P. José Carlos wurde am 24. Januar 1947 in Nogueira da Cravo in der Diözese Coimbra in einem ländlichen Umfeld und einer kinderreichen Familie geboren. Es waren fünf Buben und fünf Mädchen. Nur er und ein jüngerer Bruder konnten weiter studieren und nach Coimbra aufs Lizeum gehen.
Als er die Studien auf dem Lizeum beendet hatte, ging José Carlos nach Lissabon. Er war ein intelligenter und intuitiver Bursche. Er träumte von einer besseren Zukunft. Es gelang ihm, eine Arbeit im öffentlichen Dienst zu bekommen. In der Pfarrei Aroios, in der er wohnte, engagierte er sich auf dem Glaubensweg und dort öffnete ihm der Herr neue unerwartete Horizonte In einem Moment der Gnade hatte er in der Pfarrei eine missionarische Begegnung, die ihn für das Leben als Missionar begeisterte.
Am 1. September 1968 kam er nach Moncada in Spanien trat in die Gruppe von portugiesischen und spanischen Novizen ein, die in jenem Jahr ihr Noviziat begannen. Nach der ersten Profess am 15. August 1970 blieb er ein Jahr in Moncada, um seine philosophischen Studien zu beenden. Am 1. Juli 1971 wurde er in das Seminar der Comboni Missionare in Maia gesandt, um als Präfekt in der Erziehung der Seminaristen zu helfen und zugleich in Porto Theologie zu studieren. (und zwar bei den Kapuzinern in Ameal, bei denen in jener Zeit auch schon andere Comboni Missionare von Maia Vorlesungen besuchten). Er war ein junger, aktiver, begabter junger Mann, der voller Leidenschaft für die missionarische Berufung war. Er verbrachte seine Zeit als Begleiter der Seminaristen, mit dem Studium der Theologie, und in den Initiativen der missionarischen Bewusstseinsbildung und Berufepastoral unter jungen Leuten. Vom 1. Juli 1973 bis 30. Juni 1975 verbrachte er im Scholastikat in Rom. Er wollte dort bis zum Abschluss seiner theologischen Studien bleiben und wollte frei bleiben von äußerem Druck der Arbeit. In Rom legte er am 13. Mai 1974 die ewigen Gelübde ab und wurde am 11. März 1975 zum Priester geweiht. An schließend kehrte er nach Portugal zurück, um in der Zeitschrift Além-Mar mitzuarbeiten. In Lissabon schrieb er sich in die Höhere Schule für Journalismus (delISLA) ein und trat voll in die Redaktion der Zeitschrift und in die Arbeit in der MMB ein.
Im Dezember 1981 erhielt er Sendung nach Kenia. Dort blieb er bis zum 1. Juli 1990. Er wurde nach Moyale und Sololo, der isoliertesten Missionen an der Grenze zu Äthiopien geschickt. In jener Zeit hatten die Comboni Missionare zwei Missionsstationen in jenem Gebiet. Sie unterhielten dort ein kleines Krankenhaus zur medizinischen Betreuung des Volksstammes der Borana. Die missionarische Aufmerksamkeit galt der islamisierten Bevölkerung. Die apostolische Arbeit war herausfordernd und sehr schwierig.
Im März 1988 wurde er nach Makindu, in der Diözese Machakos gesandt, zum Volk der Kamba. Es war ein Umfeld mit gut entwickelten christlichen Gemeinden, ein Kontext, der half, sich den christlichen Gemeinden, der der Spendung der Sakramente, der Ausbildung der Katechumenen und der Begleitung der Personen, vor allem der jungen Leute, zu widmen. Diese seine Arbeit wurde unterbrochen durch die Versetzung nach Portugal, wo er erneut in der Verwaltung der Zeitschriften zum Einsatz kam.
Sein missionarischer Lebenslauf begann erneut zu wachsen durch die Sendung nach Mosambik im Jahr 1997. In Mueria, wohin er versetzt worden war, begann er wieder seine Fähigkeit zu arbeiten und zu organisieren, in Einklang zu bringen mit der missionarischsten Betreuung der Menschen und der Gemeinde auf dem Wege des Glaubens in Einklang zu bringen.
Im Juli 2007 wurde er erneut nach Portugal zum Einsatz in den Zeitschriften versetzt. Wie immer kehrte er mit Interesse zurück, aber dieses Mal spürte er die Schwierigkeit, der Wiedereingliederung: Die Veränderungen geschahen immer schneller und er fühlte sich nicht darauf vorbereitet. Hinzu kam, dass er bereits Probleme mit seiner Gesundheit spürte.
Während einer Reise von Lissabon nach Coimbra spürte er die ersten Symptome von Herzbeschwerden. Das war ein deutliches Zeichen. Sehr liebenswert von seiner Nichte unterstützt musste er die Arbeit bei den Zeitschriften aufgeben und sich in die HG Vila Nova in Famalicao.
So begann eine neue Etappe seiner Mission. Sie war gekennzeichnet von seinem Leiden. Man hatte einen Tumor entdeckt, der unverhofft seine Gesundheit ruinierte. Trotz allem hat er seine Gelassenheit, den Sinn für die Gemeinschaft mit Christus und den Mitbrüdern der HG und der Provinz bewahrt. Er blieb weiterhin in Freundschaft mit allen verbunden bis zum letzten Augenblick, als er sein Leben am 4. September seinem Schöpfer zurückgab.
(P. Manuel Augusto Lopes Ferreira, mccj).