MONATSNACHRICHTEN DER COMBONI-MISSIONARE VOM HERZEN JESU
GENERALLEITUNG
Ewige Gelübde
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Br. Mamadou Cristal RCA |
Kairo |
09.07.2026 |
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Br. Kambale Meschak Kasoro (Kongo) |
Kairo |
09.07.2026 |
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Sc. Kasereka Mwami Charles |
Kairo |
09.07.2026 |
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Sc. Kpogo Komi Jules Ametefe Aimé (TG) |
Lomé |
11.07.2026 |
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Sc. Amado Komlan Gademon Prosper (TG) |
Lomé |
11.07.2026 |
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Sc. Davon Kossigan Sylvestre (TG) |
Lomé |
11.07.2026 |
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Sc. Aguiar Vignon Michel (BEN) |
Lomé |
11.07.2026 |
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Sc. Dzikunu Winfred Etse (GH) |
Lomé |
11.07.2026 |
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Sc. Twesigwe Andrew (UG) |
Lomé |
11.07.2026 |
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Sc. Mumbere Kavuthe Delphin (CN) |
Nairobi |
20.07.2026 |
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Sc. Kanosi Atambanakabange André (CN) |
Isiro |
25.07.2026 |
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Sc. Ocen Moris Paul (UG) |
Arua |
31.07.2026 |
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Sc. Apetokou Kossivi Paul (TG) |
CMM * |
13.08.2026 |
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Sc. Nyiker Chanjwiok Abdakka (SS) |
CMM * |
13.08.2026 |
* Cité Mama Mobutu (Kongo)
Priesterweihen
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Wanyama Mark Musungu (KE) |
Busia |
11.07.2026 |
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Mutheu Moses Mwatunge (KE) |
Nairobi |
25.07.2027 |
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Muhindo Muhiwa Fiston (EGSD) |
Butembo |
02.08.2026 |
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Mwaba Mathews (PE) |
Lusaka |
04.08.2026 |
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Gum Santino Mawan Guor (SS) |
Rumbek |
16.08.2026 |
Werk des Erlösers
September 01. – 15. NAP 16. – 30. PCA
Oktober 01. – 07. RCA 08. – 15. TCH 16. – 31. RSA
Gebetsmeinungen
September - Dass der Herr des Lebens unsere Augen öffnet, die Schönheit der Schöpfung zu betrachten; uns ein Herz schenkt, sie mit Liebe zu bewahren und Hände, ihr mit Gerechtigkeit zu dienen. Erneuere in uns den Geist, der alle Dinge neu macht. Lasst uns beten.
Oktober - Dass die Mitglieder der Comboni-Familie, unterstützt vom Heiligen Geist und inspiriert von heiligen Daniel Comboni, das Evangelium mit Freude verkünden und Zeichen des Lichts, der Hoffnung und der Zärtlichkeit unter den Völkern werden, zu denen sie gesandt sind. Lasst uns beten.
Liturgischer Kalender der Comboni-Missionare
SEPTEMBER
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09. |
Hl. Petrus Claver, Priester, |
Hochfest |
OKTOBER
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01. |
Heilige Theresia vom Kinde Jesu, Jungfrau und Kirchenlehrerin, Patronin der Missionen |
Fest |
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10. |
Heiliger Daniel Comboni, Bischof, |
Hochfest |
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20. |
Selige Davide Okelo und Gildo Irwa, |
Fakultatives Gedenken |
Bedeutende Gedenktage
SEPTEMBER
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09. |
Heiliger Petrus Claver |
Tschad, Kolumbien |
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14. |
Kreuzerhöhung |
Fest |
OKTOBER
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12. |
Nossa Senhora Aparecida |
Brasilien |
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16. |
Heilige Margareta Maria Alacoque, Jungfrau |
überall |
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19. |
Heilige Johannes de Brébeuf und Isaak Jogues, Priester und Gefährten, Märtyrer |
NAP |
BRASILIEN
Ernennung von Pater Mossi zum Kaplan an der „Igreja de Nossa Senhora do Rosário dos Pretos“
Am Sonntag, 12. Juli 2026, übernahm der togolesische Comboni-Missionar Pater Mossi Kuami Anoumou die Kaplanstelle an der Kirche „Nossa Senhora do Rosario dos Pretos“ in der Altstadt von Salvador, der Hauptstadt des Bundesstaates Bahia.
Die Bruderschaft gleichen Namens wurde 1685 gegründet und setzt sich überwiegend aus afrikanischen Sklaven zusammen. Seit 1714 ist sie Teil des Dritten Ordens des hl. Franziskus. Sie verfügte jedoch über keine eigene Kultstätte. Schließlich gelang es ihnen, ein Grundstück im historischen Viertel Pelourinho zu erwerben, auf dem sie eine Kirche errichten konnten, die erst 1823 fertiggestellt wurde und den obigen Namen erhielt. Seitdem ist dieses Sakralgebäude einer der symbolträchtigsten Orte der afro-brasilianischen Präsenz und Erinnerung: Es bewahrt die Geschichte, den Glauben, die Traditionen und das kulturelle Erbe der afro-brasilianischen Bevölkerung.
Zu ihren Besonderheiten gehört die Begegnung zwischen der katholischen Liturgie und einigen Ausdrucksformen der afro-brasilianischen Kultur, die sich unter anderem durch den Tanz und den Klang des Atabaque (ein Perkussionsinstrument) in einer Atmosphäre intensiver gemeinschaftlicher Teilhabe manifestieren.
Pater Mossi ist der Verantwortliche für die afro-combonianische Seelsorge in Brasilien. Für die Comboni-Missionare bedeutet die Übertragung dieser Seelsorge eine weitere Festigung des Engagements der brasilianischen Provinz zugunsten der afro-stämmigen Gemeinschaften – ein Dienst, der vor über vierzig Jahren in Salvador ins Leben gerufen wurde.
Dieses Engagement ist ein bedeutender Vertrauensbeweis seitens der Erzdiözese Salvador gegenüber der missionarischen Arbeit der Comboni-Missionare.
Zu den Aufgaben von Pater Mossi gehören die Feier der Eucharistie zu Ehren der Seligen Jungfrau vom Rosenkranz und der anderen von der Bruderschaft verehrten Heiligen, die Leitung von Exerzitien, die Spendung des Sakraments der Versöhnung und die Förderung der Katechese. Er ist zudem damit betraut, die Geschichte, die Kultur und die Verehrung der schwarzen Heiligen, wie des heiligen Antonius von Categeró, der heiligen Efigenia und des heiligen Benedikt, zu bewahren und zu fördern, ohne dabei die heilige Barbara zu vergessen, die in den afrikanisch geprägten Religionen in synkretistischer Form zusammen mit Lansã, dem Orixá der Winde, des Blitzes und der Stürme, verehrt wird. Vom Pfarrer wird erwartet, dass er alle aufnimmt, die den Vater unseres Herrn Jesus Christus verehren möchten, ohne jegliche Unterscheidung nach sozialem Status, ethnischer Zugehörigkeit oder Geschlecht. Eine weitere wichtige Aufgabe ist es, die Bruderschaft zu begleiten, damit sie weiterhin Initiativen zum Schutz der Volksfrömmigkeit, des brasilianischen kulturellen Reichtums und des religiösen, künstlerischen und historischen Erbes der afro-brasilianischen Bevölkerung fördert.
Pater Mossi hofft, das Evangelium verkünden und davon Zeugnis ablegen zu können – mit der Gnade Gottes und der Unterstützung der Comboni-Gemeinschaft –, indem er die afro-brasilianische Identität und Kultur wertschätzt und den Dialog zwischen der Botschaft des Evangeliums und den sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Realitäten der afro-stämmigen Bevölkerung fördert.
Das ist das Ziel der afro-brasilianischen Seelsorge und der Sinn seiner Präsenz in Salvador als Comboni-Missionar, der sich in diesem spezifischen pastoralen Bereich einsetzt.
Comboni-Missionare von Brasilien
Pater Ezechiele Ramin: 41. Todesjahr
41 Jahre sind seit dem gewaltsamen Tod von Pater Ezechiele Ramin vergangen, doch sein Andenken lebt weiter. Er ist präsent auf den Straßen, in den Gemeinden, in den Gebeten und vor allem in den Herzen vieler Menschen, die auch heute noch in seinem Leben ein lebendiges Zeugnis des Glaubens, der Berufung und des Engagements für die Ärmsten erkennen.
Die Gedenkfeier 2026 begann am 19. Juli mit einer Pilgerreise in die ihm gewidmete Gemeinde in Mirante da Serra, im Bundesstaat Rondônia. Mehr als 150 Menschen machten sich betend und singend auf den vier Kilometer langen Weg. Mit mehr als 500 Menschen wurde dort eine Eucharistie gefeiert. Anschließend lud die Gemeinde alle Teilnehmer zu einem Mittagessen ein – eine einfache und bedeutungsvolle Geste der Dankbarkeit und Geschwisterlichkeit, wie in den ersten christlichen Gemeinden: „Jeden Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Lauterkeit des Herzens. Sie lobten Gott und fanden Gunst beim ganzen Volk“ (Apg 2,46–47).
