durften wir begrüßen: Bruder Alberto Lamana, Generalrat, der die englischsprachigen afrikanischen Provinzen und die Provinz Mosambik „begleitet“, und Pater Franck Mandozi aus der Gemeinschaft von Kosti im Sudan, als Vertreter der Provinz.

An der Versammlung nahmen auch Mons. Merhakristos Gabezayehu, Apostolischer Vikar von Hawassa, der im Februar 2025 zum Bischof geweiht wurde, sowie Schwester Weynshet Tadesse, die Verantwortliche der Comboni-Missionsschwestern in Äthiopien, teil. Mons. Merhakristos stand am Donnerstag, dem 23., zum Abschluss der Tagesarbeiten der Eucharistiefeier vor.

Der Vormittag des ersten Tages war der Weiterbildung gewidmet. Bruder Lamana hielt einen ausführlichen Vortrag über die Missionsgemeinschaft im digitalen Zeitalter und über die Herausforderung des Techno-Kapitalismus. Unter anderem sagte er: „Das Internet ist allgegenwärtig und Teil unseres Alltags. Es kann sich negativ auf das Gemeinschaftsleben und die Qualität unserer Mission auswirken.“ Auf seinen Vortrag folgten Gruppenarbeiten zum Umgang der Missionare mit dem Internet, zur Möglichkeit einer digitalen Mission, zu den damit verbundenen Chancen und Risiken sowie zu bewährten Praktiken in diesem Bereich. Nach der Plenarsitzung hielt Bruder Lamana einen zweiten Vortrag über das Funktionieren des Internets und wie es sicher und richtig genutzt werden sollte.

Am Nachmittag legte Pater Asfaha Yohannes, der Provinzial, den Bericht über die Lage der Provinz vor und zeichnete ein optimistisches Bild. Die Provinz wächst sowohl durch lokale Berufungen als auch dank neuer Missionare, die ihr vom Generalrat zugewiesen wurden. Was das Personal betrifft, ist Äthiopien eine recht junge und internationale Provinz. Pater Asfaha betonte, dass „die Provinzversammlung eine großartige Gelegenheit ist, auf den Heiligen Geist zu hören und uns auszutauschen“. Der Tag endete mit der Eucharistiefeier, der Pater Chávez Ixchacchal Mynor Rolando, ein aus Guatemala stammenden und erst kürzlich angekommener junger Mitbruder, vorstand.

Während der folgenden zwei Tage bewerteten die Teilnehmer die Umsetzung des Sechsjahresplans 2023–2028 (wir befinden uns in der Mitte der Laufzeit). Jede Gemeinschaft setzte sich mit dem Leitdokument der Provinz auseinander. Die Überlegungen wurden anschließend entsprechend den drei Zonen, in denen die Mitbrüder arbeiten, ausgetauscht und zusammengefasst.

Am Freitag, dem 24., dem letzten Vormittag der Provinzversammlung, diskutierten die Teilnehmer den Vorschlag, die Comboni-Provinz Äthiopien mit den Zirkumskriptionen Ägypten-Sudan und Eritrea zusammenzulegen.

Der Provinzialobere leitete die abschließende Eucharistiefeier, in deren Verlauf zwei Brüder – Mihretu Tundedo Lintamo und Marius Baïssa Atakpa – sowie zwei Scholastiker – Biruk Girma Ababa Haileyesus und Asmare Gawo Gebre – ihre zeitlichen Gelübde erneuerten.

ITALIEN

Padua – „Im Geiste von Laudato si’ “ – Die Grenzen annehmen
(2. Treffen) – „Klimawandel und Wasserressourcen“

Das Treffen im Haus der Comboni-Missionare in Padua war Teil des dritten Jahres des Zyklus „Im Geiste von Laudato si’“, befasste sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserressourcen und bot eine Reflexion, die wissenschaftliche, ethische und praktische Aspekte miteinander verband. Die Veranstaltungsreihe, die in den vergangenen Jahren mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, das Konzept des Wohlbefindens neu zu überdenken, konzentriert sich nun auf das „Akzeptieren von Grenzen“ als notwendige Perspektive, um den aktuellen ökologischen Herausforderungen zu begegnen. (Zur ersten Veranstaltung am 6. Februar zum Thema „Grenzen akzeptieren – ‚Nahrung und ihre Verschwendung‘“ – vgl. FC 849, März 2026, S. 3–5).

