Monatsnachrichten der Comboni-Missionare vom Herzen Jesu

GENERALLEITUNG

ALLGEMEINE MITTEILUNGEN DER 41. GENERALKONSULTA – 31.1.2026

Comboni-Laienmissionare

Der Generalrat möchte dem gesamten Institut klarmachen, dass die Comboni-Laienmissionare (LMC) nun eine autonome Vereinigung mit eigenen Statuten sind, die in einem Land kanonisch anerkannt ist und wahrscheinlich in Zukunft auch anderswo. Aus diesem Grund muss der Begriff „LMC” mit Bedacht verwendet werden, wenn von Erfahrungen von Laien in den verschiedenen Gemeinschaften oder Bezirken des Instituts die Rede ist. Bevor eine Gruppe als „LMC” bezeichnet wird, muss mit der nationalen oder internationalen Koordinierungsstelle der LMC überprüft werden, ob dies korrekt ist. Diese Überprüfung dient dazu, zu vermeiden, dass Gruppen von Laien, die mit den Comboni-Missionaren befreundet sind, aber nicht offiziell zu den LMC gehören, den Namen „LMC” erhalten.

Prozess der Neugestaltung und Zusammenlegung der Jurisdiktionsbereiche

Nach einem langen Reflexionsprozess, der auf mehreren Ebenen des Instituts stattfand, leitet der Generalrat nun, in Übereinstimmung mit dem Auftrag des XIX. Generalkapitels und des Zwischenkapitels 2025, den Prozess der Neugestaltung und Zusammenlegung des Instituts mit einem Brief an alle Mitbrüder ein, in dem der historische Weg dieser unaufschiebbaren Notwendigkeit dargelegt wird.

In dem Brief wird die begriffliche Weiterentwicklung (evoluzione concettuale) des Prozesses seit dem Generalkapitel 1985 nachgezeichnet. Es werden die Gründe für den Prozess dargelegt und auf den einzuschlagenden Weg und auf die derzeit möglichen Gestaltungsszenarien hingewiesen. Es werden die Meilensteine des Prozesses aufgezeigt, der uns zum Generalkapitel 2028 führen wird. Dann werden die identifizierten Optionen mit den entsprechenden operativen Folgen für die Umsetzung der neuen Struktur des Instituts dem Kapitel zur Prüfung und Entscheidung vorgelegt werden. Der Generalrat lädt alle Mitbrüder ein, den Brief aufmerksam zur Kenntnis zu nehmen, und bittet alle um eine großzügige und konstruktive Zusammenarbeit, um die Herausforderung dieser Neugestaltung, die von der Leidenschaft für die Mission diktiert wird, mit Zuversicht und Hoffnung anzunehmen.

Ernennung der Stellvertretenden Provinzoberen

Während der (außerordentlichen) Januar-Konsulta hat der Generalrat die Ergebnisse der Wahlen der stellvertretenden Provinzoberen geprüft und deren Ernennung bestätigt. Die vollständige Liste der Namen wird in der Märzausgabe 2026 von Familia Comboniana veröffentlicht.

 Reiseplan der Mitglieder des Generalrats

Bruder Alberto Lamana Consola

  • 07.-13. Februar – Nairobi – Provinzversammlung in Kenia
  • 16.-21. Februar – Nairobi – APDESAM-Versammlung

Pater Luigi Codianni und Pater Elias Sindjalim

  • 06.-16. Februar – Zentralafrikanische Republik

Nächste Konsultatermine

Die nächsten Konsulten finden statt

  • vom 09. bis 27. März 2026
  • vom 08. bis 25. Juni 2026

Alle Jurisdiktionsoberen werden daran erinnert, dass die Protokolle der Sitzungen ihrer jeweiligen Räte – die von der Generalkonsulta berücksichtigt werden sollen – spätestens am Tag vor Beginn der Konsulta ankommen müssen. Fragen, die außerhalb dieses Kommunikationsinstruments während der Konsulta eingereicht werden, können – sofern es sich nicht um kritische Notfälle handelt – nicht berücksichtigt werden. 