Vom 22. bis 24. Juli wurden die Gedenkfeiern in den Pfarreien „Sagrada Família“ und „São Judas Tadeus“, Cacoal, Rondônia, fortgesetzt. In den kirchlichen Basisgemeinden wurde ein Triduum gefeiert, um an das Leben und die Mission von Pater Ezechiele zu erinnern. Die Gemeinden versammelten sich, um das Wort Gottes zu hören und die Eucharistie zu feiern, um eines Mannes zu gedenken, der sich entschieden hatte, sein Leben in den Dienst des Evangeliums und der Ärmsten und Verlassensten zu stellen.
Als Thema der XI. Pilgerfahrt „Pater Ezechiele Ramin, lebendiger Zeuge von Berufung und Mission“ wurde die Aussage aus der Apostelgeschichte gewählt: „Sie brachen in ihren Häusern das Brot“ (vgl. Apg 2,46). Dabei gedachten die Gemeinden in Erinnerung an Ezechiele auch ihrer eigenen Berufung. Sie beteten und dankten Gott für sein Leben, für sein Zeugnis und für jene Mission, die auch nach 41 Jahren weiterhin Fragen aufwirft und zum Einsatz aufruft.
Ein besonders intensiver Moment war die Eucharistiefeier am Vorabend der Wallfahrt in der Pfarrkirche der Heiligen Familie. Etwa tausend Menschen versammelten sich, um ihren Glauben zu feiern und des Comboni-Missionars zu gedenken. Mit ihnen waren der Bischof der Diözese Ji-Paraná, Dom Norberto Foerster, drei Comboni-Priester, drei Diözesanpriester und ein ständiger Diakon aus dem Missionsgebiet Baixo Madeira in der Erzdiözese Porto Velho.
Dann kam der Tag der Wallfahrt. Am 26. Juli machten sich in Rondonlândia im Bundesstaat Mato Grosso mehr als zweitausend Pilger auf den etwa drei Kilometer langen Weg – einen Weg des Glaubens und der Hoffnung, der zu der Kapelle führt, die in der Nähe der Stelle errichtet wurde, an der Ezechiele am 24. Juli 1985 im Alter von 32 Jahren ermordet wurde.
Dieser gemeinsam zurückgelegte Weg, 41 Jahre nach seinem Tod, ist mehr als nur ein bloßes Gedenken. Er erzählt, dass ein hingegebenes Leben nicht mit dem Tod endet, dass der von Ezechiele gesäte Same weiterhin in den Gemeinden aufgeht, die gemeinsam unterwegs sind, gemeinsam beten und sich für das Leben der Ärmsten einsetzen.
Die Gedenkfeier endete mit der Feier der Eucharistie. Um den Altar versammelte sich viele Gläubige aus verschiedenen Pfarreien und Diözesen: Ordensleute, Seminaristen, zwei Diakone, zwölf Priester und zwei Bischöfe.
Doch die Pilgerreise endet nicht hier. Der Traum von Pater Ezechiele lebt weiter. Er lebt in den Gemeinden, die sich nicht mit Armut und Ungerechtigkeit abfinden wollen; in den Menschen, die sich organisieren und die Würde der Ärmsten verteidigen; die weiterhin daran glauben, dass das Evangelium die Geschichte verändern kann.
Die Anliegen, für die Ezechiele sein Leben gegeben hat, sind nach wie vor die Anliegen der Glaubensgemeinschaften, die gemeinsam ihren Weg gehen. Und während seine Schritte vor 41 Jahren zum Stillstand kamen, geht sein Weg weiter.
Pater Cosmas Musonda, mccj
DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO
Konzert für die integrale Ökologie in Kinshasa
Am 27. Juni 2026 organisierte das Missionszentrum „Laudato Si’“ in Zusammenarbeit mit der Ökokommission der Comboni-Gemeinschaft von Kinshasa und dem Chor „Afriquespoir“ ein Konzert zur Ehre Gottes, um den Einsatz jener zu würdigen, die die Schöpfung bewahren und pflegen.
Mit einem reichhaltigen Repertoire aus traditionellen, klassischen und volkstümlichen Liedern, das mit der Hymne des Zentrums „Herr, wir preisen und verehren dich für die Wunder, die du vollbringst“ eröffnet wurde, erinnerte das Konzert daran, dass der Lobpreis des Schöpfers eine der Säulen der integralen Ökologie ist. Nur wenn wir Gott als Schöpfer und Herrn des Universums anerkennen, können wir uns als verantwortungsbewusste Hüter unseres gemeinsamen Hauses wiederentdecken.
Besonders bedeutungsvoll war das Lied „Po po botiaki ntembe?“ („Warum habt ihr uns nicht geglaubt?“) des verstorbenen Pater Jean-Pierre Makamba, der die Ursachen der ökologischen und sozialen Krise anprangert: die wahllose Ausbeutung der Ressourcen, die Abholzung der Wälder, die Verschmutzung der Flüsse, die Gier derer, die sich das Gemeingut aneignen, und ein Entwicklungsmodell, das den Profit über das Wohl der Menschen und der Schöpfung stellt.
Die Reflexion wurde durch verschiedene Zeugnisse konkreten Engagements bereichert. Jugendliche der Bewegung „Laudato Si’“ stellten Initiativen zur getrennten Mülleinsammlung und zur Reduzierung des Plastikverbrauchs vor. Die Ökokommission der Comboni-Gemeinschaft stellte Projekte zum Recycling und zur Wiederverwendung von Reifen und anderen Materialien vor. Außerdem wurden Beispiele für die Herstellung von Bio-Kosmetika, die Aufwertung natürlicher Produkte, der Kampf gegen die Entwaldung sowie das Projekt „Ein Jugendlicher – ein Baum“ präsentiert, das darauf abzielt, die Stadt Kinshasa grüner zu machen.
Die Erfahrungsberichte zeigten, wie die Bewahrung der Schöpfung durch kleine alltägliche Gesten und Initiativen erfolgt, die die gesamte Gemeinschaft einbeziehen können. Der Tag endete mit einem Freundschaftstrunk, der auf die nächsten Treffen und zukünftigen Initiativen des Missionszentrums „Laudato Si’“ im Zeichen eines zunehmend naturfreundlichen und auf Geschwisterlichkeit gegründeten Lebensstils hinwies.
Pater Fernando Zolli, mccj
DEUTSCHSPRACHIGE PROVINZ
Landesgartenschau in Ellwangen
Sieben Jahre – vom Zuschlag bis zur Fertigstellung – dauerte es, bis die Landesgartenschau in Ellwangen ihre Tore öffnen konnte. Es waren Jahre des Planens, des Entwickelns und vieler Arbeit, bis alles fertig war. Gartenschau bedeutet in erster Linie viele Blumen und Gewächse, aber auch viel Kreativität. Schließlich waren 60.000 meist heimische Gewächse, Sträucher und Bäume gepflanzt.
Wer es nicht weiß: Die Jagst ist das Flüsschen, das viele Jahre verschiedene Stadtteile von der Kernstadt Ellwangens getrennt hatte. Nach der Begradigung des Gewässers vor einigen Jahrzehnten entstand der „Schießwasen“ westlich der Altstadt. Es war eine große Fläche, die kostenloses Parken ermöglichte. Ansonsten war das riesige Grundstück größtenteils geteert und damit nicht wirklich attraktiv. Mit Blick auf diese Situation dürfte wohl der Leitspruch „Ellwangen an die Jagst“ in Anlehnung an den Stadtnamen „Ellwangen an der Jagst“ entstanden sein. Die Trennung zwischen Stadtteilen und der Kernstadt soll in Verbindendes umgewandelt werden.
Zunächst wurde die Jagst renaturiert. Sie erhielt wiederum viele Flussschleifen und verhalf zu drei „Parks“ in der Nähe zum Wasser. Ein solcher Park wird jetzt von Wasserbüffeln, Ponys und Rindern bewohnt. Der Brückenpark und Stadtpark sind die zwei weiteren Parks. Sie laden mit neugeschaffenen Plätzen für Konzerte, Orten zur Entspannung und zur Begegnung, Spielplätzen sowie Veranstaltungen am Abend vor allem für Jugendliche ein. Tatsächlich gibt es 2.000 verschiedene Programmpunkte mit vielen verschiedenen Highlights für Groß und Klein. Besonders sei hier noch die Blumenhalle im Kreuzgang der Basilika erwähnt. Hier werden Blumen und florale Kunstwerke gezeigt, welche jede Woche neugestaltet werden und die Besucher und Besucherinnen mit ihrer Schönheit begeistern.
