P. António Marques Martins wurde am 16. Mai 1941 in Canas de Sabugosa (heute: Canas de Santa Maria) geboren. Er lernte die Comboni-Missionare durch P. Angelo la Salandra kennen, der einige Jahre lang Pfarrer von Canas de Santa Maria war. Er trat 1954 in das Comboni-Seminar in Viseu ein. Zehn Jahre lang waren wir Weggefährten in den verschiedenen Phasen der Ausbildung: fünf Jahre in Viseu, zwei Jahre im Noviziat in Famalicão (das am 9. September 1961 mit den zeitlichen Gelübden endete) und drei Jahre Philosophie in Maia. Für das Theologiestudium wurde er dem Scholastikat in Venegono zugeteilt, ich dem in Rom. Wir legten am selben Tag, dem 9. September 1967, die ewige Profess ab.
Am 13. Juli 1968 wurden wir in Viseu zusammen mit fünf anderen Comboni-Missionaren durch den damaligen Bischof der Diözese, Mons. José Pedro da Silva, zu Priestern geweiht. Während ich die Gnade hatte, sofort nach Mosambik aufbrechen zu können, wurde Pater Martins gebeten, in Lissabon zu bleiben mit der wichtigen Aufgabe, unsere Monatszeitschrift Audácia zu verbreiten.
1970 wurde er nach Mosambik versetzt, um in der Berufsschule von Carapira (Nampula) Portugiesisch und Geschichte zu unterrichten. Einige Monate später forderte jedoch die Militärseelsorge einen Comboni-Missionar als Soldatenseelsorger an, und das Schicksal fiel auf Pater António. Nach dem Kurs an der Militärakademie in Lissabon reiste er nach Angola, wo er im November 1971 ankam und nach Uige im Norden des Landes versetzt wurde.
P. Martins kehrte im Februar 1974 nach Portugal zurück und widmete sich in Famalicão der Missionarischen Bewusstseinsbildung. Ich traf ihn dort 1976 wieder, als ich in die portugiesische Provinz versetzt wurde und ihn als Oberen der Gemeinschaft ablöste. Von Famalicão wechselte P. Martins in die Gemeinschaft von Maia, wo er bis 1980 blieb, immer als Verantwortlicher für die Missionarische Bewusstseinsbildung. Alle waren sich seiner erstaunlichen Fähigkeit bewusst, die Menschen zu verstehen und echte und tiefe Beziehungen zu knüpfen, was der Gemeinschaft eine große Zahl von Freunden und Wohltätern einbrachte.
1980 ergab sich schließlich auch für ihn die Möglichkeit, in die Mission zu gehen. Er wurde nach Peru in die Pfarrei Cerro de Pasco auf einer Meereshöhe von 4.330 Meter geschickt, wo er vier Jahre lang blieb. Es war kein leichter Einsatz: Die Kälte und der Sauerstoffmangel verursachten Müdigkeit und Kopfschmerzen, so dass die Missionare regelmäßig nach Lima zurückkehren mussten, um wieder zu Kräften zu kommen. 1984 kehrte er nach Portugal zurück, um seine Arbeit in der Missionarischen Bewusstseinsbildung wieder aufzunehmen, zunächst in Famalicão, dann in Maia, wo er auch den Bereich Berufungspastoral übernahm.
Von Juli 1989 bis Juni 1990 hatte er die Möglichkeit, in Rom ein Sabbatjahr zu machen. Im Juli war er bereits in Brasilien, in der Pfarrei Ouro Preto do Oeste, Rondonia. 1993 wurde er in die Pfarrei São José do Rio Preto und 1997 in eine Pfarrei in Rio de Janeiro versetzt. Im Juli 1999 kehrte er nach Portugal zurück und weilte in Maia bis 2007. Im Juli 2007 kehrte er für einen zweiten Einsatz nach Peru zurück, wo er bis 2013 in der Pfarrei El Carmen-Chincha wirkte; ab 2011 war er auch Oberer der dortigen Hausgemeinschaft.
Zurück in Portugal arbeitete er wieder in der Berufspastoral in Famalicão und dann in Maia im vereinigten Postulat und im Jugendzentrum. Im Juli 2020 zog er nach Viseu um, in das neu eingerichtete Zentrum für kranke und ältere Mitbrüder. Dort stand er stets den Mitbrüdern und den Leuten der Umgebung als Beichtvater zur Verfügung.
In Viseu hat ihn Schwester Tod abgeholt. Am Abend des 3. Februar zog er sich in sein Zimmer zurück. Am nächsten Morgen wurde er tot im Zimmer aufgefunden. Wahrscheinlich starb er an einem Herzinfarkt. Am Requiem am 7. Februar nahmen Dutzende von Mitbrüdern aus allen unseren Gemeinschaften teil und auch einige Diözesanpriester aus benachbarten Pfarreien.
Pater Manuel Horta, mccj