Ewige Gelübde

Sc. Gum Santino Mawan Guor

Juba/SS

11.01.2026

Sc. Wanyama Musungu Mark

Marsabit/KE

15.01.2026

Sc. Mwaba Mathews

Lima/PE

30.01.2026


Priesterweihen

Eklo Honyo Kossi V. Celestin

Kohé/T

17.01.2026

Zida Koffi Magloire

Kohé/T

17.01.2026

Adaklumegah Mamertus

New Achimota/G

24.01.2026


Werk des Erlösers

Februar: 01 – 15 C          16 – 28 EGSD
März:      01 – 07 CO       08 – 15 E

Gebetsmeinungen

Februar 2026 – Dass die Institute des geweihten Lebens in Gemeinschaft und Zusammenarbeit wachsen und die Kraft erkennen, die aus der gemeinsamen Berufung und der Vielfalt der Charismen entsteht. Lasst uns beten.

März - Dass wir als Comboni-Familie jene suchen, die sich vom Glauben entfernt haben, und überall auf der Welt Werkzeuge der Begegnung mit dem Herrn Jesus und dem Evangelium des Lebens sein können. Lasst uns beten.

Liturgischer Kalender der Comboni-Missionare

FEBRUAR

08.

Heilige Giuseppina Bakhita, Jungfrau

Gedenktag


Bedeutende Jahrestage

FEBRUAR

04.

Heiliger Johannes de Brito, Märtyrer

Portugal

06.

Heilige japanische Märtyrer

Asien

23.

Kidane Mehret, Miterlöserin

Eritrea


MÄRZ

17.

Heiliger Patrick, Bischof

LP
(London Province)

19.

Heiliger Josef
Bräutigam der Gottesmutter Maria

Zentralafrika


Veröffentlichungen

Giampaolo Romanato, L’Africa di Daniele Comboni (1831-1881) – Missione, esplorazione, avventura (Das Afrika von Daniel Comboni (1831-1881) – Mission, Erforschung, Abenteuer), Edizioni Studium, Rom, 2026, 391 Seiten.

Erstmals veröffentlicht 1998 unter dem Titel Daniele Comboni. L’Africa degli esploratori e dei missionari, Rusconi, und 2003 neu aufgelegt [L’Africa nera fra Cristianesimo e Islam. L’esperienza di Daniele Comboni (1831-1881)]. Mit zahlreichen Ergänzungen wird das Buch heute mit den notwendigen Aktualisierungen erneut aufgelegt, da Comboni inzwischen heiliggesprochen wurde (2003). Der Autor merkt an: „Jahrzehntelang haben kirchliche Zensoren sein Wirken, die Zeugnisse über ihn und seine Schriften geprüft, in denen es nicht an Meinungen über die römische Kurie und harten Urteilen über bedeutende Prälaten der Zeit mangelt, ohne etwas zu finden, was seine Heiligsprechung verhindern würde. Das bedeutet, dass „sein Leben außerhalb aller Normen der Normalität und der kirchlichen Routine – dieses Leben, das seinen Biografen, aber auch viele Leser des Buches beeindruckt und begeistert hatte – heute von der Kirche als vorbildlich angesehen wird und es verdient, allgemein geehrt zu werden”.

Der Autor legt das Buch aber auch aus einem anderen Grund erneut vor: „Wie weiter unten zu lesen sein wird, spielte die Mission, in der Comboni tätig und deren Zentrum Khartum am Ufer des Nils war, eine aktive Rolle bei der Entdeckung der Quellen des Flusses – dem größten geografischen Epos des 19. Jahrhunderts – und bei all den komplexen, dramatischen, historischen Ereignissen, die zur Entstehung des modernen Sudan führten. Heute ist dieses Land Schauplatz eines verheerenden Bürgerkriegs, der Millionen von Opfern gefordert hat, darunter Tote, Flüchtlinge, Vertriebene und Vermisste, nicht zuletzt durch den schändlichen Einsatz von Kindersoldaten, die zum Töten ausgebildet wurden. […] Aber die heutige Katastrophe hat ihren Ursprung weit zurück in der Vergangenheit, nämlich in den Ereignissen des 19. Jahrhunderts, die auf den folgenden Seiten zusammengefasst sind, als die zunächst ägyptische und dann europäische Durchdringung, an der auch die katholische Mission beteiligt war, die Destabilisierung des traditionellen Gleichgewichts der gesamten Nilregion einleitete.