Die Jagst trennt nicht mehr, sondern verbindet ab jetzt. „Wandel ist möglich“ ist ein durchaus treffendes Schlagwort! Damit alles gut klappt, hatten bzw. haben mehr als 1.000 Ehrenamtliche wichtige Dienste übernommen. An den ersten drei Tagen dürften etwa 23.000 Personen die LGS besucht haben! Das ist fast so viel, wie die Stadt Einwohner hat. Die Jagst wurde in ihrer Biodiversität aufgewertet, aber auch die Kommune mit neuen Angeboten durch das Flüsschen.
Zu Beginn am 24. April ließen sich viele Ellwanger und Übernachtungsgäste durch Böllerschüsse wecken. Und wer rechtzeitig zum weithin sichtbaren riesigen Zelt gekommen war, durfte sich zunächst an Liedern verschiedener Chöre erfreuen. Dennoch mussten viele während der Eröffnungsveranstaltung stehen. Aber es herrschte ja Kaiserwetter ohne Wölkchen am Himmel. Der Eröffnungsakt wurde auch im Zelt und darüber hinaus eine heitere Angelegenheit zwischen Berichten, Grußworten und Musik. Winfried Kretschmann, der scheidende Ministerpräsident von Baden-Württemberg, war natürlich auch um einen Redebeitrag gebeten worden. Immer wieder brandete anhaltender Applaus auf. Gewiss war Letzteres ein Zeichen dafür, dass die Redner die frohe Befindlichkeit der Anwesenden getroffen hatten. Am Schluss wurde die inoffizielle Hymne von Württemberg angestimmt. Ein bisschen Lokalpatriotismus gehörte schließlich auch dazu. Und es ist einfach ein schönes Lied.
Auffallend war in der jüngsten Zeit die gute Stimmung in der Stadt: Man kam mit Menschen sehr leicht in ein schönes Gespräch oder wurde angesprochen. Die überwiegende Mehrheit der Ellwanger und Ellwangerinnen freute sich auf ihre Landesgartenschau.
Doch da ist noch etwas Interessantes: Die LGS in Ellwangen hat einen ökumenisch geführten „Kirchengarten“. Auch hier gibt es entsprechend schöne und passende Veranstaltungen das Leben, den Glauben und die Kirche betreffend. Und das alles unter dem Schlagwort „Sei willkommen!“ Es beeindruckt, wie evangelische, katholische, neuapostolische und evangelisch-methodistische Christinnen und Christen Hand in Hand zusammenarbeiten.
Konfessionszugehörigkeit war und ist bei der Ellwanger LGS keine Frage. Dieses wurde verdeutlicht durch die Anwesenheit von Diözesanbischof Klaus Krämer (Rottenburg-Stuttgart) und seinem protestantischen Gegenpart, Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Die beiden leiteten am ersten Sonntag der Gartenschau einen ökumenischen Gottesdienst. Dazu waren rund 10.000 Mitfeiernde gekommen. Fast wie beim Papst in Rom.
Wir Comboni-Missionare wohnen direkt am LGS-Gelände. Deshalb stellen wir die alte Seminarkapelle zum Ausruhen bzw. zur Stille zur Verfügung. Außerdem machen vier Mitbrüder als Gesprächspartner beim „Zuhör-Bänkle“ im Kirchengarten mit. Menschen, die ein Gespräch suchen, können sich mittwochs zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr an einen „Zuhörer“ wenden. Wir vier decken mit unseren jeweils fünf bis sechs Einsätzen im Kirchengarten während der LGS knapp die Hälfte der Präsenz am Zuhör-Bänkle ab.
Ellwangen an die Jagst – den Mitmenschen und der Schöpfung nahe! Es gibt einfache, hinweisende und kleine Zeichen! Auch zum Bänkle kommen Menschen, die beim Austausch zum Geschenk für einander werden - Katholiken wie Mitchristen anderer Kirchen. Ihre Anliegen – darunter auch die Frage nach einer glaubwürdigen Kirche und deren ewiges und enttäuschendes Zögern – wirken ermutigend.
Was aber wird über den 4. Oktober 2026 hinaus bleiben, wenn die LGS zu Ende geht? So oder so ist in Ellwangen und den umliegenden Gemeinden die LGS in diesem Sommer erstmal das wichtigste und prägendste Thema.
Bei so viel (Lebens-)Freude und Teilnahme seitens der Bevölkerung müssten wir Missionare die Ohren spitzen und hinschauen – begreifend, was da wirklich abgeht und worauf es ankommt. Dann werden auch wir die Beschenkten und Ermutigten sein – und dürfen uns genauso freuen.
Pater Anton Schneider, mccj
ÄGYPTEN-SUDAN
Kairo – Ewige Gelübde und Diakonatsweihen
„Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter!“ (Mt 9,37). Mit diesen Jesu Worten haben drei unserer Scholastiker nach dem Abschluß ihrer theologischen Ausbildung in Beirut – Mamadou Cristal aus der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), Kambale Meschack Kasoro und Kasereka Mwami Charles, beide aus der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) – Freunde und Mitbrüder eingeladen, um ihre Freude anlässlich der ewigen Gelübde und der Diakonatsweihe zu teilen, die am 9. bzw. 10. Juli gefeiert wurden.
Die Feier der ewigen Gelübde, die vom Provinzial von Ägypten-Sudan geleitet wurde, fand in der Kirche Cordi Jesu statt, die auf dem Grundstück errichtet wurde, das der heilige Daniel Comboni selbst zur Gründung seiner Institute in Kairo erhalten hatte. An der Feier nahm auch Pater Kakule Muvawa Emery-Justin, Provinzial der Provinz DR Kongo, teil.
Die Diakonatsweihe fand hingegen in der Pfarrei Sakakini statt, die vor allem von Flüchtlingen aus dem Sudan und dem Südsudan in Kairo besucht wird. Mons. Claudio Lurati, Apostolischer Vikar von Alexandria, nahm die Weihe vor.
An beiden Feiern nahm eine große Zahl junger Menschen teil, die dazu eingeladen waren, am Weg unserer drei jungen Mitbrüder zu erkennen, wie die Kirche durch die Vielfalt der Charismen und Berufungen bereichert wird und wie die Mission Menschen aus verschiedenen Völkern und Nationen vereint.
Beide Liturgien wurden auf Arabisch, Englisch und Französisch gefeiert. Ihr missionarischer Charakter ist ein charakteristisches Merkmal der Feiern, die wir Comboni-Missionare häufig in Kairo gestalten, und ist ein konkretes Zeugnis für den missionarischen Charakter der Weltkirche.
Dies gewinnt in einer Zeit, in der Flüchtlinge und Ausländer in Ägypten wie auch in vielen anderen Teilen der Welt Schwierigkeiten haben, ihren rechtmäßigen Platz in der Gesellschaft zu finden, eine noch tiefere Bedeutung.
Pater Diego Dalle Carbonare, mccj
Khartum – Das Comboni College öffnet wieder seine Tore
Als am 15. April 2023 in Khartum der Krieg ausbrach, war das Comboni College eine blühende Bildungseinrichtung. An der Grundschule waren 1.055 Schüler eingeschrieben; 827 Schüler besuchten die Oberstufe und 786 belegten Kurse am College für Wissenschaft und Technologie.
Innerhalb weniger Stunden wurde ihr Leben auf den Kopf gestellt. Die Schüler, ihre Familien, die Lehrkräfte und die Comboni-Gemeinschaft waren gezwungen, auf der Suche nach Sicherheit aus der Hauptstadt zu fliehen, während heftige Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF) die Stadt verwüsteten, Gebäude und Infrastruktur zerstörten und die Hoffnungen und Träume Tausender Menschen zunichtemachten.
Khartum blieb bis März 2025 unter der Kontrolle der RSF, bis die SAF die Stadt zurückeroberte und damit den Weg für die schrittweise Rückkehr der Bewohner sowie den Beginn des langwierigen Wiederaufbauprozesses ebneten.
Als wir zum Comboni College zurückkehren konnten, bot sich uns ein herzzerreißender Anblick: Alle Stromkabel auf dem Campus waren durchtrennt; die Wasserversorgung zerstört; Computer, Klimaanlagen und digitale Geräte geplündert; die Wände durchlöchert. Auf dem Schulhof, wo Generationen von Kindern gespielt, gelacht und geträumt hatten, lagen noch immer Leichen der RSF-Kämpfer, die während der Schlacht getötet worden waren.
Und doch wurde den Comboni-Missionaren inmitten dieser Verwüstung bewusst, wie viel Glück sie gehabt hatten. Im Gegensatz zu vielen benachbarten Gebäuden, die in Schutt und Asche lagen, niedergebrannt oder schwer beschädigt waren, standen die Hauptgebäude des Comboni-Colleges noch da. Da sie den Krieg überstanden hatten, konnten sie das Fundament für einen Neuanfang bilden.
Am Samstag, dem 4. Juli 2026, nach über drei Jahren erzwungener Schließung, gab das Comboni College in Khartum bekannt, dass die Grundschule und das Gymnasium im September für das Schuljahr 2026–2027 wiedereröffnet wird und wieder Schüler aufnimmt.