Den Abend dieses zweiten Treffens (20. März 2026) eröffnete Pater Gaetano Montresor, der auf den universellen Wert des Wassers hinwies und dabei sowohl ein afrikanisches Sprichwort als auch die Enzyklika Laudato si’ von Papst Franziskus anführte. In dieser Enzyklika wird Wasser als grundlegendes Menschenrecht und als wesentliche Voraussetzung für das Leben anerkannt, während seine zunehmende Verknappung und Privatisierung eine schwere Ungerechtigkeit darstellen, insbesondere gegenüber den ärmsten Bevölkerungsgruppen. Der Hinweis auf Daten der Vereinten Nationen – Milliarden von Menschen ohne Zugang zu Trinkwasser und angemessenen sanitären Einrichtungen – verdeutlichte das globale Ausmaß der Wasserkrise.

Der erste Beitrag von Mauro Marani von der Universität Padua bot eine wissenschaftliche Analyse des Phänomens auf der Grundlage historischer Daten und Klimamodelle. Langzeitbeobachtungen zeigen zwar keinen signifikanten Anstieg der Häufigkeit von Dürren, doch deuten die Modelle auf eine zunehmende Intensivierung extremer Wetterereignisse hin. Die wichtigste Erkenntnis ist die Geschwindigkeit des aktuellen Klimawandels, die in der beobachteten Geschichte beispiellos ist. Die bestehende Infrastruktur erweist sich angesichts dieser neuen Szenarien oft als unzureichend. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, Maßnahmen zu konzipieren, die das Risikoniveau trotz der sich ändernden klimatischen Bedingungen unverändert halten.

Guido Zanovello, Präsident der Unione Cristiana Imprenditori Dirigenti di Padova, schlug eine eher praxisorientierte Betrachtung vor und betonte die Notwendigkeit, die „Grenzen“ der Wasserressourcen durch einen verantwortungsbewussteren und bewussteren Umgang zu akzeptieren. Aufgrund des Klimawandels ist der Regen oft übermäßig und zerstörerisch, während er gerade in den Momenten knapp ist, in denen er am dringendsten benötigt würde. Angesichts dieser Realität muss die Ressourcenbewirtschaftung überdacht werden, indem eine ethische Wasserkultur gefördert und bereits verfügbare technische Lösungen umgesetzt werden. Dazu gehören: der Schutz der Grundwasserleiter, die Sammlung und Wiederverwendung von Regenwasser, die Verbesserung der Wasserversorgungsnetze und die Wiederverwendung von Abwasser. Zanovello hob zudem die hohe Wasserverschwendung in Italien und die mangelnde Umsetzung bestehender Vorschriften hervor und wies auf die Notwendigkeit wirksamerer und verbindlicherer politischer Maßnahmen hin. Wasser, ein öffentliches und begrenztes Gut, muss als Säule der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung anerkannt werden.

Der abschließende Beitrag von Sofia Belardinelli, Postdoktorandin am Polytechnikum Mailand, erweiterte die Perspektive und regte eine ethische Reflexion über die Bedeutung von Wasser als Gemeingut an. Sie kritisierte die Reduzierung aller Werte auf eine wirtschaftliche Dimension, stellte das Modell des „Homo oeconomicus“ in Frage und betonte die Bedeutung nicht-utilitaristischer, sozialer und relationaler Werte. Die Wasserkrise verdeutlicht tiefe Ungleichheiten: zwischen dem Norden und dem Süden der Welt, zwischen denen, die Zugang zu den Ressourcen haben, und denen, die davon ausgeschlossen sind, sowie zwischen denen, die Entscheidungen treffen, und denen, die die Folgen tragen. In dieser Perspektive ist Wasser nicht nur eine Ressource, sondern eine Lebensvoraussetzung und ein globales Gemeingut, das gemeinsame Verantwortung und die Achtung ökologischer Grenzen erfordert.