Comboni und seine Missionare „waren Zeugen, Chronisten, unwissende Protagonisten und dann Opfer einer historischen Tragödie von enormem Ausmaß“, nämlich der Revolution unter der Führung von Muhammad Ahmad, bekannt als der Mahdi, „der Gesandte Gottes“. Die Comboni-Missionare wurden vom Mahdi gefangen genommen und erst 1898 durch das Eingreifen der britischen Armee befreit, woraufhin das „anglo-ägyptische Kondominium” entstand, das einen Meilenstein des britischen Kolonialismus in Afrika darstellte.

Der Autor vertritt die Ansicht, dass „der Aufstand des Madhi das Ergebnis eines schon viel früher einsetzenden Zerfalls der lokalen Gesellschaft war, von dem die Berichte Combonis und seiner Missionare […] das einzige eindrucksvolle Zeugnis sind. […] Ein einheimischer Häuptling wünschte den Ausländern, die „den Ruin seines Landes“ bedeuteten, „alles Böse“. Das aktuelle Drama im Sudan, das 2011 zur Teilung des Landes in zwei separate Staaten, den Sudan und den Südsudan, führte, ist somit die späte Folge einer Umwälzung der nilotischen Stammeswelt, die damals unter den Augen von Daniel Comboni und seinen Missionaren begann“. Daraus zieht Prof. Romanato folgende Schlussfolgerung: „Ich hoffe daher, dass es nicht sinnlos ist, dieses Buch erneut zu veröffentlichen“.

BRASILIEN

Pater Alfonso Cigarini – 100 Lebensjahre

Am 7. Januar 2026 feierte Pater Alfonso Cigarini, Comboni-Missionar, seinen 100. Geburtstag und 70 Jahre Missionseinsatz. Er wurde am 7. Januar 1926 in Bagno, Diözese Reggio Emilia, geboren. Noch sehr jung trat er ins Seminar der Diözese Reggio Emilia ein. Nach der dritten Klasse Gymnasium folgte er seinem Herzenswunsch, Missionar zu werden.

Im November 1952 begann er im Noviziat in Florenz und studierte gleichzeitig Theologie im Seminar von Fiesole. Am 9. September 1954 legte er seine ersten zeitlichen Gelübde ab. In Venegono Superiore schloss er das Theologiestudium ab. Am 9. September 1956 legte er seine ewigen Gelübde ab und wurde am 15. Juni 1957 im Mailänder Dom von Erzbischof Giovanni Battista Montini zum Priester geweiht.

Sein Missionseinsatz erstreckte sich auf drei Kontinente: Europa, Afrika, Amerika.

Von 1957 bis 1962 arbeitete er in Mosambik, von 1963 bis 1976 in Portugal, von 1976 bis 1978 in Italien, von 1978 bis 1984 in Brasilien. Nach zwei Jahren Aufenthalt in seiner Heimat kehrte er 1985 erneut nach Brasilien zurück, wo er bis heute lebt.

In Brasilien arbeitete Pater Alfonso in Uruçuí im Bundesstaat Piauí, Diözese Floriano; in Sucupira und Tasso Fragoso im Bundesstaat Maranhão, Diözese Balsas; in Santa Rita im Bundesstaat Paraíba, Erzdiözese Paraíba; und in Timon im Bundesstaat Maranhão, Diözese Caxias. Heute lebt er im Comboni-Haus in São José do Rio Preto, das ältere und kranke Missionare aufnimmt

Pater Alfonso – oder „Funsein”, wie er in seiner Heimat genannt wird –hat mit großer Energie und missionarischer Begeisterung das Alter von 100 Jahren erreicht, trotz seiner schwachen Gesundheit. Für ihn ist der Glaube das wahre Fundament seines langen Lebens.

„Was mich motiviert, ist die Gegenwart Jesu, der uns einlädt, auf einen neuen Himmel und eine neue Erde zu hoffen. Was ich den Menschen hinterlasse, ist die Aufforderung, ein friedliches Leben zu führen und zu versuchen, gute Vorbilder zu sein, den Nächsten zu schätzen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu bewahren”, betonte Pater Alfonso an seinem hundertsten Geburtstag.

Wir preisen Gott für das Geschenk seines Lebens und seiner missionarischen Berufung.

Pater Raimundo Nonato Rocha dos Santos, Provinzial

SPANIEN

38. Afrika-Treffen 2026 und Mundo Negro-Preis 2025

Am Samstag, 31. Januar, fand in Madrid das 38. Afrika-Treffen zum Thema „Auswandern oder bleiben. Der Braindrain aus Afrika“ statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der „Premio Mundo Negro a la Fraternidad 2025” an Dr. Cédric Ouanékponé, Nephrologe aus Zentralafrika, verliehen, für seinen Einsatz zur Verbesserung des Gesundheitswesens.