Das College für Wissenschaft und Technologie, das im November 2023 gezwungen war, seinen Betrieb nach Port Sudan zu verlegen, bemüht sich derzeit um Finanzmittel zur Sanierung seiner Einrichtungen in der Hauptstadt, in der Hoffnung, den akademischen Betrieb im Jahr 2027 wieder aufnehmen zu können.
Die Wiedereröffnung des Comboni-Colleges in Khartum – einer Einrichtung, die seit ihrer Gründung im Jahr 1929 Generationen sudanesischer und südsudanesischer Studenten ausgebildet hat – bedeutet weit mehr als nur die Wiederaufnahme des Schulbetriebs: Sie ist ein greifbares Zeichen der Hoffnung für die fast sechs Millionen Einwohner von Khartum, die sich für den Wiederaufbau ihrer Stadt, ihrer Gemeinden und ihrer Zukunft einsetzen.
Pater Jorge Naranjo, mccj
SPANIEN
Provinzversammlung
Vom 22. bis 27. Juni trafen sich in Palencia dreißig Comboni-Missionare zur jährlichen Provinzversammlung. Die Versammlung wurde vom plötzlichen Tod von Bruder Holgado Salvide Arístides überschattet, der sein Leben der Mission in Mosambik, Ecuador, Kolumbien und Spanien gewidmet hatte. Er erlag den Komplikationen, die nach einer offenen Herzenoperation aufgetreten waren.
Der Provinzobere Pater Llamazares González Miguel Ángel und einige Teilnehmer fuhren zur Beerdigung nach Madrid. Trotz der Trauer setzten die übrigen Teilnehmer das vorgesehene Programm fort.
Der erste Tag war der ständigen Weiterbildung gewidmet. Dabei kam das Thema „Die Mission heute in Spanien“ zur Sprache. Der Jesuit Pablo Guerrero Rodríguez sprach über eine Idee, die in missionarischen Kreisen zunehmend an Bedeutung gewinnt: „Auch Spanien ist Missionsland“.
Am zweiten Tag wurde ein für das Institut besonders wichtiges Thema behandelt: die Zusammenlegung der Jurisdiktionsbereiche. Pater Pietro Ciuciulla, Provinzial der italienischen Provinz, erläuterte die Vision, die diesem Prozess zugrunde liegt. Die Arbeitsgruppen brachten ihre Befürchtungen und Zweifel zum Ausdruck, die dieser Weg der Neuordnung hervorruft, der mit dem Generalkapitel 2028 seinen Höhepunkt erreichen wird.
Gegen Ende der Versammlung hatten Teilnehmer die Möglichkeit, die Gegend um Palencia kennenzulernen. In Paredes de Nava besichtigte die Gruppe die Kirche Sant’Eulalia und anschließend das Museum von San Pedro in Becerril de Campos.
Am letzten Tag legten der Provinzobere Pater Miguel Ángel und die Sekretariate der Mission, der Ausbildung und der Finanzen ihre Berichte vor.
Die Versammlung endete mit einer Danksagungsfeier zum 25. Jahrestag der Priesterweihe zweier Mitbrüder: Enrique Bayo und Rafael Armada.
Die nächste Provinzversammlung findet Ende Juni 2027 statt.
Pater Gbama Nsusu Boniface, mccj
Provinzbesuch
Vom 6. bis 19. Juli 2026 besuchte Generalrat Pater Radol Austin Odhiambo offiziell die Provinz Spanien, begleitet vom Provinzial Pater Llamazares González Miguel Ángel.
Der Besucher wollte mit besonderem Bezug auf die Entscheidungsfindung bezüglich der Neuordnung der europäischen Provinzen vor allem zuhören, sich ein direktes Bild von der lokalen Situation machen und mit den Mitbrüdern einen offenen Dialog führen.
Nach dem ersten Treffen am 7. Juli in Madrid besuchte Pater Austin die Gemeinschaften in Moncada, Barcelona, Palencia und Palas de Rei, traf sich mit den Mitbrüdern und besprach mit ihnen das Leben im Institut, die Zukunftsperspektiven der Mission und der Comboni Präsenz in Europa. Er würdigte die missionarische Arbeit der Gemeinschaften in Madrid, Barcelona und Palas de Rei und die Zusammenarbeit mit der Ortskirche sowie das wertvolle Zeugnis der älteren und kranken Mitbrüder in Moncada und Palencia. Die beiden Gemeinschaften in Granada hatte er bereits im Dezember 2025 besucht.
Der Besuch von Pater Austin war für die Gemeinschaften ein Moment der Ermutigung und Anregung, das Geschenk der missionarischen Berufung im europäischen Kontext mit Freude und im Geist der Brüderlichkeit zu leben – im Bewusstsein, dass die Mission weder räumliche noch zeitliche Grenzen kennt und der Ruf, die missionarische Berufung zu leben, für immer gilt, unabhängig vom Alter und an jedem Ort, auch im „Missionsland“ Europa.
Am Ende seines Besuchs bedankte sich Pater Radol für den Empfang und die Begleitung und ermutigte alle, den Weg der Erneuerung voller Zuversicht fortzusetzen: „Ich ermutige euch, diesen Weg mit Zuversicht und Hoffnung fortzusetzen.“ In Bezug auf den Prozess der Neuordnung der europäischen Provinzen erinnerte er daran: „Wenn wir es verstehen, uns dem Herrn anzuvertrauen, kann auch dieser Prozess zu einer Chance für Wachstum, Gemeinschaft und neuen missionarischen Eifer werden.“
Pater Miguel Ángel, mccj
Sommerlager
Vom 19. bis 26. Juli fand in Huétor Santillán (Granada) das von der Jugendzeitschrift „Aguiluchos“ organisierte Sommerlager statt. Unter den 47 Teilnehmern waren 28 Kinder, 14 Betreuer, zwei angehende Betreuer sowie Comboni-Missionare und Köche.
Es waren Tage des Beisammenseins, der Weiterbildung, des Gebets und des Vergnügens, ein gelungener Weg, um menschlich und christlich zu wachsen. Jeden Tag wurde ein anderes Thema behandelt – von der Selbsterkenntnis bis zum Verstehen der uns umgebenden Welt, von Armut und Demut bis zur Liebe. Durch entsprechende Aktivitäten wurde die ganzheitliche Entwicklung der Kinder gefördert.
Ein besonderer Moment war das Endspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026, das von den Teilnehmern gemeinsam auf einer Großbildleinwand miterlebt wurde. Der Sieg Spaniens über Argentinien sorgte für große Freude und trug dazu bei, eine festliche Stimmung zu schaffen, wodurch die Bindungen zwischen den Teilnehmern noch weiter gestärkt wurden.
Für die Betreuer ist ein „Aguiluchos“-Camp viel mehr als nur ein Sommercamp. Eva Tobalina beschreibt es als „einen sicheren Ort und eine zweite Familie“, an dem die Kinder menschliche Werte und die Themen der Mission kennenlernen. Für Ignacio García Navarrete, der seit 16 Jahren mit uns zusammenarbeitet, ist ein „Aguiluchos“-Camp ein Ort, an dem „die Werte der Mission, der Geschwisterlichkeit und des Dienstes auf freundliche und fröhliche Weise gelebt werden“.
Auch für den jungen Alberto Rojas, der nach der Teilnahme an früheren Camps als Vorbetreuer nun zum Betreuer geworden ist, stellt das Camp eine neue Etappe des Wachstums dar: „Man hört nicht auf, ein Kind zu sein, wenn man Betreuer wird; es beginnt einfach eine neue Etappe, um weiter zu lernen und zu wachsen.“ Der Comboni-Scholastiker Jonathan Rodríguez, der zum zweiten Mal am Lager teilnahm, erklärte: „Diese Tage mit den Kindern zu teilen und sie in den Momenten des Zusammenlebens, des Gebets und des Spaßes zu begleiten, war eine zutiefst bereichernde Erfahrung. Mein Herz ist voll von Freude und Dankbarkeit.“
Das Camp endete mit einer Eucharistiefeier unter dem Vorsitz von Pater Zoé Musaka. Zwischen Müdigkeit, Freude und Tränen beim Abschied kehrten alle mit dem Bewusstsein nach Hause zurück, dass die Erfahrung das ganze Jahr über anhält. Und die Kinder haben mit ihrer Spontaneität bereits die schönste Frage gestellt: „Wie lange dauert es noch bis zum nächsten Camp?“
Pater Justus Oseko, mccj
ÄTHIOPIEN
Jahresexerzitien
Vom 24. bis 31. Juli trafen sich die Mitbrüder im Galilee Centre in Bishoftu, dem Exerzitienhaus der Gesellschaft Jesu, zu den üblichen Jahresexerzitien.
Die Comboni-Missionsschwestern hatten das Organisatorische übernommen, und der aus Tansania stammenden Jesuit Pater Raymond Manyanga hielt die Vorträge. Unter den Teilnehmern waren zwölf Comboni-Schwestern, elf Comboni-Missionare und sechs „Dienerinnen der Kirche“, einer lokalen Ordensgemeinschaft, die vom Comboni-Bischof Armido Gasparini im Vikariat Hawassa gegründet worden war.