Zusammenfassend hat das Treffen gezeigt, dass die Wasserkrise nicht nur eine technische Frage ist, sondern ein Knotenpunkt, an dem ökologische, wirtschaftliche und soziale Dimensionen miteinander verflochten sind. Die Beziehung zum Wasser zu überdenken bedeutet auch, Entwicklungsmodelle und Gerechtigkeitskriterien zu überarbeiten und anzuerkennen, dass nicht alles auf eine Ware reduziert werden kann und Nachhaltigkeit einen tiefgreifenden kulturellen Wandel erfordert.

Pater Gaetano Montresor, mccj

Padua – „Im Geiste von Laudato si’“ – Grenzen annehmen
(3. Treffen) – „Energieverbrauch und Auswirkungen der Digitalisierung“

Das Treffen, das am 17. April 2026 bei den Comboni-Missionaren in Padua stattfand, befasste sich mit dem Thema Energieverbrauch und den Auswirkungen der Digitalisierung und brachte drei sich ergänzende Perspektiven in einen Dialog: die wissenschaftliche, die erfahrungsbezogene und die werteorientierte. Das gemeinsame Ziel war es, zu verstehen, wie Energie und technologische Innovation auf das Gemeinwohl ausgerichtet werden können, im Bewusstsein der ökologischen und sozialen Grenzen.

Pater Gaetano Montresor leitete den Abend ein und griff dabei den roten Faden des gesamten Zyklus auf: Grenzen nicht als Hindernis, sondern als Ressource zu begreifen, mit der man verantwortungsbewusst und frei umgehen muss. Der Verweis auf die Enzyklika Laudato si’ von Papst Franziskus lieferte den inspirierenden Rahmen: die Notwendigkeit einer dringenden Energiewende, die Überwindung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und die Förderung einer integralen Ökologie, die Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit vereint. Die Herausforderung ist nicht nur technologischer, sondern zutiefst kultureller Natur: Entwicklungsmodelle, Lebensstile und Entscheidungskriterien müssen neu überdacht werden.

Der Vortrag von Professor Marco Zanetti von der Universität Padua bot eine wissenschaftliche Analyse des Zusammenhangs zwischen künstlicher Intelligenz und Energieverbrauch. KI basiert auf enormen Datenmengen, ausgefeilten Algorithmen und einer wachsenden Rechenleistung, was imposante Infrastrukturen wie Rechenzentren erfordert. Der Trainingsprozess der Modelle ist besonders energieintensiv, während sich der tägliche Einsatz, obwohl pro Einzelvorgang weniger aufwendig, auf globaler Ebene vervielfacht. Derzeit macht der Energieverbrauch der KI etwa 1 % der weltweiten Produktion aus, wobei ein erheblicher Anteil in Form von Wärme verloren geht. Die rasante Zunahme von Anwendungen und Nutzern lässt diese Auswirkungen weiter zunehmen. Auch wenn das Phänomen noch nicht außer Kontrolle geraten ist, erfordert es Aufmerksamkeit und zeitnahe Maßnahmen: die Entwicklung effizienterer Technologien, energieeffizienterer Modelle, Infrastrukturen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, sowie die Einbindung der KI in die Politik zur Emissionsreduzierung. Die mittlerweile unverzichtbare KI hat auch wirtschaftliche und geopolitische Auswirkungen, was eine nachhaltige Steuerung ihrer Entwicklung noch dringlicher macht.