Angesichts des „Braindrain” war die Auszeichnung für Dr. Ouanékponé von großer Bedeutung. Unmittelbar nach seiner Facharztausbildung in Frankreich war er in sein Heimatland zurückgekehrt und hatte auf einen lukrativen Vertrag verzichtet, um die Leitung des Nationalen Hämodialysezentrums in Bangui zu übernehmen, das aufgrund des Mangels an Fachärzten jahrelang stillgelegt war. Dank seines Einsatzes konnte das Zentrum seine Tätigkeit wiederaufnehmen und zahlreiche Menschenleben retten.

Dr. Ouanékponé, der 1986 in Bangui geboren wurde und seinen Abschluss auch dank der Unterstützung der Comboni-Pfarrei Fatima machen konnte, spielte in den dramatischsten Phasen des Bürgerkriegs eine entscheidende Rolle, indem er unter extrem schwierigen Bedingungen die medizinische Versorgung sicherstellte und für seine Dienste keine Vergütung verlangte. Der für die Flüchtlinge zuständige ugandische Comboni-Missionar Moses Alir Otii, der kurz zuvor zum Priester geweiht worden war, stützte sich auf Cédric und andere junge Sanitäter der Pfarrei, um die medizinische Notlage bis zum Eintreffen der NGOs zu bewältigen. Cédric versorgte fast ohne Mittel ältere Menschen und Kinder und half Dutzenden von Frauen bei der Geburt.

Im Jahr 2014, mitten in der Krise, kam die französische NGO Cercle de Haute Réflexion sur la Jeunesse mit einer Ladung Medikamente ins Land. Cédric kümmerte sich um die Versorgung unzähliger Menschen, darunter auch für solche aus den muslimischen Vierteln des als PK5 bekannten Gebiets. Er musste dies fast im Geheimen tun, um nicht beschuldigt zu werden, „dem Feind zu helfen” in einem Konflikt, der fälschlicherweise als „interreligiös” bezeichnet wurde. Als die NGO ihn nach europäischen Standards bezahlen wollte, lehnte Dr. Ouanékponé dies ab und erklärte, es handle sich um seinen bescheidenen Beitrag für seine Brüder und Schwestern.

Neben seiner Arbeit im Krankenhaus unterstützt der Arzt heute den Gesundheitskomplex Mama Ti Fatima, der eine Apotheke, ein Analyselabor und eine Notfallambulanz umfasst. Zudem sind die Eröffnung einer Entbindungsstation und die Entwicklung mobiler Kliniken in den ärmsten Gebieten geplant. Darüber hinaus ist Dr. Cédric Dozent an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften in Bangui und kümmert sich um die Ausbildung einer neuen Generation von Ärzten.

Mit dieser Auszeichnung möchte Mundo Negro das Beispiel derjenigen würdigen, die sich dafür entscheiden, ihre Kompetenzen in den Dienst ihres Landes zu stellen, und konkret zur menschlichen und gesundheitlichen Entwicklung Afrikas beizutragen.

MALAWI-SAMBIA

Vom 12. bis 18. Januar 2026 konnte das Noviziat von Bauleni-Lusaka Pater Opargiw John Baptist Keraryo, Comboni-Missionar aus Uganda, Provinzial von Südafrika und Koordinator von APDESAM, begrüßen.

Die Noviziatsgemeinschaft besteht aus 17 Novizen aus acht verschiedenen Nationen, die von zwei Missionaren begleitet werden: Pater Kiwanuka Achilles Kasozi, Novizenmeister, und Pater Fene-Fene Santime Augustin, Sozius.

Der Besuch von Pater Opargiw ist Teil des laufenden integralen Ausbildungsprozesses der Provinz, der darauf abzielt, das Verständnis des Comboni-Charismas zu vertiefen und den Verhaltenskodex als grundlegendes Instrument für das heutige Missionsleben zu verinnerlichen.

Der Besuch sah drei Ausbildungsmomente vor: einen Besinnungstag, eine Zeit der Reflexion über das Comboni-Charisma undeinen Workshop zum Deontologischen Kodex, mit Begegnungen und Austausch mit der Ausbildungsgemeinschaft.