Das gewählte Thema lautete „Kreative Treue“ – eine Einladung, das vom heiligen Daniel Comboni hinterlassene missionarische Charisma wiederzuentdecken und neu zu beleben. Obwohl Pater Raymond der Gesellschaft Jesu angehört, hob er einige charakteristische Merkmale der Comboni-Familie hervor, darunter das Gemeinschaftsleben und die besondere Aufmerksamkeit für die Mission in den schwierigsten Umfeldern.
Der Prediger lud gleich zu Beginn die Teilnehmer ein, ein Anliegen für diese besondere Zeit der Begegnung mit dem Herrn zu formulieren und sich dabei von der Frage leiten zu lassen, die Jesus im Markusevangelium an den blinden Bartimäus richtete: „Was soll ich für dich tun?“ (Mk 10,51).
Die Betrachtungen sollten den Teilnehmern helfen, die eigene Identität bewusster zu leben, die empfangenen Gaben anzuerkennen und den Wert des gemeinschaftlichen Gebets wiederzuentdecken.
Im Verlauf der Exerzitien wurden auch andere Themen angesprochen, die für das geweihte und missionarische Leben von Bedeutung sind: die Einheit in der Vielfalt, die Bedeutung der Ordensgelübde und die Wichtigkeit, den besonderen pastoralen Dienst, den die Oberen jedem Mitglied anvertraut haben, durch das Gebet zu unterstützen. Die letzte Meditation war der Gestalt des Apostels Petrus gewidmet, wie sie in den Evangelien dargestellt wird.
Die Exerzitien fanden in einer friedlichen und dem Gebet förderlichen Atmosphäre statt und boten allen Teilnehmern die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Gott zu erneuern und zum Wesentlichen der missionarischen Berufung zurückzukehren.
Die Zeit der Exerzitien wurde zudem durch die Feier des Gedächtnisses an den seligen Giuseppe Ambrosoli und an den heiligen Ignatius von Loyola am letzten Tag bereichert.
Alle Teilnehmer dankten für diese wertvolle Zeit des Zuhörens, des Gebets und der Brüderlichkeit. Eine Erfahrung, die man, wie Pater Raymond betonte, im Hinblick auf eine „kreative Treue“ zum empfangenen Charisma und zur Mission leben sollte.
Pater Hippolyte Apedovi, mccj
ITALIEN
Beitritt zur Plattform der „Laudato Si’“-Initiativen
Am 24. Mai, dem elften Jahrestag der Enzyklika „Laudato si’“, hat sich unsere Provinz der Plattform „Laudato Si’“ offiziell angeschlossen. In Treue zu den Beschlüssen des letzten Generalkapitels hat die Provinz diese Entscheidung in dem Bewusstsein getroffen, dass das Engagement für soziale Gerechtigkeit und für Umweltgerechtigkeit heute untrennbar miteinander verbunden sind – vor dem Hintergrund einer schweren Krise, die vor allem die Ärmsten trifft. Menschliche und nichtmenschliche Geschöpfe erheben gemeinsam ihre Stimme, da sie sich weit entfernt fühlen von dem Versprechen eines erfüllten Lebens, das dem Schöpfer am Herzen liegt.
Das letzte Generalkapitel hat beschlossen, auf die Herausforderungen des gegenwärtigen epochalen Wandels im Lichte des Wortes Gottes und gemäß den Leitlinien der integralen Ökologie zu reagieren, die die pastoralen, liturgischen, bildungsbezogenen, sozialen, wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Dimensionen miteinander verbinden. Das Institut ist verpflichtet, „sich der vom Dikasterium für den Dienst der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung geförderten Plattform der Laudato-Si’-Initiativen auf den verschiedenen Ebenen (Gemeinschaft, Jurisdiktionsbereichen, Institut) anzuschließen“ (AC ’22, 30.1), in operativer Zusammenarbeit mit der Laudato-Si’-Bewegung. In der Praxis handelt es sich um einen individuellen Weg des Engagements und der Umkehr, den jede Einrichtung oder Gruppe auf ihre eigene Weise beschreitet, um im Geist der Enzyklika „Laudato si’“ auf Nachhaltigkeit hinzuarbeiten. Neben den Ordensgemeinschaften beteiligen sich Familien, Pfarreien und Diözesen, Bildungseinrichtungen, Gruppen und Bewegungen daran.
Die italienische Provinz hat bereits vor einiger Zeit das „Vademecum Laudato Si’“ erarbeitet, um die Mission im Lichte dieser notwendigen Umkehr auszurichten. Das Dokument bietet den lehramtlichen Bezugsrahmen für dieses Engagement und stellt konkrete Wege in fünf Bereichen vor: Umgang mit Lebensmitteln, Abfall, Mobilität, Beziehungen und Lebensstilen sowie mit der Wirtschaft und den Versorgungsleistungen. Genau dieses Vademecum wird der Bezugspunkt für unser Engagement in der Plattform sein. Damit können wir die gereiften Überlegungen, die Fortschritte, die wir erzielen, und die Fähigkeit, andere Menschen und Gruppen einzubeziehen, miteinander teilen.
Nach dem Beitritt der Provinz zur Plattform wird der nächste Schritt von den einzelnen Comboni-Gemeinschaften in Italien ausgehen. Denn gerade in den Gebieten, in denen wir leben, können wir im Gefüge unserer Beziehungen am konkretesten die Inspiration der integralen Ökologie bezeugen. Die Kommission für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung (GPIC) der Provinz steht den Gemeinschaften, die diesen Weg einschlagen möchten, mit Rat, Anregungen und Vorschlägen zur Seite.
Papst Franziskus: „Uns bewegt die Liebe im gesellschaftlichen Bereich, neben der Bedeutung der kleinen täglichen Gesten an große Strategien zu denken, welche die Umweltzerstörung wirksam aufhalten und eine Kultur der Achtsamkeit fördern, die die gesamte Gesellschaft erfüllt.“ (Laudato si’, 231).
Pater Dario Bossi, mccj
Aufruf zum Einsatz für den Frieden im Sudan.
Vorgeschlagene Initiativen
Am 7. Juli 2026 haben die Oberen der Comboni-Provinzen in Italien und Ägypten-Sudan in einem offenen Brief die Mitbrüder in Italien dazu aufgerufen, sich dem missionarischen Einsatz für den Frieden im Sudan anzuschließen, indem sie entsprechende Nachrichten verbreiten und für den 28. Juli einen Tag des Fastens und Gebets planen. Hier ist der Wortlaut des Briefes.
Liebe Mitbrüder der italienischen Provinz,
wir schreiben euch diesen Brief, der von den Provinzoberen Italiens und von Ägypten-Sudan unterzeichnet ist, um auf die äußerst ernste Lage aufmerksam zu machen, in der sich das Land befindet, das der heilige Daniel Comboni über alles liebte.
Wir möchten an die prekäre Lage und die Gewalt erinnern, die das sudanesische Volk bedrohen, und anschließend einige Initiativen vorstellen, die wir dank einer interprovinziellen Arbeitsgruppe vorantreiben, an der sich auch verschiedene katholische und zivile Organisationen beteiligen. Abschließend möchten wir euch einen Vorschlag unterbreiten, wie wir uns als Comboni-Gemeinschaften in unseren Umfeldern engagieren können.
Die ernste Lage im Sudan
Wie wir wissen, hat der Konflikt im Sudan, der im April 2023 zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF) begann, eine der schwersten humanitären Krisen weltweit ausgelöst. Schätzungen zufolge wurden Zehntausende Menschen getötet, über 14 Millionen mussten ihre Häuser verlassen, und mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist heute auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Die Befürchtung weiterer Massenmorde wird in Nord- und Süd-Kordofan immer konkreter, wo die RSF ihre Belagerungen fortsetzen und sich offenbar auf einen Angriff auf die Stadt El Obeid vorbereiten. Es könnte sich eine Tragödie wiederholen, bei der Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen werden, ähnlich denen, die zwischen Mai 2024 und Oktober 2025 in El Fasher verübt und in einem aktuellen Bericht von Amnesty International angeprangert wurden. Humanitäre Organisationen warnen, dass in El Obeid aufgrund des gravierenden Mangels an Nahrungsmitteln und Trinkwasser und der Gefahr von Cholera bereits ein Notstand herrscht.
Auch der Vatikan hat sich vor dem UN-Menschenrechtsrat besorgt über die drohende neue Tragödie geäußert.
Die Zeitschrift „Nigrizia“ verfolgt mit Aufmerksamkeit die Entwicklungen und steht in ständigem Dialog mit den Comboni-Missionaren und anderen Zeugen vor Ort.