Giulia Lorenzato (Infocamere) stellte ein konkretes Beispiel für bewährte Praktiken vor und erläuterte die Maßnahmen, die die Infocamere-Gruppe zur Senkung des Energieverbrauchs ihrer Standorte, insbesondere in Padua, umgesetzt hat. Die ergriffenen Maßnahmen betrafen sowohl die energetische Sanierung der Gebäude als auch die Optimierung der Raumaufteilung und der technologischen Infrastruktur. Die Einführung erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Heiz- und Kühlsysteme haben zu bedeutenden Ergebnissen geführt und gezeigt, dass es möglich ist, ökologische Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Effizienz miteinander zu verbinden. Dieser praxisorientierte Ansatz hat deutlich gemacht, wie bereits verfügbare Lösungen erfolgreich umgesetzt werden können und konkret zur Verringerung der Klimaauswirkungen beitragen.

Der Beitrag von Stefano Nassuato von der Universität Padua schlug eine umfassendere und werteorientierte Sichtweise vor und interpretierte die Klimakrise als eine Frage der Gerechtigkeit. Die Energiewende betrifft nämlich nicht nur die Reduzierung der Emissionen, sondern auch die gerechte Verteilung von Kosten, Nutzen und Auswirkungen. Die Folgen des Klimawandels treffen die schwächsten Bevölkerungsgruppen am stärksten, während sich die wirtschaftlichen Vorteile des Energiesystems tendenziell auf wenige Akteure konzentrieren. Daher ist ein neues Modell erforderlich, das Gerechtigkeit, Teilhabe und Inklusion durch Regeln und Instrumente integriert, die in der Lage sind, Ressourcen und Chancen neu zu verteilen.

Beim Vergleich zwischen dem fossilen und dem erneuerbaren Modell zeigt sich ein struktureller Wandel: Während das erste auf großen, zentralisierten Anlagen und einem kontinuierlichen Brennstofffluss basiert, nutzt das zweite lokale und kostenlose Ressourcen und fördert eine dezentrale Erzeugung sowie eine größere Autonomie der Regionen. Erneuerbare Energien lassen sich zudem schneller umsetzen als andere Lösungen und reagieren damit besser auf die Klimakrise. In diesem Zusammenhang gewinnen Energiegemeinschaften besondere Bedeutung, da sie Bürgern und Unternehmen ermöglichen, zu Akteuren bei der Energieerzeugung und -verwaltung zu werden.

Zusammenfassend hat das Treffen deutlich gemacht, dass die energie- und digitalpolitische Herausforderung einen integrierten Ansatz erfordert, der technologische Innovation, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit miteinander verbindet. Die Grenzen anzuerkennen bedeutet, die Entwicklung auf ausgewogenere und inklusivere Formen auszurichten, bei denen Fortschritt nicht nur an Effizienz oder Wachstum gemessen wird, sondern auch an der Verantwortung gegenüber dem „gemeinsamen Haus“ und den zukünftigen Generationen.

Laudato si’-Gemeinschaft – Padua und Arbeitsgruppe Colibri

Treffen der Comboni-Familienangehörigen aus dem Veneto
in Padua

Am Sonntag, dem 19. April 2026, erlebte die Gemeinschaft von Padua mit Freude ein frohes Beisammensein mit den Familienangehörigen verschiedener Mitbrüder aus dem Veneto, nach einer zweijährigen Pause aufgrund von Renovierungsarbeiten am Haus. Das nun renovierte Gebäude wurde symbolträchtig der Unterbringung von Stipendiaten zugewiesen, als konkretes Zeichen der Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der Stadt und das Leben der Jugendlichen.

Etwa achtzig Personen nahmen am Treffen teil. Es war geprägt von familiärer Atmosphäre, Heiterkeit und Dankbarkeit, und bestand aus Austausch, einer Eucharistiefeier und einem brüderlichen Mittag
essen.

Alle freuten sich über das Wiedersehen, über den Austausch und über die Lebenserfahrungen der einzelnen Comboni-Missionare, die in Italien und in verschiedenen Missionen der Welt tätig sind.

Im Verlauf des Treffens erinnerte Pater Gaetano Montresor an Mitbrüder, die die Geschichte der Gemeinschaft von Padua geprägt haben, von denen einige bereits ins Vaterhaus zurückgekehrt, andere im Missionsdienst in verschiedenen Ländern tätig sind.