Besinnungstag zum Thema Bewusstsein und innere Wahrheit

Am Dienstagmorgen, 13. Januar, leitete Pater Opargiw einen Besinnungstag. Dabei lud er die Novizen zu einem Prozess der Selbstwahrnehmung und inneren Wahrheit ein und betonte, dass echtes spirituelles Wachstum mit Ehrlichkeit vor Gott und sich selbst beginnt. Das Augenmerk lag auf persönlichen Gefühlen, inneren Regungen, Motivationen, Beziehungen und apostolischen Haltungen. Die Novizen wurden ermutigt, ihren inneren Zustand, die Qualität ihres Gebets, ihre emotionale Reife, ihre Zeitnutzung, ihr zwischenmenschliches Verhalten und ihre Fähigkeit, verantwortungsbewusst in Gemeinschaft zu leben, unter die Lupe zu nehmen.

Zwei Bibeltexte bildeten den Rahmen für den Besinnungstag: die Einladung Jesu an seine Jünger: „Kommt mit an einen einsamen Ort, wo ihr allein seid, und ruht euch ein wenig aus“ (Mk 6,31-32) und Gottes Frage an Adam: „Wo bist du?“ (Gen 3,9b). Diese Texte haben zur Stille, zur Innerlichkeit und zur Offenheit für die verwandelnde Gegenwart Gottes eingeladen.

Pater Opargiw betonte, dass das spirituelle Leben nicht von außergewöhnlichen Erfahrungen geprägt ist, sondern von täglicher Treue, der Aufmerksamkeit für die Gegenwart Gottes und einer wachsenden Leidenschaft für Christus und die Menschen. Der Besinnungstag wurde mit Offenheit und Dankbarkeit aufgenommen, als ein Raum der Verwurzelung, der Unterscheidung und des erneuerten Berufungsbewusstseins.

Verinnerlichung des Comboni-Charismas – Der Nachmittag desselben Tages war dem Austausch über das Comboni-Charisma gewidmet. Das Charisma wurde als lebendiges Geschenk des Heiligen Geistes vorgestellt und als eine Erfahrung beschrieben, die zuerst der heilige Daniel Comboni gemacht hat und die sich in der Geschichte immer wieder verkörpert. Das Noviziat wurde als ein privilegierter theologischer und spiritueller Raum definiert, in dem dieses Charisma tief verwurzelt und verinnerlicht werden muss.

Pater Opargiw erinnerte an die wesentlichen Elemente des Comboni-Charismas: die völlige Hingabe an Gott; die missionarische Ausrichtung ad gentes, ad pauperes und ad vitam; die Zönakel-Erfahrung der Apostel, verstanden als Schule der Brüderlichkeit, des Gebets, der gemeinsamen Verantwortung und der Bereitschaft zur Mission. Im Mittelpunkt steht die christologische Dimension des Charismas, die in der kontemplativen Offenheit gegenüber Gott verwurzelt ist und sich im aktiven missionarischen Engagement ausdrückt. Das Herz Jesu wurde als Quelle des Mitgefühls, der Bereitschaft und der geschenkten Liebe dargestellt.

Besonderes Augenmerk wurde auf die relationale Dimension der missionarischen Identität gelegt. Unter Bezugnahme auf die Erfahrung des „Zönakels der Apostel” betonte Pater Opargiw den Übergang vom cartesianischen Cogito, ergo sum („ich denke, also bin ich”) zur afrikanischen Weisheit Cognatus, ergo sum („ich bin verwandt, also bin ich”). Er betonte, dass die missionarische Identität grundlegend relational ist und in Einheit mit Gott, der Gemeinschaft und den Menschen gelebt wird, zu denen man gesandt ist, insbesondere mit denen, die an den Grenzen und in den existenziellen Peripherien leben.

Die Novizen nahmen diese Überlegungen mit Interesse auf und erkannten die Herausforderung und den Reichtum, das Comboni-Charisma als gemeinschaftliche, interkulturelle und missionarische Berufung zu leben.

Der Verhaltenskodex als Weg der Bekehrung und missionarischen Glaubwürdigkeit – Der Mittwoch, 14. Januar, war dem Workshop zum Verhaltenskodex gewidmet, an dem sowohl Novizen als auch Mitbrüder aus Lusaka teilnahmen. Pater Opargiw stellte die Geschichte des Kodex vor und betonte, dass dessen Entwicklung von 1997 bis zur Überarbeitung im Jahr 2025 das wachsende Bewusstsein des Instituts für ethische, pastorale und institutionelle Verantwortung widerspiegelt.