Laufende Initiativen in Italien
Seit mehr als zwei Jahren bemühen sich etwa zwanzig italienische und sudanesische zivile Organisationen [ACLI, Amnesty International Italien, ANPI, AOI (Verband italienischer Nichtregierungsorganisationen), ARCI, Baobab Experience, Caritas Italien, CIPAX, Internationales Komitee für den Frieden im Sudan, Gemeinschaft Sant’Egidio, sudanesische Gemeinschaft in Italien, „Economia Disarmata“ – Fokolar-Bewegung Italien, Emergency, FOCSIV, Stiftung Nigrizia, Ärzte ohne Grenzen, Comboni-Missionare in Italien, Italienisches Netzwerk für Frieden und Abrüstung, Un Ponte Per] darum, die Öffentlichkeit für die schwere humanitäre Krise im Sudan zu sensibilisieren, unter anderem durch Interventionen im italienischen und im Europa-Parlament. Ende 2025 wurden zwei offizielle Erklärungen veröffentlicht: Die erste im Oktober, in der ein dringendes Eingreifen der italienischen Regierung gefordert wurde, um humanitäre Korridore in El Fasher zu eröffnen; die zweite im Dezember, in der die Einstellung der militärischen Zusammenarbeit der italienischen Regierung mit den Vereinigten Arabischen Emiraten gefordert wurde, die ihrerseits die RSF mit Waffen beliefern.
Ein Studienseminar, das im Juni 2026 in unserem Generalat in Rom stattfand, befasste sich eingehend mit den Zusammenhängen zwischen dem sudanesischen Goldhandel und dem Krieg und deckte erneut die schwerwiegende Komplizenschaft der Vereinigten Arabischen Emirate auf. Zu diesem Thema findet am 28. Juli in Rom eine Pressekonferenz statt.
Vorschläge für die Comboni-Gemeinschaften
In einer besonders ernsten und heiklen Zeit laden wir die Mitbrüder der italienischen Provinz ein, sich dem Engagement für den Frieden im Sudan anzuschließen:
Sprecht darüber in euren Gemeinschaften und in der Umgebung und verbreitet die Nachrichten, die wir regelmäßig zu diesem Thema veröffentlichen.
Lasst uns gemeinsam mit den christlichen Gemeinden, mit denen wir den Glauben und den Weg teilen, an einem Tag des Fastens und Gebets teilnehmen, der mit der Pressekonferenz am 28. Juli zusammenfällt: So mögen die Sorge und das missionarische Engagement vieler Menschen für den Frieden zum Ausdruck kommen.
Vertrauen wir auf den Gott des Friedens, auf Maria, die Mutter der Versöhnung, und auf die Fürsprache des heiligen Daniel Comboni, damit sich Wege zur Lösung des Konflikts in dem leidgeprüften sudanesischen Land öffnen.
Verona und Khartum, 7. Juli 2026
Pater Pietro Ciuciulla, Provinzial von Italien
Pater Diego Dalle Carbonare, Provinzial von Ägypten-Sudan
MALAWI-SAMBIA
Chama – Ewige Gelübde von Bruder Pedrito
Am 21. Juni 2026 legte Bruder Pedrito Mário in der dem hl. Daniel Comboni geweihten Pfarrei in Chama die ewigen Gelübde ab. Zur Eucharistiefeier hatten sich unter dem Vorsitz des Provinzials, Pater Andrew Bwalya, Mitbrüder, Gemeindemitglieder, Familienangehörige und Freunde in einer Atmosphäre großer Freude und Anteilnahme versammelt.
In seiner Predigt erinnerte Pater Andrew an die Worte Jesu „Fürchtet euch nicht“ und ermahnte Bruder Pedrito, seine Berufung mit Mut, Glauben und Ausdauer zu leben und auch in schwierigen Zeiten stets auf Gottes Vorsehung zu vertrauen.
Bruder Pedrito stammt aus Netia im Norden Mosambiks. Er legte 2017 seine ersten Gelübde ab, absolvierte eine vierjährige Ausbildung in Nairobi (Kenia) und wurde 2022 in die Provinz Malawi-Sambia entsandt. Derzeit ist er in der Mission von Chama tätig, wo er für den landwirtschaftlichen Betrieb verantwortlich ist und die Aktivitäten der Sozialpastoral koordiniert, wodurch er sowohl zur Entwicklung der Gemeinschaft als auch zur Evangelisierung beiträgt. Die ewigen Gelübde sind ein bedeutender Moment der Hoffnung für die Kirche und die Comboni-Familie.
MEXIKO
Exerzitien und Provinzversammlung
Vom 27. bis 31. Juli nahmen etwa zwanzig Mitbrüder an den jährlichen Exerzitien teil, die Pater Rodríguez Gonzáles Juan Martín, Provinzial von Ecuador, leitete. Mit einfachen und brüderlichen Worten und anhand seiner eigenen spirituellen und missionarischen Erfahrungen lud Pater Juan Martín die Teilnehmer ein, unserer Geschichte zu gedenken und unsere Berufung aufzufrischen, die wir vom Herrn erhalten haben, um in Dankbarkeit und Bereitschaft das zu leben, wozu Gott uns heute beruft.
Es waren fünf intensive Tage, an denen die Atmosphäre, die wunderschöne natürliche Umgebung des Hauses und der herzliche Empfang durch die gastgebende Gemeinschaft dazu beigetragen haben, sich in die Gegenwart Gottes zu begeben, um neue Kraft zu schöpfen und den Weg in der Nachfolge Christi gemäß dem Comboni-Charisma fortzusetzen.
Provinzversammlung – Nach einem erholsamen Wochenende begann am 4. August die Provinzversammlung, an der viele Mitbrüder teilnahmen.
Die ersten beiden Tage waren dem Thema der Zusammenlegung der Provinzen Mexiko und Mittelamerika (PCA) gewidmet. Anwesend waren auch Pater Jorge Elías Ochoa Gracián Jorge, Provinzial der nordamerikanischen Provinz, und Pater Enrique Sánchez González, Provinzial der PCA.
Eine wertvolle Hilfe leistete Dr. Ana Lilia Vera Perdono, die einen Vortrag über Globalisierung, im Zusammenhang mit unserem Wiedervereinigungsprozess, hielt. Die Globalisierung verändert uns und lädt uns ein, darüber zu sprechen, was uns verbindet. Ausgehend von ihrem Vortrag und der Realität, die wir erleben, nahmen wir uns Zeit für persönliche und gemeinsame Überlegungen. Es war eine sehr bereichernde Reflexion, die uns helfen wird, diesen Prozess mit Zuversicht und Hoffnung zu leben.
Ein wichtiger Meilenstein dieses Prozesses werden die Tage vom 18. bis 27. September sein, wenn sich der Generalobere Pater Luigi Codianni und der Generalvikar Pater David Costa Domingues in Mexiko-City mit den Kommissionen zur Neugestaltung der Region treffen werden.
Der dritte und letzte Tag der Versammlung, 6. August, war den Berichten der verschiedenen Sekretariate und des Provinzrats gewidmet, um den in diesem Jahr zurückgelegten Weg zu bewerten und den für das nächste Jahr zu planen.
Auch Momente der Erholung, des Sports und der Geselligkeit fehlten nicht, was dazu beitrug, während der gesamten Dauer der Versammlung eine fröhliche und brüderliche Atmosphäre zu schaffen.
PERU
Provinzexerzitien – „Mit dem Herzen in Kana“
Während der sechstägigen Exerzitien (20.–25. Juli 2026) im Provinzhaus von Monterrico waren Stille, Besinnung und Zuhören unsere treuen Begleiter. 36 Brüder, Patres und Scholastiker nahmen daran teil, unter der Leitung unseres mexikanischen Mitbruders Pater Bautista Lucas Erasmo Norberto.
Es waren Tage intensiver gemeinsamer Erfahrung mit Jesus Christus. Jeder Tag war geprägt von drei Momenten: Morgenlob, Eucharistiefeier am Mittag und Anbetung des Allerheiligsten am Nachmittag. Diese drei bedeutenden Momente bildeten den spirituellen Rahmen für die Vertiefung des gewählten Themas: „Mit dem Herzen in Kana“.
Der Prediger führte die Teilnehmer Vers für Vers durch die Erzählung von der Hochzeit zu Kana (Joh 2,1–11), wo Jesus seine „Zeichen“ vollbrachte und „seine Herrlichkeit offenbarte“ (V. 11).
Die gemeinsamen Überlegungen brachten den spirituellen Reichtum dieser Passage zum Vorschein, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Mission aus dem Herzen Christi heraus lag, das zum Glauben, zur Liebe, zur Hoffnung und zur Verkündigung anspornt.
Indem er diesen Abschnitt aus dem Johannesevangelium mit der Spiritualität des heiligen Daniel Comboni in Verbindung brachte, hob Pater Erasmo hervor, wie unser Gründer verstanden hat, dass die Mission nur aus einem Herzen entspringen kann, das tief mit Christus vereint und den Menschen emotional nahe ist.