Pater Pietro Ciuciulla, Provinzial von Italien, dankte den Familienangehörigen für ihre Unterstützung und ihre Verbundenheit mit der Berufung ihrer Lieben und erinnerte daran, dass der missionarische Ruf oft die ganze Familie in einen gemeinsamen Glaubensweg einbezieht. Anschließend stellte er die aktuelle Situation der italienischen Provinz vor, die zwar von Schwäche und Überalterung geprägt ist, aber im missionarischen Dienst nach wie vor lebendig und großzügig ist, insbesondere in der missionarischen Bewusstseinsbildung, in der Jugendpastoral, in der Aufnahme von Migranten sowie in der Förderung von Frieden, Gerechtigkeit und ganzheitlicher Ökologie in Zusammenarbeit mit der Kirche und der Zivilgesellschaft.

Im Mittelpunkt der Eucharistiefeier, die von den Comboni-Laienmissionaren gestaltet und von Pater Pietro geleitet wurde, stand das Evangelium von den Jüngern von Emmaus, Zeichen eines Weges, der immer wieder dazu einlädt aufzustehen, neu aufzubrechen und den Herrn zu erkennen, der den Alltag mit Diskretion und Treue begleitet.

Der Tag endete mit einem brüderlichen Mittagessen in Einfachheit und Freude, bei dem der gegenseitige Dienst und das Teilen des Familiengeistes noch deutlicher zum Ausdruck kamen. Das Treffen hinterließ bei allen ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit und Gemeinschaft.

Pater Gaetano Montresor, mccj

NAP

Provinzversammlung in Cincinnati

Die Comboni-Missionare der NAP kamen vom 13. bis 17. April im Provinzhaus in Cincinnati (Ohio) zu ihrer Provinzversammlung zusammen. Der Provinzobere, Pater Jorge Ochoa, hieß alle Mitglieder der Provinz und die drei Scholastiker willkommen. In seiner Eröffnungsrede stellte er das Thema der Versammlung vor: „Das Feuer der missionarischen Leidenschaft neu entfachen“.

Bischof Earl Kenneth Mario Fernandes von Columbus (Ohio) war der Gastredner der Versammlung. Sein Beitrag fügte sich sinnvoll in das Thema der Versammlung ein und stand im Kontext der neuen Evangelisierungsinitiativen der Kirche in den Vereinigten Staaten. Mons. Fernandes erläuterte die wichtigsten Tendenzen, Chancen und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Neuevangelisierung, einem Prozess, in dem die Comboni-Missionare eine grundlegende Rolle spielen.

Die Versammlung widmete dem Austausch über die verschiedenen pastoralen Aktivitäten, die von jeder Gemeinschaft der Provinz durchgeführt werden, viel Raum. Darüber hinaus bot die Gruppenarbeit Gelegenheit zur Entscheidungsfindung zu Themen, die für die Provinz und das Institut insgesamt relevant sind.

Die Anwesenheit des Generalvikars, Pater David Costa Domingues, bereicherte die Diskussionen und die Entscheidungsfindung zu den verschiedenen aufgeworfenen Fragen im Geiste der Gemeinschaft mit dem Institut.

Außerdem wurde die Offenheit für den Heiligen Geist auf dem Weg betont, den das Institut im Hinblick auf die Zusammenlegung von Provinzen/Delegationen gehen will, mit dem Ziel, unseren Missionsdienst im Geist „des auferstandenen Christus“ zu erneuern und in der Leidenschaft des Heiligen Daniel Comboni neu zu definieren.

Im Bereich der Fortbildung reflektierten wir über das Thema „Schulung über Grenzen der Beziehungen zu Erwachsenen, in sozialen Medien und in der elektronischen Kommunikation im Jahr 2026“. Paola Muñoz, Risikoberaterin beim Praesidium – einer gemeinnützigen Organisation, die sich für das Wohlergehen von Minderjährigen einsetzt – und seit Jahren in der Missbrauchsprävention tätig ist, hat die verschiedenen Bereiche aufgezeigt, die Aufmerksamkeit erfordern, um Missbrauch in den Milieus zu verhindern, in denen wir leben und unseren Dienst ausüben.