Er betonte, dass die Erstellung des Dokuments nie eine simple Zusammenstellung von Normen war, sondern ein Weg der Bekehrung, der Treue zum Evangelium und der Integrität im Dienst. Seine Ziele sind die Förderung einer verantwortungsvollen Missionskultur, die Förderung der gegenseitigen Fürsorge und die Gewährleistung gerechter und transparenter Reaktionen auf Situationen von Missbrauch, Fehlverhalten oder Skandalen.

Der Workshop hob die theologischen, spirituellen und kanonischen Grundlagen des Kodex hervor, die im Evangelium, im Kanonischen Recht und in unserer Lebensform grundgelegt sind. Dabei wurde den Beziehungen in der Mission, den Schutzmaßnahmen, den Disziplinarmaßnahmen und den Werten der Integrität, Verantwortung, Ehrlichkeit und Transparenz besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Sowohl die Novizen als auch die Mitbrüder würdigten die Klarheit und den Realismus der Präsentation und nahmen den Verhaltenskodex als ein wesentliches Instrument für persönliche Verantwortung, für ein gesundes Gemeinschaftsleben und für ein glaubwürdiges missionarisches Zeugnis in der heutigen Zeit auf.

Am Ende des Seminars unterzeichneten die vier anwesenden Comboni-Missionare (Pater Achilles Kiwanuka, Pater Augustin Fene-Fene, Pater Simon Agede und der Scholastiker Phiri Charles) offiziell das Formular zur Annahme vom Verhaltenskodex. Die unterzeichneten Dokumente wurden Pater Simon Agede, dem für das Gebiet Lusaka zuständigen Provinzrat, übergeben, der sie an den Provinzial weiterleiten wird, damit sie in den jeweiligen Personalakten jedes Mitbruders aufbewahrt werden können.

Pater Fene-Fene Santime Augustin, mccj

PROVINZ MITTELAMERIKA

Provinzversammlung

Das Wiedersehen bei der Provinzversammlung war ein Grund zu großer Freude: Wir haben uns nach längerer Zeit wiedergetroffen – einige nach Monaten, wenn nicht sogar Jahren – wir haben uns ausgetauscht und einander zugehört, wir haben uns „gefreut”, über das, was wir sind und haben.

Am 4. Januar haben sich unsere Hausverwalter getroffen, um sich über ihre Arbeit im vergangenen Jahr auszutauschen und über Themen zu diskutieren, die ihren Dienst betreffen.

Vom 6. bis 8. Januar fand in der „Casa Sacerdotal” in Mixco, Guatemala-City, die Provinzversammlung statt.

Wir haben einen Blick auf unser Missionsleben geworfen und das Feuer unserer Berufung neu entfacht. Wir haben über die Rolle der Autorität unter uns und die Bedeutung unserer Ausbildung gesprochen und uns mit wirtschaftlichen Themen befasst, unterstützt und angeregt durch die Provinzsekretariate.

Wir haben den im Jahr 2025 zurückgelegten Weg ehrlich bewertet und uns den Herausforderungen gestellt, die uns in den verschiedenen Kontexten, in denen wir tätig sind, erwarten. Wir sprachen über unser Ordensleben und die Aktivitäten unseres Instituts.

Am ersten Tag hat uns der Spiritaner Pater Sergio Osorio angespornt, die uns umgebende Realität mutig anzuschauen, und zwar als „Ordensleute”, d. h. immer im Licht des Wortes Gottes und der Vorgaben unserer Kapitelsdokumente; mit Augen, die Herausforderungen erkennen können; mit Herzen, die bereit sind, mit aller Kraft zu kämpfen, ohne jemals unsere „Leidenschaft” für die Mission zu verlieren.

In den folgenden Tagen gab es einen ernsthaften Austausch über die verschiedenen Punkte, die unser Institut uns als Hauptthemen zur Reflexion im Jahr 2026 vorlegt. Dazu gehören die Frage der Zusammenlegung von Provinzen/Delegationen, der aktualisierte Verhaltenskodex und die Leitlinien zum Schutz von Minderjährigen und schutzbedürftigen Erwachsenen; der Einsatz in der „spezifische Seelsorge“; das Thema Mission (siehe den Brief des Generalrats zur Mission „Andare oltre“) und die Ministerialität.