Der Missionar ist daher aufgerufen, Gutes zu tun und die Menschlichkeit zu bewahren, die Gott ihm anvertraut hat, indem er dem Beispiel Jesu folgt, der im konkreten Leben der Menschen gegenwärtig ist.
Praktisch gesehen lassen sich die Lehren dieser Exerzitien in drei wesentliche Haltungen für den heutigen Comboni-Missionar zusammenfassen: präsent sein zu können – in der Nähe der Menschen – wie Jesus bei der Hochzeit zu Kana; zu lernen, die Wirklichkeit mit Aufmerksamkeit und Mitgefühl zu betrachten, wie Maria, die die Not der Menschen erkannte; und den Worten Jesu vertrauensvoll zu gehorchen, wie die Diener, die die Krüge mit Wasser füllten.
Abschließend lud Pater Bautista uns alle ein, die Botschaft von Kana in unseren Herzen widerhallen zu lassen, die Widrigkeiten des Lebens in einen Ort der Geborgenheit und die menschliche Zerbrechlichkeit in Hoffnung zu verwandeln.
Sch. Latoundji Affolabi Olouwatogni Magister François
Nachhaltige Wirtschaft
Gütergemeinschaft und Comboni-Mission
Vom 29. Juli bis zum 1. August fand im Scholastikat von Lima ein Fortbildungskurs über die nachhaltige Wirtschaft statt, der sich insbesondere an Scholastiker und Verwalter der Provinz Peru richtete. 23 Mitbrüder nahmen daran teil.
Pater Angelo Giorgetti, Generalökonom, leitete gemeinsam mit dem Provinzverwalter/Missionsprokurator Pater Gianni Gaiga und dem Provinzoberen Mitchel Sandoval Nelson Edgar die Sitzungen, im Rahmen der Vorgaben des XIX. Generalkapitels von 2022.
Ziel des Treffens war es aufzuzeigen, wie Gütergemeinschaft, Transparenz und Nachhaltigkeit ins Missionsleben integriert werden können. Nachhaltigkeit wird als Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Dimension verstanden, stets im Vertrauen auf die Vorsehung, die den heiligen Daniel Comboni beseelte. Das Institut ist nachhaltig, wenn jedes Mitglied teilt, was es ist und was es hat – auch wenn es unbedeutend erscheint –, in Anlehnung an die Evangeliumsstelle über die Brotverteilung (Mt 14,13–21).
Die wichtigsten Leitlinien zur Erreichung dieser Nachhaltigkeit erfordern von jedem Missionar ein evangelisches und berufliches Wachstum, eine transparente Verwaltung, einen Geist der Gütergemeinschaft, die Wertschätzung der Menschen und die Beteiligung am gemeinsamen Fonds (FCT). Auf praktischer Ebene wurden allgemeine Verpflichtungen hervorgehoben, wie die Erstellung von Haushaltsplänen, die gemeinschaftliche Suche nach Ressourcen, die missionarische Bewusstseinsbildung unter dem Volk Gottes, die Schaffung von Nachhaltigkeitsfonds und eine verantwortungsvolle Buchführung.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Fortbildung war das Thema Buchführung, verstanden als „wirtschaftliche Erinnerung“, die in der Lage ist, finanzielle Sachverhalte getreu zu erfassen und zu vermitteln und so die Kohärenz zwischen missionarischem und wirtschaftlichem Leben zu gewährleisten.
Der FCT wurde als echtes Instrument der Gemeinschaft vorgestellt. Obwohl er das Risiko von Verbindlichkeiten oder einer missbräuchlichen Verwendung von Gütern birgt, wird er als Chance anerkannt, evangelische Armut und Solidarität zu leben. Es wurde betont, dass Unstimmigkeiten und Finanzdelikte durch Kollegialität, Ehrlichkeit und Umsicht verhindert werden müssen.
Schließlich wurde betont, wie wichtig es ist, nachhaltige Projekte von der Planung bis zum Abschluss umzusetzen und dabei die Absichten der Spender zu berücksichtigen, die lokale, dauerhafte und auf die schutzbedürftigsten Menschen ausgerichtete Initiativen bevorzugen.
Abschließend erklärte Pater Giorgetti, dass Nachhaltigkeit als ein Akt des Glaubens und der Gütergemeinschaft verstanden werden müsse, der wirtschaftliche Transparenz und Glaubensverkündigung vereine.
VII. Comboni-Jugendkongress 2026 –
Leidenschaft für die Mission und Leben in Gemeinschaft
Vom 3. bis 7. August versammelten sich in unserer Pfarrei „Señor de los Milagros“ 170 junge Menschen aus unseren Stadtpfarreien von Trujillo, um den VII. Comboni-Jugendkongress 2026 unter dem Motto „Comboni-Jugend: Leidenschaft für die Mission und Leben in Gemeinschaft“, zu feiern, der sich als echte Erfahrung von Glauben, Bildung, Kultur, Freude und Mission erwies.
Die Jugendlichen wurden von Familien der Seelsorgeeinheiten aufgenommen und erlebten so eine konkrete Erfahrung von Geschwisterlichkeit und Gemeinschaft.
Während der fünf Tage reflektierten die Teilnehmer über verschiedene Aspekte ihres Lebens und ihrer Berufung:
Erster Tag – „Junger Mensch, wer bist du?“ – Sie wurden eingeladen, ihre eigene Identität zu erkennen, ihre Jugend wertzuschätzen und von Maria zu lernen, „Ja“ zu Gott zu sagen und den Glauben authentisch und mutig zu leben.
Zweiter Tag – „Junger Mensch, was sagt Jesus dir heute?“ – Die persönliche Beziehung zu Jesus und die Verpflichtung, auf seine Liebe durch Glauben und Dienst zu antworten, wurden vertieft. Außerdem wurden die combonianische Spiritualität und der MIES-Plan vorgestellt, der vom missionarischen Weg des heiligen Daniel Comboni inspiriert ist.
Dritter Tag – Kultur – Die Teilnehmer lernten das historische und kulturelle Erbe von Trujillo kennen und besuchten Chan Chan, die Huaca Arco-íris und Huanchaco. Außerdem teilten sie miteinander den kulturellen Reichtum ihrer eigenen Regionen durch Speisen, Kunsthandwerk, Trachten, Musik und Tänze.
Vierter Tag – „Junger Mensch, Gott ruft dich“ – Es wurde über die Berufung nachgedacht, über die Hindernisse, die junge Menschen daran hindern können, sie zu entdecken, und über die Bedeutung des Aufbaus einer Berufungskultur, die auf dem spirituellen Leben, der Geschwisterlichkeit, der Solidarität und dem kritischen Bewusstsein gründet.
Fünfter Tag – „In die Mission gesandt“ – Die Identität der combonianischen Jugendpastoral wurde als spirituelle, gemein-schaftliche, solidarische, internationale und stets in Bewegung befindliche Pastoral vorgestellt. Die Jugendlichen haben einige Maßnahmen vorgeschlagen, um ihre eigene Pastoral zu stärken.
Die Botschaft, die als Zusammenfassung der gesamten Erfahrung im Gedächtnis bleibt, ist vom heiligen Daniel Comboni inspiriert: „Afrika mit Afrika retten“, was heute als Herausforderung verstanden wird, junge Menschen mit jungen Menschen zu evangelisieren und missionarische Jünger auszubilden, die sich für Christus und für alle einsetzen, die Hoffnung brauchen.
Der Kongress endete mit einer Eucharistiefeier und der Ankündigung des nächsten Treffens 2029 in Pangoa, im Zentralwald von Peru.
Diese Erfahrung stellt die Jugendlichen vor die Herausforderung, sich nicht auf das Erlebte zu beschränken, sondern es in ihre eigenen Gemeinden zu tragen und in konkrete Taten des Glaubens, der Berufung, der Gemeinschaft und der Mission umzusetzen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der VII. Comboni-Jugendkongress 2026 war eine Erfahrung, die den Jugendlichen geholfen hat, ihre Identität zu entdecken, Jesus zu begegnen, die Gemeinde zu schätzen, ihre Berufung zu erkennen und die Verpflichtung einzugehen, junge Missionare im Dienst der Kirche und des Nächsten zu sein.
Amelit Galván, Delegierte der Pfarrei Pangoa
PORTUGAL
Goldenes Priesterjubiläum von Pater Manuel Augusto Ferreira
Die Pfarrei Arcozelo das Maias feierte am 18. Juli das 50-jährige Priesterjubiläum von Pater Manuel Augusto. Die Gemeinde – die ihn als einen ihrer Lieblingssöhne betrachtet – erlebte den Feiertag als Moment der Danksagung, der Erinnerung und der Zuneigung.
Die Eucharistiefeier mit Bischof António Luciano von Viseu und mit zahlreichen Comboni- und Diözesanpriestern brachte Familienangehörige, Freunde und Mitglieder der Gemeinde zusammen. In Arcozelo das Maias wurde Pater Manuel Augusto geboren und getauft, hier reifte seine priesterliche und missionarische Berufung heran. Hier empfing er die Priesterweihe und feierte im Laufe der Jahre weitere bedeutende Etappen seines Dienstes.