Wir fühlten uns zudem geehrt durch den Besuch von Mons. Raphael P’Mony Wokorach, mccj, Erzbischof von Gulu (Uganda), dem wir herzlich danken. Sein kurzer Besuch gab uns die Gelegenheit, mit anderen missionarischen Einrichtungen in Uganda in Kontakt zu treten.

SÜDAFRIKA

Erneuerung der Ordensgelübde in Pietermaritzburg

Am Samstag, dem 25. April, haben die 15 Scholastiker von Pietermaritzburg vor Pater John Baptist Keraryo Opargiw, dem Provinzial von Südafrika, ihre Weihe an Gott für die Mission erneuert. Vier von ihnen wurden zu Lektoren und drei zu Akolythen geweiht. Es war eine lebhafte und farbenfrohe Feier, an der die Comboni-Gemeinschaft von Pietermaritzburg zusammen mit einigen Gemeindemitgliedern, Freunden und Ordensleuten aus benachbarten Gemeinschaften teilnahmen.

Die Feier war der Höhepunkt einer sehr intensiven Woche im Scholastikat, die von den kanonischen Besuchen der beiden Provinzoberen geprägt war: Pater Andrew Bwalya aus der Provinz Malawi/Sambia und Pater John Baptist aus Südafrika.

Pater John Baptist leitete einen Besinnungstag mit dem Thema „Unser geweihtes Leben heute – Herausforderungen und Chancen“. Er betonte die Schönheit und Bedeutung des geweihten Lebens und unsere Identifikation als authentische Berufung zur missionarischen Nachfolge. Er warnte zudem vor dem Klerikalismus, der bei einigen Scholastikern zu beobachten ist, die das Ordensgelübde nur als vorübergehende und unwesentliche Phase betrachten, in Erwartung des „wahren Ziels“: der Priesterweihe. In seiner Predigt vertiefte er das, was er als „die göttliche Kühnheit des missionarischen Auftrags“ bezeichnete – „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium“ –, eine Mission, die vertrauensvoll einigen wenigen, gebrechlichen Jüngern und heute auch uns anvertraut wurde. Schließlich ermutigte er alle Teilnehmer, Männer des Gebets zu sein und das Wort Gottes und die Eucharistie zu lieben.

Im Laufe der Woche nahm die gesamte Gemeinschaft des Scholastikats auch an akademischen Vorträgen am St. Joseph’s Theological Institute in Cedara teil, die sich mit hochaktuellen Themen befassten, darunter: „Glaube in Aktion – die Antwort der Kirche auf soziale Krisen in Afrika“; „Die Kirche als Zeichen der Hoffnung – Antworten des Glaubens auf Gewalt und Ungleichheit in afrikanischen Townships“; „Hexerei in Afrika – eine theologische Vision ihrer Befreiung“; „Künstliche Intelligenz und Glaube in Aktion“.

Die Woche war wirklich eine fruchtbare Feier des Comboni-Charismas, der Weihe an Gott für die Mission und des Dienstes in der Kirche sowie ein Moment tiefer theologischer Bildung.

Pater John Baptist Keraryo Opargiw, mccj

WIR BETEN FÜR UNSERE VERSTORBENEN

DEN VATER: David Antonio, von Pater David Octavio Aguilar Guzmán (BR)

DIE MUTTER: Maria Ribeiro, von Bruder José Eduardo Macedo de Freitas (P/U)

DIE SCHWESTER: Lina, von Pater Marillo Spagnolo (I); Anna, von Pater Maneschg Johann (DSP); Maria Madalena, von Pater Gregório Rodrigues dos Santos (P)

DIE COMBONI-SCHWESTERN: Sr. M. Antonia Hailé Solomon (I); Sr. Frizzo Teresa (I); Sr. Espinosa González M. Carmen (I); Sr. Biasia Silvana (I); Sr. Comberlato M. Lucia (I)

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Übersetzung: Pater Alois Eder