Am letzten Tag begleitete uns, mittels Zoom, Pater David Domingues, Mitglied des Generalrats und verantwortlich für die Makroregion Amerika-Asien, und gab unseren Aktivitäten und den verschiedenen Aufgaben, die wir in der Provinz wahrnehmen, neuen Schwung.

Die Versammlung hat uns in die Perspektive versetzt, sowohl auf Provinz- als auch auf Institutsebene immer mehr zu „Gemeinschaftsgestaltern” zu werden, wobei jeder aufmerksam über unser Haus, unsere Familie und unsere Mission wacht.

Bereit für neue Schritte auf unserem gemeinsamen Weg, feierten wir den „Arbeitsbeginn” unseres neuen Provinzials, Pater Enrique Sánchez, und der neuen Provinzräte. Es war wie ein echtes „Übergaberitual”, das in einer Atmosphäre des Gebets, der Brüderlichkeit und der Gemeinschaft stattfand, wobei wir die Eucharistie als „Danksagung” und Bitte an den Herrn, sie zu begleiten, feierten.

Am Ende der Versammlung organisierten wir in der Freude, die durch das Zusammensein entsteht, eine Wallfahrt nach San Juan
Obispo, dem Ort, an dem sich das Haus von Mons. Francisco Marroquín, dem ersten Bischof von Guatemala aus der Kolonialzeit, befindet. In der alten Bischofskapelle feierten wir die Eucharistie unter dem Vorsitz von Pater Baltasar Zárate, der im März sein 60-jähriges Priesterjubiläum feiert, und Pater Luis Filiberto López, der im Oktober sein 20-jähriges Jubiläum feiert.

Pater Juan Diego Calderón Vargas, mccj

SÜDSUDAN

Ewige Gelübde von Santino Mawan

Am 11. Januar 2026, dem Fest der Taufe des Herrn, war das Provinzhaus in Juba voller Freude, als der Scholastiker Gum Santino Mawan Guor während der Provinzversammlung seine ewigen Gelübde ablegte. An der Feier nahmen zahlreiche Comboni-Mitbrüder teil, darunter Mons. Tesfaye Tadesse, ehemaliger Generalobere und jetzt Weihbischof von Addis Abeba, der als Hauptzelebrant der Messe vorstand.

Anwesend waren auch Bruder Alberto Lamana, mehrere Ordensschwestern und die Familie von Santino. Pater Gregor, Provinzial des Südsudans, nahm die Gelübde entgegen und lobte Santino für seinen Mut, sein „Ja” zu Gott zu sagen und sich der Comboni-Familie anzuvertrauen.

Santino wurde in einer katholischen Familie geboren. Er begann seine Ausbildung bei den Comboni-Missionaren im Vorpostulat in Lomin im Südsudan. Er studierte drei Jahre lang Philosophie in Nairobi (Kenia) und absolvierte anschließend das zweijährige Noviziat in Bauleni-Lusaka, Sambia, wo er am 15. Mai 2021 seine ersten Ordensgelübde ablegte. Anschließend setzte er sein Theologiestudium in Pietermaritzburg (Südafrika) fort und kehrte dann für den missionarischen Dienst in der Pfarrei Mapourdit, Diözese Rumbek, in den Südsudan zurück.

Seine Diakonatsweihe ist für den 8. Februar 2026, dem Fest der Heiligen Giuseppina Bakhita, vorgesehen. Begleiten wir Santino mit unseren Gebeten, während er seinen Berufungsweg fortsetzt.

WIR BETEN FÜR UNSERE VERSTORBENEN

DEN VATER

Guillermo Sipión, von Mons. Barrera Pacheco L. Alberto (PE)

DEN BRUDER
Arnulfo, von Bruder Enríquez Sánchez (M)

DIE SCHWESTER
Maria Gerarda, von Pater Giuseppe Ambrosi (†), Elina Bianca, von Pater Luciano Perina (I); Dolores, von Kardinal Miguel Ángel Ayuso (†)

DIE COMBONI-MISSIONSSCHWESTERN
Sr. Fumagalli Alessandra (I); Sr. M. Lucia Cavalli (I); Sr. Adeliana M. Locatelli (I)

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Übersetzung: Pater Alois Eder