Fünf Jahrzehnte lang hat Pater Manuel als Missionspriester treu dem Herrn gedient und dabei besonders seine Gabe der Kommunikation in den Dienst der Kirche gestellt. Als Journalist hat er durch Artikel, Reportagen und Zeugnisse versucht, Brücken zwischen Völkern und Kulturen zu bauen, der Mission eine Stimme zu geben und vielen zu helfen, die Schönheit des Evangeliums und der Mission ad gentes kennenzulernen.
Unter den zahlreichen Ämtern, die er bekleidete, sticht das des Generaloberen der Comboni-Missionare hervor – ein Dienst, der ihn dazu brachte, Gemeinschaften und Missionare auf verschiedenen Kontinenten kennenzulernen und das Leben des Instituts in seinem missionarischen Engagement zu begleiten. Es waren Jahre voller Reisen, Begegnungen und Entscheidungen, die er im Kontakt mit den Herausforderungen der Evangelisierung und den Lebensumständen der Ärmsten und Schwächsten verbrachte.
Die Feier zum 50. Priesterjubiläum war somit weit mehr als nur ein persönliches Jubiläum: Sie war eine Gelegenheit, Gott für ein Leben zu danken, das der Mission gewidmet war, und die tiefe Verbundenheit von Pater Manuel mit seiner Heimatgemeinde zu würdigen. Am Ende der Feier bekräftigte Arcozelo das Maias erneut die Zuneigung und das Versprechen des Gebets und wünschte ihm, seinen priesterlichen und missionarischen Weg mit Freude fortzusetzen.
Die Feier wurde mit einem gemeinsamen Abendessen fortgesetzt, das von Geschwisterlichkeit, Erinnerungen und Austausch geprägt war. Dabei wurden Episoden aus dem langen missionarischen Werdegang von Pater Manuel gezeigt.
Abel Dias
SÜDSUDAN
Erster Comboni-Priester aus der Diözese Rumbek
Diakon Gum Santino Mawan Guor, der erste Comboni-Missionar aus der Diözese Rumbek, wurde am 16. August zum Priester geweiht. Der Bischof von Bentiu und Apostolischer Administrator von Rumbek Christian Carlassare vollzog die Weihe in der Kathedrale der Heiligen Familie in einer von großer Freude geprägten Feier.
Eine große Menschenmenge nahm an der festlichen Eucharistiefeier teil, zusammen mit über zehn Comboni-Missionaren, sowie Mitgliedern anderer in der Diözese vertretener Ordensgemeinschaften.
Im Rahmen derselben Feier weihte Bischof Carlassare zwei einheimische Priester und einen Diakon.
„Errichtet keine Barrieren um euer Priestertum. Ihr seid vom Volk und für das Volk geweiht. Euer Priestertum muss ein menschliches Antlitz haben“, mahnte der Bischof in seiner Predigt.
Die Weihe von Pater Santino setzt einen historischen Meilenstein: Er stammt aus der Pfarrei Romic und ist der erste Dinka der Diözese Rumbek, der Comboni-Missionar wird, und außerhalb des Südsudans eingesetzt werden wird: Er wird seinen ersten missionarischen Dienst im Tschad antreten.
Pater Santino konnte seine Rührung nicht verbergen: „Heute ist ein Tag großer Freude für mich. Ich bin der erste Comboni-Priester und werde bald in ein anderes Land gehen, um dort das Evangelium zu verkünden. Das begeistert mich sehr. Und ich bin sicher, dass die gesamte Gemeinde der Diözese Rumbek meine Freude teilt.“
Mit den drei Neugeweihten zählt die Diözese jetzt 14 Diözesanpriester und einen Diakon.
Pater Santino, 36 Jahre alt, hat seine theologische Ausbildung in Südafrika abgeschlossen und seinen Missionsdienst in seinem Heimatland geleistet.
Pater Majambo Lutumba Placide, mccj
TOGO-GHANA-BENIN
Lomé – Sechs Scholastiker legen ihre ewigen Gelübde ab
„Unser Leben liegt in Gottes Händen. Er möge mit uns tun, was er will: Wir haben es ihm unwiderruflich geschenkt. Der Herr sei gepriesen“ (Schriften, 434). Diese Worte des heiligen Daniel Comboni hallten am 11. Juli 2026 in den Gedanken vieler Anwesender in unserem Provinzhaus in Lomé nach, als sechs unserer Scholastiker die ewigen Gelübde ablegten und ihr gesamtes Leben der Mission ad gentes weihten.
Hier sind ihre Namen: Kpogo Komi Jules Ametefe Aimé, Amado Komlan Gademon Prosper und Davon Kossigan Sylvestre (alle drei aus Togo), Aguiar Vignon Michel (aus Benin), Dzikunu Winfred Etse (aus Ghana) und Andrew Twesigwe (aus Uganda).
Etwa dreißig Mitbrüder aus fast allen Gemeinschaften der Provinz, Familienangehörige, zahlreiche Gläubige und viele Freunde der Mission nahmen an der erhebenden Feier teil. Der Provinzobere Pater Katsan Fodagni Kokouvi (Fidèle) stand der Eucharistiefeier vor und nahm im Namen des Generaloberen Pater Luigi Cordianni die Gelübde entgegen.
Die liturgische Gestaltung, die vom Chorverband der christlichen Gemeinde von Cacaveli übernommen wurde, verlieh der Feier eine tiefe spirituelle Intensität und eine ansteckende Freude und brachte die Dankbarkeit aller Anwesenden für das Geschenk von sechs neuen Missionaren zum Ausdruck, die sich ganz Gott für die Mission hingeben.
In seiner Predigt ging Pater Katsan näher auf die Bedeutung der Ordensgelübde im Lichte des Wortes Gottes, unserer Lebensregel und der Spiritualität des heiligen Daniel Comboni ein. Er erklärte: „Die Gelübde der Keuschheit, der Armut und des Gehorsams sind, noch bevor sie Verzicht bedeuten, eine Art, voll und ganz am Leben Jesu teilzuhaben, eine ‚Prophezeiung und Vorwegnahme‘ des Reiches Gottes, eine Weihe, die denjenigen, der sie ablegt, Christus, dem ersten Missionar des Vaters, angleicht. [...] Die sechs bilden ein neues Kapitel in der Verwirklichung des missionarischen Traums des heiligen Daniel Comboni, der sein ganzes Leben der Evangelisierung der am meisten vernachlässigten Völker gewidmet hat. In den Fußstapfen Christi und des Gründers, der die Mission zum Sinn seines Daseins machte und für den die Mission darin bestand, „gemeinsame Sache“ mit den uns anvertrauten Völkern zu machen (vgl. Schriften, 3159), haben sich diese sechs jungen Männer dafür entschieden, das Schicksal der Völker zu teilen, zu denen sie gesandt werden, insbesondere der Ärmsten, der am meisten Vergessenen und all jener, denen das Evangelium noch nicht verkündet worden ist.“
Ein besonders bewegender Moment war die Geste, die der Provinzial und Pater Sandro Cadei, probus vir, am Ende der Eucharistiefeier vollzogen: Sie gingen zu den Eltern der sechs Scholastiker, umarmten sie brüderlich und dankten ihnen im Namen des gesamten Instituts für das großzügige Geschenk ihrer Söhne an die Mission. „Indem ihr die Berufung eurer Söhne angenommen, begleitet und unterstützt habt, seid ihr zu echten Mitwirkenden an der universalen Mission der Kirche geworden“, sagten sie zu ihnen.
Auf die religiöse Feier folgte ein frohes Beisammensein, das in einer Atmosphäre freudiger Geschwisterlichkeit begangen wurde.
WIR BETEN FÜR UNSERE VERSTORBENEN
DEN VATER
Jorge, von Pater Filipe Miguel Oliveira Resende (E); Antonio Manuel, von Bruder Paulo Manuel Félix Ferreira (P/RSA); Kodjo Joachin, von Pater Babley Kombla Djibodi (Daniel) (T/KE)
DIE MUTTER
Ayelech Bitito, von Pater Endrias Shamena Keriba (ETH/RSA); Maria Tina, von Pater Recalde Randito Tina (RP/A); Maria Isabel, von Bruder José Manuel Salvador Duarte (P)
DEN BRUDER
Fausto, von Raffaele Cefalo (†); Renzo, von Giovanni Fantin (†); Eklu Raphael, von Bruder Adigbo Komlan Cyprien (TG); Aldo, von Sisto Agostini (Et) und Armando Agostini (†); Donald Francis, von Martin Devenish
DIE SCHWESTER
Rosa, von Livio Tagliaferri (I); Sr. Petronilla (Taufname: Giovanna), von Egidio Ferracin (†)
DIE COMBONI-SCHWESTERN
Sr. Pisanu Anna Efisia (I); Sr. Ambrosi M. Faustina (I); Sr. Battistella M. Lucia (I)